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Freisprechung in der Lehr- und Versuchsanstalt für Milchwirtschaft

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Die freigesprochenen Milchtechnologen und Milchwirtschaftlichen Laboranten.             Foto: Schneider

Die freigesprochenen Milchtechnologen und Milchwirtschaftlichen Laboranten. Foto: Schneider

Bad Malente-Gremsmühlen (los). Das „weiße Gold“ der Kühe schafft Zukunft. Dies wurde bei der Freisprechung von 17 Milchwirtschaftlichen Laboranten und 26 Milchtechnologen am vergangenen Freitag in der Lehr- und Versuchsanstalt für Milchwirtschaft (LVAM) in Bad Malente-Gremsmühlen deutlich, die als Berufsschule für die überbetriebliche Ausbildung sowie Abschlussprüfungen zuständig ist. Als Beste ihres Jahrgangs wurden am Ende ihrer dreijährigen Lehrzeit die Milchtechnologen Kristin Harrsen (Danisco Deutschland GmbH Niebüll, Gesamtnote 1,48) und Sören Burkhard Koß (Breitenburger Milchzentrale eG Itzehoe, Gesamtnote 1,49) sowie die Milchwirtschaftlichen Laboranten Laura Kurch (Max Rubner-Institut Kiel, Gesamtnote 1,44) und Nina Lamp (Meiereigenossenschaft Holtsee-Ascheberg eG Holtsee, Gesamtnote 1,75) ausgezeichnet. LVAM-Leiterin Meike von Bergen lobte das große Engagement ihrer Absolventen sowie der Ausbilder und der Prüfer. Zugleich hob sie den Einzug moderner Digitaltechnik in das klassische Handwerk hervor. So werde in der Malenter Lehrmolkerei derzeit die weltweit dritte digitalisierte Butterungsmaschine aufgebaut, in den nächsten Wochen angeschlossen und zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres in Betrieb genommen. Der Präsident der Landwirtschaftskammer Claus Heller warb dafür, in den Berufsnachwuchs zu investieren. Zugleich sei es notwendig, die betriebliche Ausbildung ständig an die Entwicklung der Ausbildungserfordernisse anzupassen. Wenn Technik auch keine Fachkraft ersetzen könne. „In Zweifel entscheidet immer noch der Mensch“, sagte er. Zumindest, wenn er System und Arbeitsweise verstanden hat.“ Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein Dr. Ursula Dolinga erklärte, die Duale Ausbildung der Absolventen garantiere einen guten Anschluss ins Berufsleben. Neben den wirtschaftlichen hob sie auch die erworbenen sozialen Kompetenzen hervor: „Teamdenken bringt weiter und hilft, später gute Führungskräfte zu werden.“ „Fachkräfte fallen nicht vom Himmel“, stellte Rainer Andresen, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der Milchwirtschaftler Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern in seinem Grußwort fest. Somit sei Ausbildung auch mit Blick auf den demografischen Wandel besonders wichtig. Es gelte, beim Werben um den Nachwuchs auch Quereinsteiger zu berücksichtigen. Diese könnten in Malente in Grundkursen die Grundlagen erwerben. Lehranstalten sollten künftig eine stärkere Rolle übernehmen und spezifische Weiterbildungskurse anbieten. Entsprechende Beratungen liefen derzeit in den Fachverbänden. „Sie haben sich für einen zukunftssicheren Beruf entschieden“, richtete er sich lobend an die frischgebackenen Berufseinsteiger. Festredner Eckhard Heuser, Hauptgeschäftsführer des Milchindustrie-Verbands Berlin brachte Zahlen auf den Tisch. Er zeigte sich froh, „dass sich die Milchpreise (nach der Krise vor zwei Jahren) wieder deutlich erhöht“ hätten. 50 Prozent der Milcherzeugnisse gingen derzeit „aus Deutschland raus“. Die Branche verzeichne rund 25 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr, hob er deren wirtschaftliche Bedeutung hervor.



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