Reporter Eutin

„Für mehr Frieden in der Welt“

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Sammelten eine Spende „gegen das Vergessen“ (v.l.): Major Stefan Zimmermann, Hans Hartert vom Volksbund, Kreispräsident Ulrich Rüder, Bürgermeister Carsten Behnk, Hauptmann Matthias Simon und Bürgervorsteher Dieter Holst.

Sammelten eine Spende „gegen das Vergessen“ (v.l.): Major Stefan Zimmermann, Hans Hartert vom Volksbund, Kreispräsident Ulrich Rüder, Bürgermeister Carsten Behnk, Hauptmann Matthias Simon und Bürgervorsteher Dieter Holst.

Eutin (wh). Über dem Marktplatz lag am Samstag eine melancholische Stimmung, verstärkt durch nasskaltes Wetter, Regen und die getragenen Melodien der Lieder, die ein Trio russischer Straßensänger erklingen ließ. Unter die Marktbesucher mischten sich sechs mehr oder weniger bekannte Herren mit einer Sammelbüchse. Deren Aufschrift lautete: „Mehr Frieden in der Welt“. Die Herren baten um einen Beitrag für die Arbeit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Mit ihrem Anliegen stießen die Sammler auf offene Ohren.
 
Es kam nicht nur zu zahlreichen Gesprächen über Krieg und Frieden, es wurde auch mancher Obolus gespendet. Manfred Rath, ehemaliger Bataillonskommandeur bei den Aufklärern in der Rettberg-Kaserne, eröffnete den Reigen der Spender. Er steuerte zielbewusst an den „Zivilisten“ vorbei auf die Sammelbüchse von Hauptmann Simon zu. Ihm sei es wichtig, das Andenken an die Gefallenen durch Pflege deren Gräber vor allem im Ausland zu bewahren.
 
In diesem Sinne äußerte sich auch Hans Hartert, Geschäftsführer des Volksbund-Kreisverbandes Ostholstein: „Wir engagieren uns gegen das Vergessen!“ Karin Möller aus Scharbeutz kommt sehr oft nach Eutin, nicht nur wegen des Wochenmarktes. Sie hat die Sammelbüchse von Kreispräsident Ulrich Rüder „gefüttert“. Frau Möller versteht die Aktionen des Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge auch als Mahnung an die jungen Menschen. Sie weiß aus Erzählungen ihrer Mutter, die mit ihren Eltern als Elfjährige aus Schlesien flüchtete, und auch aus vielen Erzählungen ihrer Großmutter, wie schrecklich die Kriegszeit war, und sagt: „So etwas möchten wir nicht erleben!“



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