Reporter Eutin

Kleine Fahrzeugführer sicher unterwegs

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Ahrensbök (ed). Das war kein normaler Tag im Kindergarten Pusteblume der Brummkreisel gGmbH – denn alle Kinder, die Kleinen und die Großen, hatten ihre Fahrzeuge, vom Roller über das Laufrad bis zum Fahrrad und ihre Helme mitbringen sollen. „Wir machen heute den Rollerführerschein“, erklärt KiTaLeiterin Bärbel Peters den Lütten – dafür hatte sie die Erlaubnis der Gemeinde Ahrensbök eingeholt, den Parkplatz vor der KiTa abzusperren und in einen echten „Straßenverkehr“ zu verwandeln. Ein Zebrastreifen wurde aufgemalt, eine Ampel eingerichtet, Verkehrszeichen aufgestellt und Hindernisse aufgebaut. Alle Fahrzeuge waren vorschriftsmäßig auf den für sie gekennzeichneten Parkplätzen geparkt – und dann durften zuerst die Frösche, dann die Mäuse und zuletzt die Raben ihre Helme aufsetzen und sich an der Startlinie aufstellen, aber erstmal ohne Fahrzeuge. „“Wir gucken erstmal, wie das hier funktioniert“, so Bärbel Peters, „dafür fahren wir mit dem Bus einmal über den Parcours.“ Und zum Busfahren brauchen die Raben keinen Bus – sie stellen sich in einer langen Schlange auf und wandern hinter Bärbel Peters her. An jeder Station zeigt sie, was hier gemacht werden muss. Nur so als Erinnerung, denn natürlich haben die Kinder die Verkehrsregeln schon zuvor in ihren Gruppen durchgenommen. Und die Schulkinder waren sowieso schon im Verkehrsgarten und kennen sich prima aus, wissen, was man am Zebrastreifen machen muss, wenn jemand rüberwill, und ob man bei Grün oder Rot halten muss.
Dann dürfen sich alle ihre Fahrzeuge holen – ganz egal ob Roller, Laufrad oder Fahrrad: „Jeder so, wie er es kann. Wir haben Kinder zwischen drei und sechs Jahren dabei, und jedes Kind soll mitmachen können“, sagt Bärbel Peters. Auch die Geschwindigkeit ist ganz egal: „Es geht um Selbständigkeit und Selbstvertrauen. Die Kinder sollen es so schaffen, wie sie es sich zutrauen. Wir wollen ihnen nur vermitteln, wie es ist, sich sicher mit einem Fahrzeug fortzubewegen, dass es noch andere Möglichkeiten gibt als zu laufen oder mit dem Auto gefahren zu werden. Wir wollen Spaß an der Bewegung vermitteln.“ Und den haben die Kinder sichtlich – sie sausen zur Startlinie und wollen am liebst gleich weiter: „Können wir schon loslegen jetzt?“ kommt es aus der Reihe an der Startlinie – „wir sind ganz schön aufgeregt“, meint Enie. Aber los gehts erst, wenn Bärbel Peters winkt. Dann dürfen alle nacheinander über den Parcours – die einen flitzen, die anderen fahren etwas gemächlicher, aber für Tempo ist auch später noch Zeit. Brav halten alle am Zebrastreifen, da will nämlich grade jemand drüber – an der Ampel steht Sarah und schaltet auf Grün und Rot – alle wissen, wann sie halten müssen. Ein kleines bisschen unheimlich war vielen Kindern die schmale Wippe – wer sie lieber umfahren wollte, durfte das natürlich, oder versuchen, auf seinen zwei Rädern über das daneben liegende schmale Brett zu balancieren. Thora traut sich die Wippe zu und fährt zuerst aus Versehen vorbei, wendet und dann total cool drüber. Dafür kriegt sie Applaus. Alina brettert mit ihrem Roller durch den Slalom, Enie schafft es sogar mit dem großen Rad, das sie erst seit Kurzem fährt, und lacht vor Freude. Auch Amelie, die den Parcours auf ihrem Laufrad bewältigt, bekommt einen Riesenbeifall, als sie die Ziellinie überfährt. Dabei war das Laufrad bisher nicht ihr bevorzugtes Verkehrsmittel, aber jetzt will Amelie öfter Laufrad fahren. „Das hat Spaß gemacht“, strahlt sie, „das war nicht so schwierig.“ Und Tom, der den Parcours vorher mit Respekt betrachtet hat, saust (zwar am Slalom vorbei) grinsend über die Ziellinie und ist sehr zufrieden. Die ersten Schritte in Sachen „Sicherheit im Straßenverkehr“ schaffen die Lütten spielend – und eine große Portion Selbstvertrauen gibt es noch dazu, als sie alle ihren Rollerführerschein und Ampelmännchenkekse zur Belohnung überreicht bekommen.



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