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Malenter „Kleiderkammer“ besteht seit zwei Jahren

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Gabriele Richter (l.), eine der ehrenamtlichen Helferinnen, und Miranda Krützfeldt, Koordinatorin der Kleiderkammer, freuen sich jeden Montag darauf, Flüchtlingen und Bedürftigen helfen zu können.  Gabriele Richter (l.), eine der ehrenamtlichen Helferinnen, und Miranda Krützfeldt, Koordinatorin der Kleiderkammer, freuen sich jeden Montag darauf, Flüchtlingen und Bedürftigen helfen zu können.

Gabriele Richter (l.), eine der ehrenamtlichen Helferinnen, und Miranda Krützfeldt, Koordinatorin der Kleiderkammer, freuen sich jeden Montag darauf, Flüchtlingen und Bedürftigen helfen zu können. Gabriele Richter (l.), eine der ehrenamtlichen Helferinnen, und Miranda Krützfeldt, Koordinatorin der Kleiderkammer, freuen sich jeden Montag darauf, Flüchtlingen und Bedürftigen helfen zu können.

Bad Malente-Gremsmühlen (wh). Der 32jährige Alilou aus Syrien ist seit einem Jahr in Deutschland und wohnt in Malente. Er besucht die CJD-Schule und verfügt bereits über gute Deutschkenntnisse. Um nicht nur geistig mobil zu sein, machte er sich dieser Tage zu Fuß auf den Weg zum ehemaligen „Intermar“. Auf einem eigenen Fahrrad fuhr er strahlend zu seiner Wohnung zurück. Das Rad hatte er in der Malenter „Kleiderkammer“ der Arbeiterwohlfahrt bekommen. Denn dort gibt es für Flüchtlinge und Bedürftige nicht nur Kleider, sondern auch Fahrräder und Computer, bzw. Zubehör. Die „symbolischen“ Preise in der Kleiderkammer bewegen sich zwischen einem und fünf Euro. Ein Team von zehn Malenterinnen, einem Malenter und zwei Flüchtlingen arbeitet in dem Gebäude am Dieksee ehrenamtlich, organisiert die „Kleiderkammer“, eine “Fahrradwerkstatt mit Verkehrsunterricht“ und “Computer für Flüchtlinge“. Die Räumlichkeiten dürfen kostenfrei genutzt werden. Gegründet wurde die „Kleiderkammer“, als die Gemeinde 2015 eine große Zahl Flüchtlinge aufnehmen musste und immer noch aufnimmt. „Die Hilfsbereitschaft in Malente und Umgebung ist beeindruckend. Viele helfende Hände haben uns unterstützt und der Gemeinde ein freundliches und soziales Gesicht gegeben“, sagt Miranda Krützfeldt, die Koordinatorin der Einrichtung. Die Sachspendenbereitschaft sei unverändert hoch. Somit könne die „Kleiderkammer“ nach wie vor mit Damen-, Herren- und Kinderkleidung, Schuhen, Bett- und Tischwäsche, Kinderwagen, Spielzeug, Schulranzen und so weiter ausgestattet werden. Kinder erhalten ein Kuscheltier geschenkt. Das zweite Projekt, „Fahrräder für Flüchtlinge“ entstand später. Mobilität ist für Flüchtlinge ganz wichtig für gesellschaftliche Teilhabe, doch Zug- oder Busfahrten sind teuer. „Wir haben großen Wert darauf gelegt, auf Augenhöhe mit den Flüchtlingen zu arbeiten und für einen verkehrssicheren Zustand der Fahrräder zu sorgen. Zudem wurden Verkehrsschulungen durchgeführt“, berichtet Frau Krützfeldt. Bisher seien über 100 Fahrräder vermittelt worden. Unterstützt werde man auch vom hiesigen Fahrradladen Wöllert. Durch ein drittes Projekt, „Internet für Flüchtlinge“, sollen Flüchtlinge mit einem eigenen Computer ausgestattet werden. Vor allem bei der eigenständigen Suche nach Wohnungen, Jobs und Sprachkurs- Angeboten und um Bewerbungen zu schreiben, sind die Flüchtlinge auf das Internet angewiesen. Die Geräte werden fachgerecht aufgearbeitet und repariert. Es werden noch computerkundige „Tüftler“ als ehrenamtliche Helfer gesucht. Die Öffnungszeit der „Kleiderkammer“ ist derzeit montags von 15. bis 17 Uhr im ehemaligen Hotel Intermar: Straßenseite/Parkplatz/Treppenaufgang. Infos oder Terminabsprache unter 0152 - 55791126 oder 04523 – 200637. – Da bald der neue Eigentümer das „Intermar“ übernehmen bzw. umbauen wird, wird für die „Kleiderkammer“ ein neues Domizil in Malente gesucht. Es gebe das Angebot eines kostengünstigen Objekts, und man habe sich in der Hoffnung auf Unterstützung an die Gemeinde gewendet. Auch könne die Kleiderkammer evtl. mit der von der Evangelischen Kirche in Malente betreuten zusammengelegt werden. Auf alle Fälle solle das Erfolgsprojekt „Kleiderkammer“ weitergehen. Im gleichen Sinne der Hilfe und Integration ist auch ein Schwimmkurs für Flüchtlingsfrauen geplant.



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