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Museum? Ja, aber bitte nicht langweilig!

Esther Dörrhöfer freut sich darauf, Kindern jeden Alters das Museum und seine Schätze nahezubringen.

Esther Dörrhöfer freut sich darauf, Kindern jeden Alters das Museum und seine Schätze nahezubringen.

Bild: A. Jabs

Eutin (aj). Ein Museum zu sein, das alle meint, nicht nur für die Kultur-Profis mit reichlich Erfahrung da ist – das gehört zum Selbstverständnis des Ostholstein-Museums. Was es dafür braucht? Ein ausgeklügeltes Ausstellungsprogramm, das Lust macht zu entdecken, was hinter der imposanten Fassade wartet, und Führungsangebote, die genau auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten sind. Seit Februar hat man mit Esther Dörrhöfer eine ausgewiesene Expertin gegen Schwellenangst im Team. In bester Museumslaune lotst sie Kindergruppen und Familien durch das Haus. Schon die Personalie ist ein Gewinn, denn was kann ein besserer Türöffner sein als jemand, die sich auskennt und trotzdem über all die Museums-Schätze genauso staunen kann wie die, denen sie Kunst, Geschichte und manchmal auch Museums-Etikette erklärt.
Für die derzeit laufenden Ausstellungen sprudelt der Ideenquell quasi von selbst: Tiere und Kinder, Tiere und Familien – das passt einfach. Die Tierbilder der Düsseldorfer Malschule im Erdgeschoss und die Plastiken von Hans Joachim Ihle unter dem Dach sind wie gemacht, um lange zu schauen und dann selbst etwas zu tun. Dass Esther Dörrhöfer für das Selbermachen reichlich Knete besorgt hat, darf verraten werden: „Es geht darum, die vielen Geschichten zu entdecken, die unser Museum bietet. Gerade die Tierbilder sind wie Bilderbücher“, schwärmt Esther Dörrhöfer. Ihre Einladung richtet sich an Kita-Gruppen und Schulklassen, aber auch an private Gruppen wie Geburtstagsrunden. Viele waren im letzten halben Jahr bereits mit ihr unterwegs und haben sich begeistern lassen. Für Klassen und Kitas aus dem Kreis Ostholstein ist der Eintritt übrigens frei. Eine Buchung ist nach Absprache auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich.
Für die Sommerferien hat Esther Dörrhöfer gemeinsam mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Sophie Matuszczak eine weitere Neuheit aufgelegt: Begleitet von „Willem“ Tischbein kann der Nachwuchs sich auf eine Rallye begeben, mit Zettel und Stift oder digital auf dem Smartphone. „Unser Ziel ist, dass die Kinder nach einem Besuch bei uns sagen: Das war richtig cool!“, sagt Esther Dörrhöfer. Die Chancen stehen bestens.

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