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Wald macht klug

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Scheckübergabe an der Tews-Kate: Georg Deutz und Frank Schumacher von der Kreisjägerschaft freuten sich über 500 Euro vom Förderverein für das Historische Bürgervogelschießen, den Annegret Böge-Braasch, Frank-Richard Proch und Simona Rex überbrachten.

Scheckübergabe an der Tews-Kate: Georg Deutz und Frank Schumacher von der Kreisjägerschaft freuten sich über 500 Euro vom Förderverein für das Historische Bürgervogelschießen, den Annegret Böge-Braasch, Frank-Richard Proch und Simona Rex überbrachten.

Eutin/Bad Malente-Gremsmühlen (aj). Kühle klare Luft, die ersten Herbstfarben, Waldduft und mittendrin 850 Kinder voller Tatendrang: Überall im Kreis tauchten am letzten Donnerstag vierte Klassen im Rahmen des Walderlebnistages in die Natur ein. Auch in Eutin und Malente fanden im Dodauer Forst und im Wildgehege Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen den richtigen Weg von Lernstation zu Lernstation und wussten am Ende des Vormittages zum Beispiel, dass ein Jagdhorn abgewickelt vier Meter lang ist, wieviel Honig eine Biene in ihrem Leben sammelt und was Fledermäuse fressen. 130 Viertklässler aus Sieversdorf, Süsel und Malente trafen sich dafür in Malente an der Tews-Kate.
 
Ehe es auf den Rundweg ging, an dem Landfrauen, Angler und Jäger die jungen Entdecker erwarteten, gab es einen Fototermin. Mit 500 Euro unterstützte der Förderverein für das historische Bürgervogelschießen nämlich das Lernen im Grünen, das die Kreisjägerschaft seit 2005 verlässlich auf die Beine stellt: „Wenn man die Jugend frühzeitig an die Natur heranführt, bleibt etwas haften und das ist viel wert“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Annegret Böge-Braasch.
 
Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Georg Deutz, freute sich über die Unterstützung. Für den Ehrenamtler und seine Mitstreiter von den anderen Vereinen und Gruppen ist der Walderlebnistag ein fester Termin, für den er sich wie alle anderen Berufstätigen auch, einen freien Tag nimmt. Pro Standort sind jeweils 30 bis 35 Leute im Einsatz. Nahe der Bräutigamseiche im Dodauer Forst warteten Ute Witt und Petra Ehlers an der ersten Station auf die Schülergruppen.
 
Die beiden Frauen vom Bläserkorps „Freischütz“ hatten nicht nur das geballte Wissen über Jagdhörner in petto, sondern auch Instrumente mitgebracht, an denen sich die Kinder selbst im Signalgeben versuchen konnten: „Es macht uns Freude und wer weiß, vielleicht ist auch jemand dabei, der Interesse für das Hornblasen hat“, erklärten sie, während es hinter ihnen knackte und die erste Truppe sich den Weg bahnte. Erleben, hören, riechen, schmecken, fühlen, den frischen Wind immer in der Nase, das ist das Konzept des Walderlebnistages. Und es ging auch diesmal wieder voll auf, wie ein Blick in die Kindergesichter zeigte.
 
Insgesamt 180 Kinder waren in Eutin unterwegs, neben den Klassen der Gustav-Peters-Schule war auch die Vierte der Heinrich-Harms-Schule in Hutzfeld dabei. Fragte man nach einem Urteil zum besonderen Schultag, gingen die Daumen nach oben: „Cool!“ Für manche war der Streifzug durch den Wald Neuland, andere kennen sich von Wanderungen oder Pilzsammeltouren gut aus. Alle miteinander aber hatten Spaß und nahmen außer Wissen ein Stück Lebendigkeit mit in ihre Schulen - dank der Landfrauen, Bläser, Imker, Naturschützer, Erna, Landwirte, Angler, Förster, Jäger und aller engagierten Unterstützer.



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