ZeiTTor Museum - ZeiTTor

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Vor dem Kemper Tor 1
23730 Neustadt
Deutschland

04561/619305
04561/6191305
zeittor@neustadt-holstein.de
www.zeittor-neustadt.de
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Öffnungszeiten: Ostern bis Oktober
Di. - Sa.: 10.30 - 17 Uhr
So. + Feiertage: 14 - 17 Uhr

November bis Ostern
Fr.: 15 - 17 Uhr
Sa. + So.: 14 - 16 Uhr
Alexander Baltz

Das neue Gedächtnis der Stadt - Alle reporter-Ausgaben wurden an das zeiTTor-Museum übergeben

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Neustadt. Rudolf Böckenhauer ist gebürtiger Neustädter und Lehrer am Leibniz-Gymnasium in Bad Schwartau für die Fächer Mathe und Physik. Und er hat ein Hobby, für das er sehr viel Platz benötigt: reporter-Ausgaben sammeln. Nicht einige, die er besonders spannend oder interessant fand. Nein, Rudolf Böckenhauer hat tatsächlich alle reporter gesammelt, die es jemals gab.
 
„Angefangen hat alles mit der ersten reporter-Ausgabe vom 18. Januar 1983. Da hatte meine Mutter die Idee, den reporter aufzubewahren. Das tat sie dann Woche für Woche“, erklärte Rudolf Böckenhauer, der diese Tradition seiner Mutter einfach fortgeführt hat.
 
Von 1983 bis 2018 ist so eine ganze Menge Papier zusammengekommen - darunter auch unzählige Ausgaben des Wochenspiegels ab 1978. Die Zeitdokumente lagerten alle trocken und im besten Zustand auf dem Dachboden - bis zum vergangenen Donnerstag. Rudolf Böckenhauer hatte gemeinsam mit seiner Frau Barbara die Idee, die wertvolle Sammlung dem zeiTTor-Museum zu übergeben und sie so gleichzeitig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Museumsleiter Dr. Frank Wilschewski war sofort begeistert von der Idee und versprach, die Sammlung fortzuführen.
Zum Übergabetermin kam Rudolf Böckenhauer mit dem Kombi. Tatsächlich passten zwar alle reporter-Ausgaben in den Kofferraum, das Auto lag allerdings gute 20 Zentimeter tiefer als normal. Zum Ausladen war körperliche Kraft gefragt und der Transport ins Museum nur mit Hilfe einer Sackkarre möglich.
 
Auch Bürgermeister Mirko Spieckermann wollte bei der Übergabe dabei sein, ebenso wie Norbert Kahl aus dem Vorstand des Fördervereins und Jürgen Weßlin, der gemeinsam mit Norbert Kahl als ehrenamtlicher Bibliotheks-Mitarbeiter tätig ist.
„Dieser Termin ist wirklich außergewöhnlich und spannend. Welcher Bürgermeister kann schon von sich behaupten, so etwas entgegengenommen zu haben?“, bedankte sich Mirko Spieckermann für die Spende.
 
Dr. Frank Wilschewski sprach sogar von einer historischen Quelle ersten Ranges: „Niemand denkt daran, dass auch der reporter eine historische Quelle ist! Die Ausgaben sind geschriebene Neustädter Zeitgeschichte, in 50 Jahren braucht man das alles. Diese Dokumente gehen ganz Neustadt an!“
Gelagert sind die reporter in der heimatkundlichen Bibliothek im 1. Obergeschoss des zeiTTor-Museums. Die reporter können natürlich nicht ausgeliehen werden, sind aber ebenso wie alle anderen Bücher öffentlich zugänglich. Wer also einen Blick in die Neustädter Zeitgeschichte werfen will, kann dies im Winter immer samstags von 14 bis 16 Uhr. Norbert Kahl und Jürgen Weßlin werden die reporter-Ausgaben von nun an behüten und waren sich einig: „Die Attraktivität der Bibliothek steigt.“ (ab)


Alexander Baltz

Winteröffnungszeiten im zeiTTor

Neustadt. Von November bis Ostern ist das zeiTTor regulär samstags und sonntags von 14 Uhr bis 16 Uhr geöffnet, ebenso an Tagen mit archäologischer Sprechstunde, nämlich am 7. Dezember, 11. Januar, 1. Februar und 1. März von jeweils 15 Uhr bis 17 Uhr. Unabhängig von diesen Zeiten können selbstverständlich auch weiterhin Führungen, Kindergeburtstage, Hochzeiten oder museumspädagogische Angebote rund um die Uhr verabredet werden. Weitere Informationen gibt es unter Tel. 04561/619305. Bis zum 11. November ist übrigens noch die Sonderausstellung „Leben und Sterben der Sterne“ mit Bildern von Peter Weinreich, Sternwarte Neustadt, zu sehen. Eine öffentliche Führung findet am Sonntag, dem 11. November um 14.30 Uhr statt. (red)


Petra Remshardt

Fit für Flint

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Diese Mitmachaktion zum Thema Steinzeit ist bestens für Kinder ab 6 Jahren und Familien geeignet.

Diese Mitmachaktion zum Thema Steinzeit ist bestens für Kinder ab 6 Jahren und Familien geeignet.




Neustadt. Können Sägen, Messer und Bohrer aus Feuerstein funktionieren? Diese Frage beantwortet Gabi Stienemeier-Goss am Freitag, dem 19. Oktober, um 11 Uhr im Museum Zeittor. Bei „Fit für Flint“ wird ausprobiert und mitgemacht, wie Menschen in der Steinzeit lebten und arbeiteten. Aus Flint wurden aber nicht nur verschiedenste Geräte gebaut, sondern er diente auch zum Feuermachen. Außerdem kann getestet werden, wie man am besten einen Elch erlegt.
 
Zum Schluss geht es um die Frage: Wie anstrengend war das Leben in der Steinzeit im Vergleich zu heute? Um das herauszufinden, wird Getreide nach Art der Steinzeitmenschen und mit modernen Geräten gemahlen. Diese Mitmachaktion zum Thema Steinzeit ist bestens für Kinder ab 6 Jahren und Familien geeignet, jüngere Kinder sind in Begleitung ebenfalls herzlich willkommen. Eltern dürfen übrigens gerne mitmachen. Die Aktion findet im Zeittor statt. Die Teilnahme ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei, für Erwachsene kostet sie 3,50 Euro mit Gästekarte 2,50 Euro. (red)


Petra Remshardt

Neustadt für kleine Leute

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Am Ende wird ein Kettenhemd mit Helm, Schild und Schwert vorgeführt.

Am Ende wird ein Kettenhemd mit Helm, Schild und Schwert vorgeführt.

Neustadt. Neustadt hat viele schöne Sehenswürdigkeiten, aber wer weiß schon, warum die Stadtkirche einen Turm hat oder wie schwer ein Kettenhemd ist? Am Mittwoch, dem 17. Oktober, informiert Gabi Stienemeier-Goss darüber, wie die Menschen, darunter Piraten, Ritter und Henker früher in Neustadt gewohnt und gelebt haben.
 
Außerdem geht es darum, weshalb die Kirche und das Rathaus so wichtig sind, weshalb böse Menschen außerhalb der Stadt begraben wurden und wie man vor 700 Jahren eine Stadt angriff. Am Ende wird ein Kettenhemd mit Helm, Schild und Schwert vorgeführt. „Neustadt für kleine Leute“ ist eine spannende Stadtführung für Kinder ab 8 Jahren und Familien, jüngere Kinder sind mit Begleitung ebenfalls herzlich willkommen. Treffpunkt ist um 11 Uhr im Museum Zeittor. Die Teilnahme kostet 3,50 Euro, mit Gästekarte 2,50 Euro und ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. (red)


Petra Remshardt

Heimatkundliche Bibliothek im Zeittor

Neustadt. Am Donnerstag, den 18. Oktober, ist die heimatkundliche Bibliothek im Museum Zeittor von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet. Sie enthält vor allem geschichtliche Literatur über Neustadt, Ostholstein und Schleswig-Holstein. Wer für ein Referat oder einen Vortrag recherchiert, sich für die heimatliche Geschichte interessiert oder einfach erfahren möchte, was vor 100 Jahren in der Tageszeitung zu lesen war, kann das kostenlose Angebot nutzen. Mit der Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte kann man zum Beispiel eine Fachzeitschrift für Geschichtswissenschaft einsehen, die sich seit 1870 den aktuellen Forschungen widmet. Die heimatkundliche Bibliothek ist eine Präsenzbibliothek ohne Buchausleihe, aber es dürfen Seiten mit dem Smartphone oder einer Kamera, für den privaten Gebrauch abfotografiert werden. (red)


Petra Remshardt

Radtour zur Hasselburger Mühle

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Neustadt. Am Dienstag, den 16. Oktober, bietet das Museum Zeittor eine geführte Fahrradtour in das wunderschöne Umland von Neustadt an. Unter der Leitung von Reinhard Bendfeldt, der vom ADFC zertifizierter Radtourenleiter ist und zugleich zu den besten Kennern der Region zählt, führt die Tour zur Basilika in Altenkrempe und zum Gut Hasselburg. Hauptziel ist die beeindruckende Hasselburger Mühle. Sie wurde bereits 1316 urkundlich erwähnt. Die Tour startet um 11 Uhr am Zeittor. Das Tragen eines Fahrradhelmes wird dringend empfohlen. Die Teilnahme kostet mit Gästekarte 2,50 Euro, ohne Gästekarte 3,50 Euro und ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. (red)


Marco Gruemmer

Neues Spielplatz-Projekt in Neustadt - Ideen, Gefahren oder Schäden über QR-Code melden

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Praxistest vom Kinder- und Jugendparlament: Leon Blume (mit Handy) sowie Natalie Sevke, Florian Blume und Kevin Goesch (v. lks.).

Praxistest vom Kinder- und Jugendparlament: Leon Blume (mit Handy) sowie Natalie Sevke, Florian Blume und Kevin Goesch (v. lks.).

Neustadt. Mal ganz theoretisch: Ein Neustädter Jung fährt mit seinem Fahrrad durch das Stadtgebiet, kommt am Spielplatz am Klosterhof vorbei und macht eine negative Entdeckung bezüglich der Sauberkeit, hat eine spritzige Idee für ein neues Spielgerät oder möchte auf eine bestehende Gefahr hinweisen. Fährt er jetzt direkt zum Rathaus, oder gar erst nach Hause und greift zum Telefonhörer - wohl eher nicht. Und einen Tag später ist das Vorhaben vermutlich ganz aus seinem Kopf verschwunden.
 
Jetzt der praxisnahe Clou: mittels QR-Code kann der junge Mann, alternativ natürlich auch die Frau, das Kind und einfach jeder, der ein Handy besitzt, sofort und auf der Stelle reagieren. Einfach das Mobilgerät gezückt, Handykamera an, QR-Code scannen und prompt landet man auf der Internetpräsenz der Stadt und kann dort seine Wunsch-Eingaben machen, die zunächst bei Kinder- und Jugendberater Andreas Adler landen.
 
An insgesamt acht Spielpätzen in Neustadt steht auf Initiative des Kinder- und Jugendparlamentes ein Schild mit der Aufschrift „Deine Spielplatz-Idee“. Mit im Boot ist als Träger zudem das „Kinder und Jugend Netzwerk“. Rund 1.000 Euro für die Anschaffung der Schilder wurden aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.
 
„Wir können so eine zügige und zielorientierte Weitergabe garantieren und unseren Wunsch nach Beteiligung optimieren“, freute sich Andreas Adler bei der QR-Code-Vorstellung. Zudem sei dieses Vorhaben auch ein weiterer, wichtiger Faktor, um die Teilhabe an der Gestaltung der Stadt zu forcieren. Künftig sollen weitere Spielplätze sowie Sportplätze und die Skaterbahn mit QR-Code-Schildern ausgestattet werden. (mg)
 
Wahl des Kinder- und Jugendparlamentes
 
Die zugelassenen Wahlvorschläge (der reporter berichtete) sind seit dem 8. Mai in den amtlichen Bekanntmachungskästen der Stadt Neustadt und den Schulen ausgehängt.
 
Wahlräume:
 
Montag, 28. Mai: Wahlraum: Jacob-Lienau-Schule, Pausenhalle, 8 bis 12.30 Uhr; Wahlraum: Jugendcafé, Grabenstraße 29. 14 bis 19 Uhr. Dienstag, 29. Mai: Wahlraum: Grundschule Neustädter Bucht, Pausenhof-Eingang, 8 bis 10 Uhr; Wahlraum: Küstengymnasium, Arbeitsbücherei, 10.30 bis 13.30 Uhr; Wahlraum: Jugendcafé, Grabenstraße 29, 14 bis 16 Uhr.
 
Und so geht‘s: Bei der Wahl ist der Schüler-, Kinder- beziehungsweise Personalausweis oder Pass bereitzuhalten. Gewählt wird mit amtlichen Stimmzetteln. Auf dem Stimmzettel werden die Wahlvorschläge gruppenweise in alphabetischer Reihenfolge der Namen aufgeführt. Jede wahlberechtigte Person kann ihr Wahlrecht nur einmal und nur persönlich ausüben. Dabei hat jeder Wahlberechtigte für jede Gruppe fünf Stimmen, insgesamt höchstens zehn Stimmen. Die fünf Stimmen für jede Gruppe können auf die verschiedenen Kandidaten beliebig verteilt werden. Für jeden Kandidaten kann dabei jedoch nur eine Stimme abgegeben werden.


Marco Gruemmer

Historische Literatur - Heimatkundliche Bibliothek im zeiTTor-Museum eröffnet am 5. April

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Hans-Jürgen Weßlin (lks.) und Norbert Kahl gehören zum ehrenamtlichen Trio, das durch die Werke der heimatkundlichen Bibliothek führt.

Hans-Jürgen Weßlin (lks.) und Norbert Kahl gehören zum ehrenamtlichen Trio, das durch die Werke der heimatkundlichen Bibliothek führt.

Neustadt. Die Idee der konzeptionellen Umsetzung einer heimatkundlichen Bibliothek im zeiTTor-Museum der Stadt Neustadt reifte schon vor vielen Jahren. „Dieses als weiterer Schritt auf dem Weg zu einer Kulturservice-Einrichtung, ähnlich einem Bürgerbüro“, betonte Museumsleiter Dr. Frank Wilschewski, der die Museumsarbeit, hier speziell auch die archäologische Sprechstunde, mit den Werten vermitteln, sammeln, bewahren und forschen in Einklang bringt und sich nun auf die Eröffnung am Donnerstag, dem 5. April freut.
 
Der für die Bibliothek vorgesehene Raum glich zunächst allerdings mehr einer Rumpelkammer. Erst mit der Museumszertifizierung 2015 nahm der Gedanke wieder Fahrt auf, auch in Zusammenhang mit dem Nachlass des Neustädter Heimatforschers Johannes Hugo Koch, der vom Förderverein übernommen und dem Museum zur Verfügung gestellt wurde. Nach dem Sichten und Katalogisieren der Unterlagen habe man sich 2016 einen Ruck gegeben, das Museum im Winter geschlossen und das Projekt Bibliothek voller Leidenschaft in Angriff genommen. Zunächst wurde der Raum entrümpelt und mit Regalen eingerichtet. Fertig war man im Februar 2017, jedoch gab es noch kleinere Probleme hinsichtlich der Begehbarkeit für die Öffentlichkeit. „Ohne Aufsicht würde das in einem Chaos enden“, erläuterte Dr. Frank Wilschewski.
 
Und da kommen die drei ehrenamtlichen Helfer Hans-Jürgen Weßlin, Norbert Kahl und Stephan Evers ins Spiel, die den interessierten Menschen die historische Literatur jeden Donnerstag von 14.30 bis 16.30 Uhr (oder auch nach Terminvereinbarung) näherbringen. Die geschichtsträchtigen Zeugnisse können vor Ort eingesehen werden, eine Ausleihe ist nicht erlaubt. „Wir haben nicht nur Interesse, sondern auch Zeit. Zudem ist das Projekt für uns eine Herzensangelegenheit“, erklärte Norbert Kahl. „Wir als Förderverein haben das Vorhaben gerne mit mehreren tausend Euro unterstützt“, sagte der 1. Vorsitzende Ernst-August Petsch.
 
Vorhanden ist ältere, geschichtsträchtige Literatur bis in die 1990er Jahre. Der überwiegende Teil der historischen Zeugnisse stammt aus den 1930er bis 1950er Jahren, darunter viele Bücher aus der ehemaligen Kreisbibliothek des Kreises Ostholstein. Thematisch stehen die Stadt Neustadt, die Region und Schleswig-Holstein im Fokus, wobei ein Schwerpunkt auf der Geschichte des Landes liegt. (mg)


Marlies Henke

90 Jahre Bäderbahn – Sonderausstellung im Museum zeiTTor eröffnet

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Neustadt. Das Museum zeiTTor ist derzeit ein wahres Paradies auf Erden für alle Eisenbahnfans. „Neustadt und die Bäderbahn“ heißt die Sonderausstellung, die anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Verbindung zwischen Lübeck und Neustadt am letzten Sonntag eröffnet wurde und noch bis zum 31. Mai zu sehen ist.
 
Mit zahlreichen Schautafeln, ausgesuchten Exponaten und detailgetreuen Eisenbahnmodellen geht es für die Besucher auf eine spannende Zeitreise bis zurück ins Jahr 1866 mit dem Bau der ersten Bahnverbindung nach Neustadt, der „Ostholsteinischen Eisenbahn“. Weitere Stationen der Ausstellung sind der Bau der Bäderbahn ab 1919 in ihren Teilstücken, die Zeit nach 1945 sowie die durch Fährverkehr und Vogelfluglinie bedingten Weiterentwicklungen.
 
Historische Buch- und Bildfahrpläne überliefern die Fahr- und Umsteigezeiten, die das Reisen in der Bahn von Neustadt nach Hamburg zu einem stundenlangen Unterfangen machten. Dienstmützen, Direktionstafeln, Heimatschilder, Signalhörner, Stempelgeräte, Karbidlampen und andere Ausstellungsstücke versetzen in den Alltag der Eisenbahner und Fahrgäste. Historische Fotos und Zeitungsartikel dokumentieren den Sensationscharakter eines Verkehrsmittels, das für viele Reisende die Pferdefuhrwerke ablöste. Weitere Stars der Sonderausstellung sind die zahlreichen Modelle von Lokomotiven, Güter-, Trieb- und Personenwagen aus verschiedenen Epochen, die zu einem Großteil von dem Kurator der Ausstellung Hans-Harald Kloth aus Hamburg angefertigt wurden.
 
Anderthalb Jahre hat Hans-Harald Kloth die Sonderausstellung exklusiv für das Museum zeiTTor ausgearbeitet. Auf der Ausstellungseröffnung am letzten Sonntag stellte Ernst-August Petsch den am Bahnhof Ahrensbök aufgewachsenen Kurator als „passioniertes Eisenbahnerkind und versierten Modellbauer“ vor. Kloth dankte allen Unterstützern für die Leihgaben und führte mit einem geschichtlichen Abriss in die Ausstellung ein.
 
Bürgervorsteher Sönke Sela zeigte sich „angenehm überrascht“ von der großen Besucherzahl und begrüßte unter Applaus den Zeitpunkt der Ausstellung, nicht nur angesichts 90 Jahre bewegter Geschichte: „Es ist auch deshalb so gut, dass diese Ausstellung jetzt stattfindet, weil der Fortbestand der Bäderbahn nicht zweifelsfrei ist. Und ich sage: Ja, sie muss dringend erhalten bleiben!“ (he)
 
„Neustadt und die Bäderbahn“ – alle Termine im Überblick
Am Dienstag, 3. April um 11 Uhr startet eine Fahrradtour mit Reinhard Bendfeldt unter dem Titel „Auf den Spuren der Eisenbahn von Neustadt i.H. nach Eutin“, Treffpunkt ist das Museum zeitTTor, Vor dem Kremper Tor.
Am Sonntag, 22. April, und Sonntag, 6. Mai, finden jeweils um 15 Uhr Führungen durch die Ausstellung mit Kurator Hans-Harald Kloth statt.
Am Donnerstag, 31. Mai, um 18.30 Uhr endet die Ausstellung mit einem Festvortrag von Hans-Harald Kloth.
Bis dahin können sich alle Interessierten während der Museumsöffnungszeiten vom Bäderbahnfieber anstecken lassen. Ab Ostern ist an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr sowie dienstags bis samstags von 10.30 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung (Tel. 04561/619305) geöffnet.


Petra Remshardt

Neustadt und die Bäderbahn

Neustadt. Die Bäderbahn verbindet Neustadt mit Lübeck seit 1928. Die Sonderausstellung im zeiTTor Museum gibt einen Einblick in die Geschichte der Bäderbahn, aber auch über die Entwicklung des Neustädter Bahnhofes und seiner Lokomotiven und Züge. Erdacht und umgesetzt wurde die Ausstellung von Hans-Harald Kloth, einem versierten Kenner der Materie, der es versteht, die historischen Zusammenhänge spannend anhand von ausgesuchten Exponaten zu präsentieren. Die Ausstellung findet vom 25. März bis 31. Mai während der Museumsöffnungszeiten statt. (red)


Petra Remshardt

Museums-Magazin gesichert

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Förderverein sagte weiterhin Unterstützung zu














Neustadt. Gleich zu Beginn der Jahreshauptversammlung des Museum-Fördervereins konnte Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider berichten, dass sich die Suche nach einem neuen Magazin für die Museumsartefakte auf der Zielgeraden befinde. In diesen Tagen würden die Verträge mit der Ameos-Klinik geprüft und ab dem 1. April 2018 können die Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Der Förderverein tritt seit Jahren für die Verlegung des Magazins ein, das sich derzeit noch im Horchturm in Pelzerhaken befindet. Dort entsprechen die klimatischen Bedingungen bei Weitem nicht den notwendigen Ansprüchen. Die Folge wären dauerhafte Schäden an den gelagerten Gegenständen. Vereinsvorsitzender Ernst-August Petsch wies darauf hin, dass der Förderverein die nun dauerhafte Verlegung des Archivs in klimatisierte Räume finanziell unterstützen werde. Für eine zunächst angedachte Übergangslösung hätte es diese nicht gegeben. Mit den neuen Räumen erfüllt das Museum eine Bedingung des Kultusministeriums, um die Zertifizierung weiterhin erhalten zu können.
Schon seit 2012 bemüht sich der Verein um neue Räume für das Magazin. Dabei war auch angedacht, den Horchturm in Pelzerhaken entsprechend umbauen zu lassen. Diesem Ansinnen widersprach jedoch die Landesdenkmalbehörde. Die Museumsartefakte lagern seit dem Umbau 2006 im Horchturm. Weil dort keine funktionierende Heizungsanlage installiert ist, leiden diese unter den wechselnden Temperaturen sehr. Der Horchturm ist als Gesamtbauwerk geschützt. Dazu gehören auch die restlichen noch vorhandenen Dieselmotoren, die jedoch aus Platzgründen hätten entfernt werden müssen.
Dr. Tordis Batscheider lobte die erfolgreiche Arbeit des Vereins. Über ein weiteres Projekt konnte Vorstandsmitglied Norbert Kahl berichten. Ab dem 5. April ist die heimatkundliche Bibliothek jeweils donnerstags am Nachmittag geöffnet. In dieser Präsenz-Bibliothek sind jetzt alle Bücher des Museums inklusive des Nachlassen Koch untergebracht. Drei Ehrenamtler werden sich abwechselnd bei der Aufsicht abwechseln. Der Förderverein unterstützte die Einrichtung der Bibliothek durch persönlichen Einsatz, wie auch der Anschaffung von zusätzlichen Möbeln.
Ein erheblicher Forstschritt konnte bei der digitalen Inventarisierung des Museums erzielt werden. Das zeiTTor ist landesweit führend in dieser Projektarbeit, die durch Gerrit Gätjens auch für das Museum in Schönwalde ausgeführt wird. Auch für diese Inventarisierung ist es notwendig, ein überschaubares Magazin zu besitzen. Die Inventarisierung wird auch durch den Tourismusservice Neustadt-Pelzerhaken-Rettin unterstützt. Ernst-August Petsch dankte Tourismusleiterin Vera Heß für ihr Engagement.
Obwohl im abgelaufenen Jahr weniger Schülergruppen das Angebot des Mitmachmuseums in Anspruch nahmen und das Museum auch zeitweise wegen Umbaus geschlossen war, haben sich die Besucherzahlen nur geringfügig verändert. Dr. Frank Wilschewski wusste als Museumsleiter zu berichten, dass sich die ungünstigen Wetterverhältnisse positiv auf die Besucherzahlen ausgewirkten. Erfreut zeigte sich Dr. Frank Wilschewski über die Anschaffung eines Rollstuhles und Rollators durch den Förderverein. Damit ist das Museum noch behindertengerechter als zuvor. Ulrike Gollan-Lambek, Thomas Schwarz und Hans-Jürgen Weßlin veranstalteten erneut eine Fotoausstellung. Eine Ausstellung über 8 Jahrhunderte Bürgerengagement in Neustadt wurde von Eckert Groth und Uwe Muchow durchgeführt.
Mit insgesamt 140.000 Euro konnte der Förderverein seit seiner Gründung 2006 das Museum unterstützen. Kassenwart Stephan Frahm konnte auch berichten, dass die Fielmann AG in 2017 mit einer großen Summe die Restaurierung der Gildefahne förderte. Der Riesen-Adventskalender erfuhr weiterhin einen enormen Zuspruch zahlreicher Spender aus der Stadt.
Den Abend schloss Karl-Heinz Meyer mit einem Vortrag über die Entstehung der Ostsee ab. Übersichtlich und dennoch detailliert ließ er die vergangenen 15.000 Jahre vorüberziehen. Die Veränderungen unserer Landschaft nach der letzten Eiszeit bildeten die heutige Ostsee. Die Landhebungen und Überschwemmungen als Folge des Abschmelzen der Eismassen wirkten sich in den Jahrtausenden unterschiedlich aus. Bis zu dreihundert Meter hat sich Skandinavien erhoben. Noch heute sind diese Landhebungen in Finnland messbar, wenn auch nur mit 0,9 Millimeter pro Jahr.
Die nächsten Vortrags-Termine des Fördervereins, im zeiTTor-Museum:
14. März: Propst Süssenbach „Reformation im Norden - Erfahrungen aus den Veranstaltungen zur 500-Jahr-Freier“
14. November: Mirjam Briel berichtet über die Ausgrabungen an der neuen Bahntrasse.
23. Januar 2019: Dr. Lüth berichtet zum 30-jährigen Krieg, der vor 400 Jahren begann und auch in unserer Region Spuren hinterlassen hat.
Frühjahr 2019: Norbert Kahl trägt vor zur Nachkriegszeit in unserer Stadt. (red)


Marlies Henke

Vortrag zur „Reformation im Norden“

Neustadt. Im Rahmen der Vortragsreihe des Fördervereins im zeiTTor-Museum berichtet Propst Süssenbach am Mittwoch, dem 14. März um 19 Uhr über die „Reformation im Norden - Erfahrungen aus den Veranstaltungen zur 500-Jahr-Feier“. Der Eintritt ist frei. (red)


Marlies Henke

10 Jahre zeiTTor Museum

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Neustadt. Das zeiTTor ist ein modernes, museumspädagogisch orientiertes Erlebnis- und Mitmach-Museum, das seit zehn Jahren unter städtischer Trägerschaft steht.
 
Das mit Museumsleiter Dr. Frank Wilschewski entworfene Konzept regt die Neugier von jüngeren und von reiferen Menschen an. Dadurch ist das zeiTTor sowohl als ein außerschulischer Lernort als auch als kulturtouristischer Freizeitort von überregionaler Bedeutung. Gleichzeitig dient das zeiTTor dem Austausch von Forschungsergebnissen und Erfahrungsberichten. Außerdem versteht sich das Museumsteam als „kulturelle Dienstleister“, der als Ansprechpartner für geschichtliche, archäologische und heimatgeschichtliche Fragestellungen zur Verfügung steht. Wichtiger Partner des Museums ist der 280 Mitglieder starke Förderverein.
 
Das zeiTTor thematisiert die Entwicklung von Mensch und Umwelt an der Lübecker Bucht mit den Themenschwerpunkten Spätmesolithischer Siedlungsplatz „Marienbad“, Ur- und Frühgeschichte des Kreises Ostholstein und Geschichte der Stadt Neustadt in Holstein. (red/gm)


Petra Remshardt

„Archäologische Sprechstunde“ im zeiTTor

Neustadt. Am Freitag, dem 12. Januar können in der „Archäologischen Sprechstunde“ im zeiTTor Museum zwischen 15 und 17 Uhr Fundstücke vorgestellt werden. Es werden Scherben, Versteinerungen, Steingeräte und alles was „alt“ ist bestimmt. Es dürfen gerne skurrile Objekte dabei sein. Wer keine Fundstücke hat, ist ebenso herzlich willkommen. In der gemütlichen Runde gibt es immer Interessantes zu sehen. Der Eintritt dazu ist frei. (red)


Kristina Kolbe

Türchen öffne dich! Kinder enthüllten einen Engel

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Neustadt. Am gestrigen Donnerstag wurde das 8. Türchen des Riesen-Adventskalenders geöffnet. Viele fleißige Kinder des Kindergarten Jona haben in liebevoller Arbeit ein Bild zu der Aktion beigetragen. Nachdem Museumsleiter Dr. Frank Wilschewski zusammen mit allen Anwesenden den Countdown heruntergezählt hatte, enthüllten die Kinder ihr Engelbild, das nun am Kremper Tor zu sehen ist. Umrahmt wurde der gestrige Abend durch Weihnachtslieder und eine Geschichte von Andrea Ratjen vom evangelischen Frauenwerk Ostholstein.
 
Die nächsten Termine:
 
Freitag, 8. Dezember, 18 Uhr: Türchen Nr. 9: Jugendfeuerwehr und Türchen Nr. 10: Abenteuerland der Ev. Kirchengemeinde. Geschichte: Vera Litzka (Stadtwerke Neustadt). Musik: Abenteuerlandband der Ev. Kirchengemeinde.
 
Montag, 11. Dezember, 18 Uhr: Türchen Nr. 11: Kindertagespflege bei der Friedenseiche und Türchen Nr. 12: Die Betreute e.V., Geschichte: Die Betreute e.V., Gedichte & Lieder: Die Betreute e.V..
 
Dienstag, 12. Dezember, 18 Uhr: Türchen Nr. 13: Neustädter Volkstanzkreis. Geschichte: Uwe Muchow (europäisches folklore festival), Weihnachtslieder & Tanz: Neustädter Volkstanzkreis.
 
Mittwoch, 13. Dezember, 18 Uhr: Türchen Nr. 14: Integrativer Waldorfkindergarten Burgstraße und Rosenstraße. Geschichte: Mitmach-Geschichte, Musik: Integrativer Waldorfkindergarten und Alpenländisches, Singen unter der Leitung von Andreas Brunion. (ko)


Petra Remshardt

Parkscheibe statt Parkgebühr im Dezember

Neustadt. Vorweihnachtliche Freude dürfte die Entscheidung bei den Autofahrern auslösen, die Gebührenpflicht auf den Neustädter Parkplätzen ab dem ersten Adventswochenende bis Ende Dezember 2017 auszusetzen. Die einzige Ausnahme wird es auf dem Parkplatz am Hafen geben, dort besteht weiterhin Gebührenpflicht.
Allerdings wird ganz eindringlich darauf hingewiesen, dass die jeweils auf dem Parkplatz geltende Höchstparkdauer trotzdem nicht überschritten werden darf. Dafür ist es zwingend erforderlich und auch vorgeschrieben, eine Parkscheibe auszulegen. Entsprechende Hinweise sind an den Automaten angebracht und unbedingt zu beachten.
Im Übrigen ist beim Einstellen der Parkscheibe der Zeiger auf den Strich der halben Stunde einzustellen, die dem Zeitpunkt des Anhaltens folgt. Erfolgt die Ankunft beispielsweise um 13.10 Uhr, ist der Zeiger auf 13.30 Uhr zu stellen. Selbstverständlich muss die Parkscheibe so hinterlegt sein, dass sie von außen gut sichtbar ist.
Sind die vorstehenden Regelungen beachtet, steht zumindest parktechnisch einem ungezwungenen und entspannten Weihnachtsbummel in Neustadt nichts im Wege. (red)


Petra Remshardt

Was hat der GEMA-Gründer mit Neustadt zu tun?

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Der fast 400 Jahre alte Papagoien ist der Namensgeber für den Neustädter Gogenkrog.

Der fast 400 Jahre alte Papagoien ist der Namensgeber für den Neustädter Gogenkrog.

Und wann war ein Russischer Zar Neustädter Schützenkönig?


Neustadt. Die Geschichte der Stadt Neustadt birgt viele interessante Geheimnisse. Im Verlauf der vergangenen 8 Jahrhunderte haben zahlreiche Persönlichkeiten das Leben der Kleinstadt an der Ostsee geprägt. Aber was hat der GEMA-Gründer mit der Stadt Neustadt zu tun und welcher Russischer Zar war Neustädter Schützenkönig? Und welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem „Goldener Apfel“ im Moskauer Kreml und dem Willkommensbecher der Neustädter Schützengilde? Diese und viele weitere Fragen beantwortet die laufende Ausstellung im Neustädter Museum zeiTTor, die nur noch am kommenden Samstag und Sonntag zu sehen ist. Vom ersten Stadtschreiber bis hin zum Gründer der Freiwilligen Feuerwehr werden die Menschen und ihre ehrenamtliche Arbeit beschrieben, die ein Teil der Neustädter Stadtgeschichte sind.
Die Ausstellung ist während der Museums-Öffnungszeiten am Samstag und Sonntag geöffnet. Am Sonntag werden Andreas Hansen und Uwe Muchow von 14 bis 16 Uhr weitere Erläuterungen geben. (red)


Petra Remshardt

Kindgerechte Führung bei Sonderausstellung 8 Jahrhunderte Ehrenamt

Neustadt. Jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag können Familien mit Kindern von 15 bis 17 Uhr eine kindgerechte Führung durch die Sonderausstellung „8 Jahrhunderte Ehrenamt in Neustadt“ im Museum zeiTTor erleben. (red)


Petra Remshardt

Wochenmarkt wird vorverlegt

Neustadt. Der Wochenmarkt in Neustadt wird anlässlich des Feiertages „Reformationstag“ von Dienstag, 31. Oktober, auf Montag, 30. Oktober, vorverlegt. (red)


Gesche Muchow

Ostereiersuche im Zeittor

Neustadt. Wer über Ostern das Zeittor–Museum der Stadt Neustadt besucht, kann eine Überraschung erleben. Zwischen den wertvollen Ausstellungsstücken werden leckere Ostersüßigkeiten zu finden sein. Dabei handelt es sich durchaus nicht um „antikes“ Essen, sondern um frische Leckereien. Sie werden vom Neustädter eska-Kaufhaus gespendet. Mit einem bisschen Glück kann ein Teil der Süßigkeiten gewonnen werden.
 
Und so geht es: An der Kasse erhält jeder Gast einen Teilnahmezettel. Wer die genaue Menge aller Süßigkeiten herausfindet, die in den Vitrinen liegen, notiert die richtige Anzahl auf dem Teilnahmezettel und gibt diesen wieder an der Kasse ab. Aus den richtigen Antworten werden 10 Gewinnerinnen bzw. Gewinner ausgelost, zwischen denen die Süßigkeiten gerecht aufgeteilt werden. Bei mehreren richtigen Lösungen entscheidet das Los. Sollten weniger richtige Lösungen abgegeben werden, zählen die mit, die jeweils am nächsten an der richtigen Menge liegen. Denn eins ist sicher: Keine Süßigkeit wird im zeipor bleiben. Pro Person darf ein Zettel abgegeben werden. Und wer zu Ostern nur einen Blick für die Süßigkeiten in den Vitrinen hat, kann später das zeipor noch einmal in Ruhe besuchen. Die Ostereiersuche findet am Ostersamstag von 10.30 Uhr bis 17.00 Uhr, am Ostersonntag und am Ostermontag jeweils von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr statt. Der Eintritt kostet 3,50 €, ermäßigt 2,50 €. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Weitere Informationen erteilt das zeittor unter 04561 619 305 oder 619 307.


Gesche Muchow

Zeittor-Förderverein zog beeindruckende Bilanz

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Besucherrekord im Zeittor-Museum.

Besucherrekord im Zeittor-Museum.

Neustadt. „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren knapp 155.000 Euro an Spenden eingeworben und 123.000 Euro sind davon als Förderung bereits an das Museum gegangen“. Diese beeindruckende Bilanz zog Kassenwart Stefan Frahm am vergangenen Montagabend bei der Mitgliederversammlung des Zeittor-Fördervereins im Hotel Holländersruh. Ein rundum stabiles, angenehmes und ausgeglichenes Vereinsjahr, so Frahm, was auch 1. Vorsitzender Ernst-August Petsch nur bestätigen konnten.
 
Stand das abgelaufene Vereinsjahr hauptsächlich in der Sichtung des erworbenen Nachlasses von Heimatforscher Johannes Hugo Koch und der Einrichtung einer Bibliothek sowie den Vorbereitungen zur 10 Jahres-Feier (der reporter berichtete), liegt der größte „Brocken an Arbeit“ noch vor dem Museum:
 
Die Einrichtung eines geeigneten Archivmagazins. „Das Archivgut unseres Museums lagert unterhalb des Horchturms und in einem Keller der Ameos Klinik und befindet sich in einem abenteuerlichen, wenn nicht gar katastrophalen Zustand“, mahnte der 1. Vorsitzende. Dabei gehöre der Fundus gar nicht dem Museum, sondern er sei lediglich beim Übergang der Museums-Trägerschaft vom Kreis Ostholstein auf die Stadt Neustadt in Neustadt belassen worden. „Die Stadt hat sich damals verpflichtet, für das Archiv Sorge zu tragen. Leider hat die Stadt noch keinen geeigneten Ort gefunden“, so Ernst-August Petsch, der nun vorschlug, dass sich der Förderverein aktiv in die Suche einklinken sollte: „Wir müssen dringend prüfen, was noch gerettet werden und wo man es fachgerecht einlagern kann“.
 
Das Museumsjahr 2016: Museumsleiter Dr. Frank Wilschewski wusste nur positive Zahlen zu berichten: „2015 war ein Rekordjahr mit knapp 11.000 Gästen“, bekannte Wilschewski. Doch auch 2016 sei mehr als erfolgreich gewesen, so der Museumsleiter. Zwar sei 2016 zunächst verhalten gestartet, da diverse Reparaturen ausgeführt werden mussten. Gleichwohl verzeichnete das Museum im abgelaufenen Jahr insgesamt 10.673 Besucher, von denen 2.883 Personen das museumspädagogische Angebot wahrgenommen haben. Hinzu kämen noch die „Schatzsucher“ (GPS-Schatzsuche), die man streng genommen auch als Museumsgäste zählen müsste und deren Zahl sich auf mindestens 1.128 Personen belief. Damit ergebe sich auch für 2016 ein Rekordwert von 11.801 Besuchern, so der Museumsleiter. (gm)


Gesche Muchow

„Ein Museum mit Herz und Seele“ zeiTTor-Museum feierte 10-jähriges Bestehen

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Neustadt. Seit 10 Jahren gibt es den Verein der Freunde und Förderer des Museums der Stadt Neustadt in Holstein. Dies nahm der 280 Mitglieder starke Verein am vergangenen Freitag zum Anlass, eine kleine Feierstunde mit seinen Mitgliedern und zahlreichen Ehrengästen abzuhalten. Vereinsvorsitzender Ernst-August Petsch bergrüßte die über 100 Anwesenden und erklärte gleichzeitig das zeiTTor-Museum wieder für eröffnet. In den vergangenen sieben Wochen wurde in den Räumlichkeiten eine heimatkundlichen Präsenzbibliothek eingerichtet, in die unter anderem der Nachlass des ehemaligen Museumsleiters und Heimatkundlers Johannes Hugo Koch integriert worden ist.
 
Bürgervorsteher Sönke Sela überbrachte die Grüße der Stadt und wagte einen Blick auf die Anfänge des Neustädter Museums, dessen Träger vorher der Kreis Ostholstein war.
 
Die Stadtverordneten hätten sich nach harten Diskussionen mit 19 zu 7 Stimmen für das Museum ausgesprochen und die Summe von 1.270.000 Euro für die Modernisierung des Gebäudes und die Umsetzung eines modernen Museumskonzeptes bereitgestellt. „Dr. Frank Wilschewski hat das Konzept vom Vitrinenmuseum zum Erlebnismuseum erstellt und das Projekt wie auch das Museum mit Herz und Seele gefüllt“, so der Bürgervorsteher. Gleichzeitig dankte er auch dem langjährigen Vorsitzenden Karl-Heinz Meyer, der für sein großes Engagement im Förderverein im vergangenen Jahr die Ehrennadel der Stadt Neustadt bekommen hatte. „Ziel der Aktivitäten des Vereins ist es, die Gegenwart aus der Vergangenheit zu verstehen und Vergangenes auch für die Zukunft zu bewahren“, lobte Sönke Sela. Auch Landrat Reinhard Sager freute sich über die enorme Wandlung, die das Museum mit der Übergabe an die Stadt Neustadt erlebt habe: „Das Museum hat sich zu einer bedeutenden kulturellen Einrichtung und einem regelrechten Publikumsmagneten entwickelt“. Ein Heimatmuseum zu unterhalten habe dabei nichts mit Rückwärtsgewandtheit zu tun, sondern sei in unserer schnelllebigen Zeit für viele Menschen, die ihre Wurzeln kennen wollen, unverzichtbar, bekräftigte der Landrat.
 
Bevor sich die Anwesenden die neue Bibliothek anschauen und einen exklusiven Museumsrundgang erleben durften, kam noch der Leiter der schleswig-holsteinischen Landesbibliothek, Dr. Jens Ahlers, zu Wort. Auch er fand lobende Worte für die bedeutenden Sammlungen des Museums sowie die hervorragende Arbeit von Museumsleiter Dr. Frank Wilschewski und des regen Fördervereins. Gleichzeitig mahnte er aber auch, diese bedeutenden Schätze nicht in ungeeigneten Depots dem Verfall auszusetzen, sondern so schnell wie möglich geeignete Aufbewahrungs- und Lagerräume zu schaffen, um die Sammlungen des zeiTTor-Museums zu erhalten und zu bewahren.
 
Neben Bürgervorsteher Sönke Sela überreichte auch Albert Haase als König der Neustädter Schützengilde einen großzügigen Scheck in Höhe von 500 Euro. (gm)


Simon Krüger

Herzlich willkommen im zeiTTor Museum!

Das zeiTTor ist ein modernes Museum mit Pfiff. Es zeigt das Leben der Menschen vor 7000 Jahren genauso wie vor 50 Jahren. Unser Motto ist: Aktion – Interaktion – Kommunikation. In jedem Raum gibt es Mitmachmöglichkeiten, Aktionsbereiche oder echte „Berührungspunkte". Vor allem unsere „Übrigenstexte" sorgen für einen unterhaltsamen Ausflug in die Vergangenheit. Das zeiTTor stillt den Wissensdurst und ist gleichzeitig der richtige Ort für spannende Freizeit. Wir freuen uns auf unsere Gäste. Das zeiTTor ist besonders für Familien geeignet. Deshalb ist es von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein als familienfreundliche Einrichtung zertifiziert worden. Der Eintritt ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren frei und selbstverständlich steht ein Wickeltisch zur Verfügung. Durch das zeiTTor gelangen Sie auch ins Cap-Arcona-Museum.
Zu unserem Fundus gehören außergewöhnliche archäologische Objekte von der spätmesolithischen Siedlungsstelle „Marienbad", von denen einige Alleinstellungsmerkmal aufweisen, archäologische Objekte von der Altsteinzeit bis zur Völkerwanderungszeit und Objekte aus der Neustädter Stadtgeschichte. Hinzu kommen Exponate aus dem Nachlass des Bänkelsängers Ernst Becker, u. a. Moritatentafeln des Neustädter Malers Adam Hölbing. Die Ausstellung vermittelt anhand der Exponate einen Einblick in den Alltag und in das Leben der Menschen von der Altsteinzeit bis heute. Sie ist nach modernen Gesichtspunkten aufgebaut und verfügt über klare thematische und visuelle Leitlinien. Außerdem sind unsere Texte leicht verständlich. Von besonderer Bedeutung sind unsere Aktionsbereiche, an denen z. B. vorgeschichtliche Arbeitstechniken ausprobiert werden können, und das museumspädagogische Angebot. Beide Aspekte schärfen das Profil des Museums und begründen seinen Ruf. Das zeiTTor Museam ist vom Museumsverband Schleswig-Holstein und hamburg e.V. und von der Tourismusagentur Schleswig-Holstein zertifiziert.


Vor dem Kemper Tor 1
23730 Neustadt
Deutschland

04561/619305
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zeittor@neustadt-holstein.de
www.zeittor-neustadt.de
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Öffnungszeiten: Ostern bis Oktober
Di. - Sa.: 10.30 - 17 Uhr
So. + Feiertage: 14 - 17 Uhr

November bis Ostern
Fr.: 15 - 17 Uhr
Sa. + So.: 14 - 16 Uhr
Kindergeburtstag
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Kindergeburtstag
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