Tourismus-Service Neustadt
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Marco Gruemmer

„Machen Sie was draus!“ - Minister Dr. Bernd Buchholz überreichte Förderbescheid in Pelzerhaken

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Übergabe des Förderbescheides: Ausschussvorsitzender Tourismus-Ausschuss Dirk Cremer, Bürgervorsteher Sönke Sela, Minister Dr. Bernd Buchholz, Vorstand Tourismus Agentur Lübecker Bucht André Rosinski, Bürgermeister Mirko Spieckermann und Werkleitung Tourismus-Service Stephan Reil (v. lks.).

Übergabe des Förderbescheides: Ausschussvorsitzender Tourismus-Ausschuss Dirk Cremer, Bürgervorsteher Sönke Sela, Minister Dr. Bernd Buchholz, Vorstand Tourismus Agentur Lübecker Bucht André Rosinski, Bürgermeister Mirko Spieckermann und Werkleitung Tourismus-Service Stephan Reil (v. lks.).

Pelzerhaken. Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit und Technologie und Tourismus Dr. Bernd Buchholz zeigte sich ortskundig. Früher sei er oft in Pelzerhaken gewesen. Vor diesem Hintergrund ist ihm der kräftige Aufschwung und die neu gewonnene Attraktivität des Ortes nicht verborgen geblieben. Am vergangenen Donnerstag überreichte er einen positiven Förderbescheid für den Umbau des Haus des Gastes. Das Bauvorhaben „Umgestaltung Haus des Gastes“ soll im Dezember starten und nach Möglichkeit im Spätsommer 2021 abgeschlossen sein.
 
Im Jahr 2018 wurde ein Antrag auf Förderung an die Investitionsbank Schleswig-Holstein gestellt. Die Umbaumaßnahme soll im Rahmen der interkommunalen Kooperation der LTO (Lokalen Tourismus-Organisation) Lübecker Bucht durchgeführt werden und fügt sich somit in die regionale Entwicklungsstrategie ein. Aus diesem Grund wurde eine Förderquote von 70 Prozent der tatsächlich entstehenden zuwendungsfähigen Ausgaben beantragt. Die geplanten Gesamtkosten betragen 1.283.214,32 Euro netto und die Fördersumme beläuft sich insgesamt auf 675.596 Euro.
 
Bürgermeister Mirko Spieckermann bedankte sich für die Bereitstellung der Fördersumme und versicherte, dass diese Investition sehr gut und nachhaltig investiert sei und Neustadt bei der Profilierung als Tourismusstandort weiter unterstützen werde. Auch Bürgervorsteher Sönke Sela und Tourismus-Ausschuss Vorsitzender Dirk Cremer, der dieses Antragsvorhaben durch die politischen Gremien begleitet hat, sind begeistert, dass es nun mit dem Umbau des Haus des Gastes losgehen kann.
 
„Die Bäder an Nord - und Ostsee sind im touristischen Wachstum begrenzt, wenn nicht der Weg zur Ganzjahres-Destination gesucht wird. Auch deshalb investiert das Land in Infrastruktur. Machen Sie was draus“, erklärte Minister Dr. Bernd Buchholz.
 
Hintergrund
 
Seit dem Jahr 1973 ist die Stadt Neustadt mit seinen Osteebädern Pelzerhaken und Rettin als Seebad anerkannt. Im Jahr 1992 wurde mit dem Haus des Gastes auf 829 Quadratmeter bebauter Fläche eine zentrale Auskunftsstelle gebaut, mit dem Ziel Kurgäste über Unterkunftsmöglichkeiten, Einrichtungen und Veranstaltungen zu informieren. Darüber hinaus erfolgt vom Haus des Gastes aus unter anderem auch die Betreuung der touristischen Infrastruktureinrichtungen durch den Tourismus-Service. Seitdem sind fast 30 Jahre vergangen und dieser Zeitraum hat zum einen Spuren am und im Gebäude hinterlassen, und zum anderen haben sich auch die Touristenströme und -bedürfnisse in den vergangenen Jahrzehnten sehr gewandelt. Auf diese veränderten Gästebedürfnisse kann am bestehenden Standort und mit der zur Verfügung stehenden Infrastruktur nicht optimal reagiert werden. Darüber hinaus hat Pelzerhaken in den vergangenen 10 Jahren eine enorme touristische Aufwertung erfahren. Straßen wurden saniert, die Promenaden erneuert und neue Ferienunterkünfte, Eigentums- und Mietwohnungen gebaut. Die Entwicklung des Ortes erfolgte abgestimmt, sodass sich die meisten Gebäude harmonisch in die Landschaft einfügen. Im Rahmen einer Ortsbildanalyse des Tourismusverbandes Schleswig-Holstein (TVSH) wurde beim Haus des Gastes in Pelzerhaken eine „veraltete Tourismusarchitektur“ diagnostiziert und skizziert, welchen Einfluss eine attraktive Ortsbildgestaltung für die Gästezufriedenheit hat. Auch das Thema Barrierefreiheit ist beim derzeitigen Haus des Gastes nur bedingt realisiert, denn der strandseitige Eingang ist zurzeit nicht barrierefrei.
 
„Auf der bestehenden Fläche soll eine bestmögliche, zeitgemäße Optimierung vorgenommen werden, es gibt keine Flächenerweiterung“, führte Stephan Reil aus. Die derzeitige Nutzung der Immobilie erfolgt durch den Eigentümer Eigenbetrieb Tourismus-Service Neustadt-Pelzerhaken-Rettin, der sich vor Ort um die Themen „Infrastruktur, Tourismusbeitrag und Badesicherheit“ kümmert und durch die Tourismus-Agentur Lübecker Bucht, die einen großen Teil der Räumlichkeiten für die Aufgabe der Gästeberatung und die Durchführung von Kinderbetreuungsangeboten und weiteren Veranstaltungen benötigt.
 
Künftige Nutzung des Haus des Gastes
 
Mit dem Umbau des Haus des Gastes verfolgt der Eigenbetrieb Tourismus-Service nicht nur eine Aufwertung des Standortes, es gilt auch die vorhandene Fläche optimal auszunutzen, den Möwe-Meier-Club zielgruppengerecht umzugestalten, Barrieren abzubauen und das Haus in einen serviceorientierten Erlebnis- und Begegnungsraum umzugestalten. Das umgestaltete Haus des Gastes wird somit zum touristischen Aushängeschild des Ortes, das Strahlkraft auf die ganze Umgebung hat. „Mit der Umgestaltung des Haus des Gastes in Pelzerhaken wird eine ansprechende und zeitgemäße Beratungssituation für die Gäste vor Ort geschaffen. Das moderne Ambiente spiegelt mit seinem lässigen und zugleich niveauvollen Design die Marke der Lübecker Bucht wider und sorgt für eine hohe Aufenthaltsqualität. Die Beratungssituation wird durch die neue Raumaufteilung deutlich verbessert und auch in puncto Nachhaltigkeit ist diese Umgestaltung ein Fortschritt“, erläuterte Vorstand André Rosinski.
 So ganz ohne Zukunfts-Wunsch aus Politik und Touristik konnte Dr. Bernd Buchholz die Heimreise allerdings nicht antreten. Auch die Seebrücke in Pelzerhaken ist deutlich in die Jahre gekommen. Hier empfahl der Minister, zeitig einen Antrag zu stellen. (red/mg)


Marlies Henke

Neue Dünenstege und barrierefreier Strandzugang eröffnet

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Mit gleich zwei fertiggestellten Bauprojekten ist der Tourismus-Service Neustadt-Pelzerhaken-Rettin in den Sommer gestartet. Am Strand von Pelzerhaken wurde am vergangenen Montagvormittag das Band zum neuen barrierefreien Steg durchschnitten. Direkt im Anschluss wurde in Neustadt Höhe Cap-Arcona-Weg der neue Dünensteg eingeweiht.
 
In den vergangenen Jahren hatte sich der Tourismusausschuss Neustadt für zwei umfangreiche bauliche Sanierungen im Strandbereich ausgesprochen. Zum einen ging es dabei um einen barrierefreien Strandzugang in Pelzerhaken. Zum anderen sollte der Dünensteg in Neustadt erneuert werden. Beide Projekte sind jetzt so gut wie fertig. Am vergangenen Montag fanden in einem kleinen Rahmen die offiziellen Einweihungen statt.
 
Barrierefrei am Strand entlang
Rechtzeitig zu den Sommerferien kann man jetzt mit Rollstuhl oder Kinderwagen entspannt am Stand entlang rollen. Zudem lädt eine große Plattform im Bereich des Hohen Ufers mit verschiedenen Ebenen zum Verweilen ein. Barrierefreie Rampen ersetzen die ehemaligen Treppen an der Plattform sowie zum Eschenweg. Beide Rampen sind mit einem mobilen, saisonalen Palettenweg verbunden. Das Material besteht aus langlebigen Kunststoffbohlen, die witterungsbeständiger und somit langlebiger und nachhaltiger als Holzbohlen sind. Tourismus-Ausschuss-Vorsitzender Dirk Cremer freute sich, dass man mit dieser saisonalen Variante einen Kompromiss mit allen Beteiligten gefunden hat. Im Jahr 2015 hatte die Bürgergemeinschaft Neustadt (BGN) im Tourismus-Ausschuss den Antrag gestellt, einen barrierefreien Strandzugang am Hohen Ufer zu errichten. Es wurden dann verschiedene Varianten für den Lückenschluss zwischen der Promenade und Höhe Eschenweg überprüft. Im Frühjahr letzten Jahres entstand eine genehmigungsfähige Variante. Im Mai starteten die Bauarbeiten.
 
Der barrierefreie Strandzugang wurde aus dem „Fonds Barrierefreiheit“ mit 70 Prozent vom Land gefördert. Das entspricht einer Fördersumme von 148.000 Euro. „In Schleswig-Holstein arbeiten wir kontinuierlich daran, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Dem Ministerpräsidenten ist dies ein besonderes Anliegen. Wir wollen allen Menschen die gleichen Chancen einräumen. Dazu gehört auch, dass die Mobilität im Alltag verbessert wird“, sagte Markus Küßner, Referatsleiter in der Staatskanzlei bei seinem Besuch in Pelzerhaken. Bürgermeister Mirko Spieckermann weiß, dass die Fördersumme nachhaltig investiert ist: „Mit der Eröffnung dieses Strandzugangs fallen endlich langjährige Barrieren weg. Für Menschen mit Behinderungen bedeutet dies eine erhebliche Erleichterung, um an den Strand zu kommen“. Auch Sylvia Lux-Wietstock als Neustadts ehrenamtliche Behindertenbeauftragte sowie die Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderung Edda Rahlf freuen sich, dass die Stadt an diesem Projekt festgehalten hat. Stephan Reil als stellvertretender Werkleiter bedankte sich bei allen Projektpartnern: „Ich bin froh, dass das Ergebnis passend zur Sommersaison fertiggestellt werden konnte.“ Er wies darauf hin, dass der saisonale 190 Meter lange Palettenweg in jedem Jahr neu errichtet werden und dass der Abbau bis Ende September erfolgen muss.
 
Neuer Dünensteg in Neustadt
In Höhe der Strandkiste (ehemals Ostseelounge) Richtung Pelzerhaken wurde der alte Dünensteg auf einer Länge von insgesamt 200 Metern komplett saniert. Hintergrund war, dass der alte Dünensteg marode geworden war. Das Sanierungsvorhaben vom Neustädter Dünensteg ist baugleich zu der Variante in Pelzerhaken. Die Fundamente bestehen aus stabilen Stahlbetonfertigteilen. Lauffläche und Stegoberfläche aus Kunststoffmaterial.
Das gesamte Investitionsvolumen beläuft sich auf eine Summe von 438.000 Euro. Bürgermeister Mirko Spieckermann freut sich, dass der Zeitplan dieses Bauvorhabens mit Einschränkungen eingehalten werden konnte. Ein Viertel der Sanierung stand aufgrund von Lieferengpässen am Montag noch aus. „Wir sind zuversichtlich, dass der komplette Bereich des Dünenstegs bis zur Einmündung des Meisenwegs nächste Woche fertiggestellt sein wird“, so der Bürgermeister.
Auch wenn die touristische Saison aufgrund der Corona-Pandemie nur mit „gezogenen Handbremsen“ erfolgte, tauchten viele Fragen zum Zeitpunkt der Sanierungsmaßnahmen auf. Die Antwort darauf, warum man zum Beispiel erst Mitte April mit den Sanierungsarbeiten begonnen hat, erklärte Stephan Reil: „Wir dürfen im Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 15. April aus Gründen des Naturschutzes keine Bauarbeiten am Strand vornehmen.“ (red/he)


Marlies Henke

Trotz Corona: Riesen-Adventskalender soll stattfinden

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Der Riesenadventskalender am Kremper Tor in Neustadt in Holstein.

Der Riesenadventskalender am Kremper Tor in Neustadt in Holstein.

Neustadt in Holstein. Der Riesen-Adventskalender am Kremper Tor erfreut seit 11 Jahren Groß und Klein. Diese winterliche Veranstaltung wurde jedes Mal mit viel Freude und großer Beteiligung durchgeführt. Veranstaltungsort ist das Kremper Tor, dessen Fenster im Advent in die 24 Türchen eines überdimensionierten Adventskalenders verwandelt werden. Hinter den Türchen mit den Nummern 1 bis 24 verbergen sich einzigartige Kunstwerke, die von Kindern und Jugendlichen gestaltet wurden. An der Gestaltung sind Kitas, Schulen, Kirchen, Vereine und weitere Institutionen beteiligt. Die Vorbereitungen für den Riesen-Adventskalender beginnen bereits im Sommer.
 
Knapp sechs Monate vor Weihnachten und eigentlich der ideale Zeitpunkt für erste Gespräche traf sich das Orga-Team des Riesen-Adventskalenders, um sich über die 12. Ausgabe des vorweihnachtlichen Events zu beraten. Denn wie bei allen anderen öffentlichen Veranstaltungen, ist auch der Riesen-Adventskalender von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Am 2. Juni hat das Land ein neues Veranstaltungsstufenkonzept beschlossen, dass ein stufenweises Zulassen unterschiedlicher Veranstaltungsformate vorsieht: www.schleswig-holstein.de/coronavirus-veranstaltungen.
 
Vor diesem Hintergrund und unter Beachtung der geltenden Vorschriften könnte der Riesen-Adventskalender 2020 mit Einschränkungen und unter Einhaltung der Regelungen und Hygienevorschriften durchgeführt werden – wenn auch anders. Da das Herzstück des Riesen-Adventskalenders die Bilder hinter den Türchen sind, wurden zunächst die beteiligten Einrichtungen dazu befragt. Ein erstes Stimmungsbild zeigt, dass viele Akteure auch in diesem Jahr an der schönen Tradition festhalten wollen und bereit sind, ein Türchen zu gestalten. Auf Basis dieser Zusagen wurde die Entscheidung vom Orga-Team getroffen, mit den Planungen zu beginnen und zu versuchen, den Riesen-Adventskalender umzusetzen. Weitere Informationen erteilt Stadtmarketing-Koordinatorin Andrea Brunhöber unter Tel. 04561/619-510. (red/he)


Das einheitliche Gesamtbild des BIS als Teil der städtischen Öffentlichkeitsarbeit trägt künftig mit zum Image der Stadt als Tourismusort bei und stärkt Neustadts Attraktivität als Einkaufsstandort. (Archivfoto)

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