

Neustadt „Was tun, wenn die Eltern älter werden - ja mehr noch: - wenn sie Pflege brauchen?“ Die Frage ist nicht neu, in Anbetracht des demografischen Wandels gewinnt sie derzeit zunehmend an Aktualität und an Brisanz. Da gilt es, nicht nur individuell nach Lösungen zu suchen, nein, auch in der öffentlichen Diskussion rücken die Themen „Pflege“, „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, „menschenwürdiges Altwerden und Sterben“ zunehmend ins Blickfeld.
In ihrem Buch „Zurück nach Hause - meine alten Eltern und ich“ schreibt die Autorin Dorothea Jöllenbeck darüber, wie sich das „Projekt Eltern“ für sie entwickelte und wie sie es bis zum Tod beider Eltern gestaltete. Nach der Erkrankung ihrer 78-jährigen Mutter kommt die damals in den USA lebende erwachsene Tochter zurück nach Deutschland, um die Eltern auf der letzten Lebensetappe zu begleiten.
Eine spannende Zeit der Wieder- und Neubegegnungen, aber auch der Krisen und des miteinander Ringens beginnt. Fünfundzwanzig Jahre ist sie aus dem Haus gewesen, mehr als sechs Jahre wird sie nun wieder mit den Eltern leben. Doch: Von Kümmern oder Pflegen kann erstmal nicht die Rede sein, denn Mutter Jöllenbeck blüht auf, wohl durch die Gegenwart der Tochter. „Zurück nach Hause“ ist die berührende Geschichte einer Familie, die sich ganz neu zusammenfindet. Und bis zuletzt bleibt Raum für Lebendigkeit und Unerwartetes.
Eine Lesung mit Dorothea Jöllenbeck findet am Mittwoch, dem 23. Oktober um 19 Uhr in den Räumen des Ambulanten Hospizdienstes, Am Holm 30, statt. (red)



