Gesche Muchow

Schnelle Hilfe für Kinder in Not - Ostholstein startet neuen Nothilfefonds

Landrat Timo Gaarz im Gespräch mit DKSB-Geschäftsführerin Kerstin Olschowsky (Mi.) und Fachbereichsleiterin Simone Tackenberg.

Landrat Timo Gaarz im Gespräch mit DKSB-Geschäftsführerin Kerstin Olschowsky (Mi.) und Fachbereichsleiterin Simone Tackenberg.

Bild: HFR

Ostholstein. Eine kaputte Waschmaschine, eine plötzliche Krankheit oder der Verlust des Arbeitsplatzes können Familien unvermittelt in finanzielle Not bringen. Für genau solche Situationen gibt es jetzt in Ostholstein schnelle Hilfe. Der Kreisverband des Kinderschutzbundes hat einen neuen Nothilfefonds für Kinder und Familien eingerichtet.

Initiiert wurde der Fonds von Landrat Timo Gaarz, der auch die Schirmherrschaft übernommen hat. Unterstützt wird das Projekt von der Sparkassenstiftung Ostholstein sowie der Bürgerstiftung Ostholstein. Begleitet wurde die Einrichtung außerdem vom Jugendhilfeausschuss des Kreises und dem Aktionsbündnis gegen Kinderarmut.

Schnelle und unbürokratische Hilfe

Ziel des Fonds ist es, schnell und unbürokratisch zu helfen, wenn reguläre Unterstützungssysteme nicht oder nicht rechtzeitig greifen. Mit Geld- oder Sachleistungen sollen akute Krisen abgefedert, soziale Teilhabe ermöglicht und die gesunde Entwicklung von Kindern gesichert werden. Die Hilfe ist ausdrücklich als punktuelle Unterstützung in besonderen Lebenslagen gedacht.

„Schnelligkeit, Unkompliziertheit und ein klarer Fokus auf das Kindeswohl stehen für mich im Mittelpunkt“, betont Landrat Gaarz. Zugleich könne der Fonds ein Türöffner sein, um Familien langfristig zu beraten und in bestehende Hilfesysteme zu begleiten.

Voraussetzungen für eine Förderung

Förderfähig sind Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr. Anträge können sowohl von Sorgeberechtigten als auch von Fachkräften gestellt werden, die mit den Familien professionell zusammenarbeiten. Voraussetzung ist ein Fachkraftgespräch, in dem Bedarf, Dringlichkeit und mögliche Alternativen geprüft und dokumentiert werden.

In der Regel sind Förderungen von bis zu 2.000 Euro pro Fall vorgesehen. In begründeten Einzelfällen sind auch höhere Beträge möglich. Die Unterstützung ist zeitlich auf maximal sechs Monate begrenzt und erfolgt überwiegend durch direkte Zahlungen an Einrichtungen oder Anbieter.

„Mit dem Nothilfefonds schaffen wir eine zusätzliche Möglichkeit, gezielt zu helfen und Kinder zu stärken“, sagt Kerstin Olschowsky, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Ostholstein.

Weitere Informationen zum Nothilfefonds gibt es beim Kinderschutzbund Ostholstein per E Mail an nothilfefonds@kinderschutzbund-oh.de

oder telefonisch unter 04561 5123 33.


Weitere Nachrichten aus Neustadt

UNTERNEHMEN DER REGION

Meistgelesen