

Neustadt in Holstein. Die Luft wird rau im Abstiegskampf: Die HSG Ostsee N/G liegt nach zwei Dritteln der Saison auf einem direkten Abstiegsplatz. Bei noch zehn verbleibenden Spielen wird die Situation zunehmend enger. Dennoch herrscht Zuversicht, denn die HSG hat weiterhin alles in der eigenen Hand - und drei enorm wichtige Spiele vor der Brust.
Den Auftakt macht das wichtige Heimspiel gegen die HG Hamburg-Barmbek mit dem ehemaligen HSG-Spieler Jan-Ove Litzenroth. Anwurf ist am Samstag, dem 21. Februar um 18.30 Uhr in der Neustädter Gogenkrog-Halle. Die neue sportliche Heimat Litzenroths überzeugt in dieser Saison mit Kampfgeist und Leidenschaft. Als Aufsteiger konnten die Hamburger bereits elf Punkte sammeln und sich in der Liga etablieren. Dennoch wird die Mannschaft von der Ostseeküste, mittlerweile einer der Dauerbrenner der 3. Liga, alles daransetzen, den Aufsteiger am kommenden Wochenende zu bezwingen. Dabei geht es auch um Wiedergutmachung für das Hinspiel, das deutlich mit 39:33 verloren ging, sowie um wichtige Punkte im direkten Vergleich. Im Fokus steht unter anderem Wirbelwind Mikel Geiger Gajate. In den vergangenen beiden Spielen gegen die Mannschaft aus dem Hamburger Stadtteil Barmbek wurde er jeweils rüde gefoult und fiel danach wochenlang verletzt aus - es bleibt also zu hoffen, dass es nicht zu einem traurigen Hattrick kommt.
Grippewelle dünnt den Kader aus
Die aktuelle und hartnäckige Grippewelle könnte dem Vorhaben der HSG Ostsee jedoch einen Strich durch die Rechnung machen. Das Trainerduo Mirko Spieckermann und Finn Meiners muss im Training derzeit krankheitsbedingt auf zahlreiche wichtige Akteure verzichten.
Dennoch gibt es leichte Entwarnung für das Wochenende, bei dem ein Großteil der Spieler einsatzbereit zu sein scheint. Wichtig wird vor allem die Belastungssteuerung sein, denn an den beiden darauffolgenden Spieltagen warten mit der wiedererstarkten Leipziger Reserve sowie dem SV 04 Plauen-Oberlosa zwei weitere schwere Aufgaben auf die HSG.
Kaderplanung schreitet unabhängig von der Ligazugehörigkeit voran
„Wir werden wie gewohnt intern Ruhe bewahren und arbeiten unnachgiebig daran, in der nächsten Saison einen Kader auf die Platte zu schicken, der geeignet sein wird, unsere Ziele in der jeweiligen Liga zu erreichen. Ich möchte weiter betonen, dass wir maximales Vertrauen in unsere Mannschaft und das Trainerteam haben und bis zuletzt an den Klassenerhalt glauben. Dennoch wäre es fahrlässig, sich nicht auch auf den Fall eines Abstiegs vorzubereiten - was wir ohnehin jedes Jahr tun. Wie üblich werden wir mit den Verkündungen für den neuen Kader zur gewohnten Zeit beginnen. Ich kann jedoch schon jetzt sagen, dass unser Projekt weitergehen wird und nicht von der Ligazugehörigkeit abhängt. Uns wird es auch in der kommenden Saison geben, und wir werden weiterhin im Rahmen unserer Möglichkeiten maximal ambitioniert arbeiten“, so Johann Plate, Geschäftsführer der Spielbetriebsgesellschaft.



