Marco Gruemmer

Flutkatastrophe: Wer plant eine Hilfsaktion?

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Erst wenn die Wassermassen abklingen und die Pegelstände sinken, wird das ganze Ausmaß der Katastrophe zu sehen sein.

Erst wenn die Wassermassen abklingen und die Pegelstände sinken, wird das ganze Ausmaß der Katastrophe zu sehen sein.

Neustadt. Während sich die Wetterlage bei uns im Norden sonnig und trocken zeigt, hat die verheerende Flutkatastrophe in Teilen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern unfassbares Leid angerichtet. Ganze Landstriche und Dörfer wurden von den Wassermassen zerstört, über 160 Menschen haben ihr Leben verloren. Hilfsorganisationen wie Feuerwehr, THW und DRK sind im Dauereinsatz. Viele Mitbürger*innen stehen vor dem Nichts, vielfach sind Existenzen bedroht. Auch wenn die Politik schnelle finanzielle Hilfen angekündigt hat (Bund und Länder planen 400 Millionen Euro Soforthilfe), braucht es nun eine Welle der Solidarität. Dabei ist jede Art von Hilfe gefragt: Hilfsmittel, Lebensmittel oder einfach Geld. (mg)
 
Sie planen eine Hilfsaktion vor Ort? Lassen Sie es uns wissen!
 
Die Hilfs- und Spendenbereitschaft ist auch im reporter-Leserkreis erfreulich hoch. Egal, ob ein aufgestelltes Sparschwein in der Firma oder das private Sammeln von Sachgütern, bitte teilen Sie uns Ihre Idee zur seriösen Hilfe mit und senden Sie eine Mail an redaktion@der-reporter.de. Der reporter sammelt die Ideen und wird diese dann für alle Leserinnen und Leser kostenlos veröffentlichen.
 
So hilft der Norden:
 
Jugendfeuerwehr Riepsdorf: Die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Riepsdorf ist in den nächsten Tagen in der Gemeinde Riepsdorf mit einer Sammelaktion für die Flutopfer unterwegs. „Wir wollen helfen, da es auch viele Kameradinnen und Kameraden der Jugendfeuerwehr getroffen hat. Gemeinsam sind wir stark“, erklärte Jugendfeuerwehrwart Matthias Gradert.
 
Kreis Ostholstein: Landrat Reinhard Sager verabschiedete gemeinsam mit der Kreiswehrführung in Lensahn die ersten Feuerwehrkräfte im Rahmen des Hilfeleistungsangebotes des Landes Schleswig-Holstein. Als erste Einheit wurden Mitglieder der technischen Einsatzleitung des Kreises Ostholstein zur Unterstützung der Einsatzkräfte für die Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz in Marsch gesetzt. Die Kameraden bilden zusammen mit Einsatzkräften der Berufsfeuerwehren Lübeck und Kiel den mobilen Führungsstab des Landes Schleswig-Holstein. „Weitere Feuerwehreinheiten des Kreises Ostholstein stehen im Rahmen des Hilfeangebotes bereits in Bereitschaft. Hierzu gehören unzer anderem die Feuerwehren der 8. Feuerwehrbereitschaft mit dem 3. Zug der 4. Feuerwehrbereitschaft des Kreisfeuerwehrverbandes“, so Sager. Unklar sei allerdings zurzeit noch, ob und wann diese Einsatzkräfte benötigt würden. Dies werde derzeit durch die Einsatzstäbe bei Land und Bund zusammen mit dem Land Rheinland-Pfalz abgestimmt.
 
Gosch-Hotel Grömitz: Familie Fritz Gosch und das Hotelteam laden zu gegebener Zeit (zum Beispiel ab Spätsommer, Herbst, Winter) sehr gerne 30 bis 40 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu einem Erholungsurlaub nach Grömitz ein.
 
Friseurin Moni Palkowski: Moni Palkowski besorgt und verteilt Spardosen in den Geschäften in der Innenstadt, um auf schnellem Wege Spenden zu sammeln. Ende August sammelt sie die Spardosen wieder ein und lässt das gesammelte Geld dem DRK (Deutschen Roten Kreuz) für die Hochwasserhilfe zukommen. Geschäftsinhaber können sich gerne bei Moni Palkowski bis zum 30. Juli unter info@moni-palkowski.de, Betreff: Spardosen Hilfsaktion, melden.
 
Haase: Am 25. Juli findet im LUV Shopping-Center ein verkaufsoffener Sonntag statt. Die Firma Haase, die dort mit einer Filiale ansässig ist, grillt 1.000 Würstchen, die für jeweils einen Euro verkauft werden. Die Würstchen wurden von Edeka und Ikea gespendet. Der Erlös von bis zu 1.000 Euro soll komplett für die Unterstützung der Hochwasserhilfe gespendet werden.
 
eska Kaufhaus: Im eska-Kaufhaus stehen Spardosen an den Kassen. Das gesammelte Geld wird an die Stiftung THW (Technisches Hilfs Werk) mit dem Stichwort „Hochwasser“ überwiesen.
 
„Neustadt tritt in die Pedale“: Am Donnerstag, dem 29. Juli findet eine Fahrradtour zur Unterstützung der Betroffenen der Flutkatastrophe in der Eifel statt. Beginn ist um 18 Uhr und der Treffpunkt ist der Neustädter Marktplatz. Die Startgebühr von 10 Euro wird komplett gespendet. Die Radroute geht circa 20 Kilometer unter der Leitung zertifizierter Radguides, Jeder mit verkehrssicherem Rad kann teilnehmen.
 
Tierheilpraxis Glauflügel: Alle, die eine Beratung für traumatisierte Tiere in dieser Situation / aus diesem Gebiet benötigen, können diese kostenfrei per Mail unter tierheilpraxis.glaufluegel@gmail.com, unter Tel. 0172/4336650 (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr) oder per online-Konferenz in Anspruch nehmen. (mg/ko)


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