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Gymnasium: Sanierung oder Neubau?

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Das Küstengymnasium ist derzeit unter anderem nicht barrierefrei und renovierungsbedürftig. Marode sei es aber keinesfalls, so Schulleiter Karsten Kilian.

Das Küstengymnasium ist derzeit unter anderem nicht barrierefrei und renovierungsbedürftig. Marode sei es aber keinesfalls, so Schulleiter Karsten Kilian.

Neustadt. Nachdem in den letzten Wochen in Neustadt vermehrt eine mögliche Standortverlegung des Küstengymnasiums (KGN) vom Butzhorn/Heisterbusch in das Neubaugebiet am Lübschen Mühlenberg thematisiert worden war (der reporter berichtete), haben die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, BGN und Bündnis 90/Die Grünen nun eine gemeinsame Erklärung zu diesem Thema veröffentlicht: „Uns ist es wichtig, zu betonen, dass der gemeinsam mit Schule und Verwaltung eingeschlagene Weg in Sache und Verfahren weiterhin Gültigkeit hat“, so die vier Fraktionsvorsitzenden. Dieser Weg sehe als nächstes eine zeitnahe Entscheidung der Stadtverordneten über entweder einen Neubau oder eine Sanierung/Erweiterung der Schule vor – beides am Standort Butzhorn.
 
„Weil jedoch das finanzielle Engagement eine erhebliche und langfristige Belastung für unsere Stadt bedeutet, ist jeder Plan im Kern abhängig von Fördermitteln, die vom Land, aber auch von einer neuen Bundesregierung bereitgestellt werden könnten. Hier fehlen noch grundlegende Sachinformationen, damit entschieden werden kann“, heißt es in der Erklärung weiter.
 
Die Frage nach einer Standortverlegung könnte erst im Anschluss an diese Entscheidung gestellt werden. Sie würde dann zum gegebenen Zeitpunkt und unter ausführlicher Beteiligung der Schule und gegebenenfalls anderer Interessengruppen bearbeitet werden. „Unser gemeinsames Ziel ist es, unserem Gymnasium einen attraktiven, modernen und zukunftsfähigen Baukörper zu geben und diesen Teil des Bildungsstandorts Neustadt auf diese Weise nachhaltig auszubauen und zu stärken.
 
Indem wir ein zielgerichtetes, gemeinsames und nachvollziehbares Verfahren sicherstellen, wird dieses für die Zukunft Neustadts ausgesprochen wichtige Projekt zu einem Erfolg für alle“, so Sebastian Schmidt (CDU), Norbert Kahl (SPD), Clemens Reichert (BGN) und Dr. Michael Böckenhauer (B´90/Die Grünen) abschließend.
 
Schulleiter Karsten Kilian begrüßt auf Nachfrage des reporters diese eindeutigen Worte der Stadtverordneten: „Ich bin der Politik sehr dankbar, dass sie in diese Diskussion wieder Ruhe hineinbringt“. Nur so könne man sich auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich darauf, dass sich die Stadt darum kümmern möchte, dass unser sehr gutes Gymnasium einen zukunftsfähigen und modernen Baukörper bekommen soll, so Kilian. „Damit hätten wir dann DAS Gymnasium der Region“, prognostiziert der Schulleiter. (gm)


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