Kristina Kolbe

Kellenhusen hat eine Schützenkönigin

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Kellenhusen. Im Jahr 2019 fand das letzte Vogelschießen der Freiwilligen Feuerwehr Kellenhusen statt, was den bis dato amtierenden König Kai Peter Liedtke wohl zur längsten Trägerschaft der Königswürde in der Geschichte des Vogelschießens der Freiwilligen Feuerwehr Kellenhusen verhalf. Kleiner Wehrmutstropfen: Es fanden in den drei Jahren auch keine Veranstaltungen statt. Umso glücklicher waren alle Anwesenden, nun endlich wieder diese traditionelle Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

 

In den drei Jahren sei viel passiert, berichtete Wehrführer Hans-Werner Landschoof bei seiner Festrede vor dem traditionellen Königsfrühstück.

 

„Ich habe lang überlegt, was man nach dieser langen Pause sagen soll. Es gibt zur Zeit viel Negatives. Ich wünsche mir für den heutigen Tag einfach, dass wir gemeinsam ein paar fröhliche Stunden verbringen und gemeinsam feiern können“, so der Wehrführer. Auch nutzte er die Gelegenheit, um Bürgermeisterin Nicole Kohlert noch einmal auf den Zustand des Feuerwehrgerätehauses hinzuweisen und äußerte den Wunsch, dass dem von der Gemeindevertretung bereits vor zwei Jahren festgestellten „Handlungsbedarf“ nun auch möglichst bald Taten folgen sollen.

 

Außerdem gedachten die Anwesenden unter anderem dem im Dezember verstorbenen Walter Müller, der in den vergangenen 54 Jahren den Holzvogel gebaut hatte. Diese Aufgabe hat nun Sven Katturkat übernommen. In knapp drei Wochen Arbeitszeit hat er den Holzvogel ausgesägt, zusammengesetzt, angestrichen und mit Landeswappen versehen. Herausgekommen ist ein echtes Schmuckstück, das am vergangenen Samstag von insgesamt 70 Schützen, zu Fall gebracht werden wollte. Für jedes Teil, was heruntergeholt wurde, gab es übrigens Gutscheine der Kellenhusener Geschäfte. Noch circa die Hälfte aller Schützen hatte es schließlich auf den Rumpf des Vogels abgesehen und stellte sich dem Kampf um die Königswürde. Die zukünftige Königin darf dann im nächsten Jahr den Holzvogel taufen. In diesem Jahr wurde diese Ehre Kai Peter Liedke zuteil, der den Vorschlag seines Sohnes übernahm und den Vogel auf den symbolträchtigen Namen „Hans Holzfäller“ taufte. Aus 15 Meter Entfernung landeten die Teilnehmer viele Treffer mit dem Kleinkaliber, bevor Julia Witt, eine echte Kellenhusener Deern, den entscheidenen Schuss setzte. Damit ist sie neue Schützenkönigin von Kellenhusen. (ko)


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