Kristina Kolbe

Kranzniederlegung zum Volkstrauertag

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Neustadt. Wie auch in vielen anderen Orten fanden anlässlich des Volkstrauertages in Neustadt am vergangenen Sonntag verschiedene Gedenkfeierlichkeiten statt. Nach den Kranzniederlegungen auf dem Cap-Arcona-Ehrenfriedhof, dem Soldatenfriedhof und dem jüdischen Friedhof und im Anschluss an die Gottesdienste traf man gegen Mittag am Ehrenmal am Heisterbusch ein, um den Opfern von Gewalt und Krieg zu gedenken.
 
Hans-Peter Hopp, Schulleiter der Schule am Rosengarten, fand bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal am Heisterbusch bewegende Worte. Er erinnerte an die über 65 Millionen Opfer der beiden verheerenden Weltkriege und gedachte der Opfer von Rassenwahn, Kriegen, Bürgerkriegen, Fanatismus, Terrorismus und politischer Verfolgung auf der ganzen Welt. „Hinter dieser riesigen Zahl stehen einzelne Opfer. Der Verlust von Vater, Mutter, Bruder, Schwester, des besten Freundes, aber auch der Verlust von Zuhause und Heimat“, so Hopp. Und jeder im Krieg gefallene Soldat, jeder verhungerte Flüchtling, jeder, der ermordet wurde, jedes Opfer einer bösen Politik übertrage uns die Verantwortung von Zivilcourage und Toleranz. Friedensarbeit sei der Auftrag an uns, erklärte Hopp weiter.
 
„Wir brauchen Gedenkorte, wie wir sie hier in Neustadt bewahren, gerade auch im Hinblick darauf, dass es nur noch wenige Zeitzeugen gibt.“
 
Im Bezug auf seine unterrichtende Tätigkeit betonte er, wie wichtig es sei, sich lernend mit der Geschichte auseinander zu setzen. Die Wanderausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“  oder die Sonderausstellung „Überlebensberichte von Josef Jakubowicz“ im zeiTTor (der reporter berichtete), haben hierzu einen wichtigen Beitrag geleistet. Und wir können noch mehr tun, als uns mit der Geschichte auseinandersetzen: „Wir sind für diese Welt mitverantwortlich und es fängt im Kleinen an. Wer den Frieden in seiner kleinen Welt fördert, der fördert den Frieden in der großen Welt“, erklärte Hopp abschließend. (ko)


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