Ines Rosenow

SWNH haben neue Nahwärmzentrale in Betrieb genommen

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Projektleiter Thomas Anthoni, Vertriebsleiter Dirk Heckmann und Bürgermeister Mirko Spieckermann (v. re.) setzen auf nachhaltige und unabhängige Energieversorgung.

Projektleiter Thomas Anthoni, Vertriebsleiter Dirk Heckmann und Bürgermeister Mirko Spieckermann (v. re.) setzen auf nachhaltige und unabhängige Energieversorgung.

Bio-Gas für Lübschen Mühlenberg

 

Neustadt in Holstein. Es ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger und unabhängiger Energieversorgung, die aus der Region kommt: Die Stadtwerke Neustadt in Holstein (SWNH) versorgen jetzt auch das Neubaugebiet Lübscher Mühlenberg sowie Teile des Westpreußenrings und der Oldenburger Straße mit Nahwärme. Das Besondere an dieser Wärme ist, dass sie aus Biomethan gewonnen wird. Eine Abhängigkeit von russischem Gas fällt damit weg - zudem ist Biomethan als Produkt aus Biomasse stets regional verfügbar und nachhaltig.

 

 

„Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind für die Stadt Neustadt wichtige Themen. Mit der neuen Energiezentrale am Lübschen Mühlenberg erfüllen die Stadtwerke Neustadt in Holstein als unser Eigenbetrieb diese Herausforderungen durch innovative Ideen mit Leben“, so Bürgermeister Mirko Spieckermann am vergangenen Montag zur offiziellen Inbetriebnahme des kleinen Blockheizkraftwerks (BHKW). Hier wird emissionsarm neben elektrischer Energie (Strom) auch Wärme erzeugt, was die Effizienz deutlich erhöht. „250 Kilowatt Strom und 400 Kilowatt Wärmeleistung schafft dieses BHKW. Die Wärme kann zudem gespeichert und später abgerufen werden“, erläutert SWNH-Projektleiter Thomas Anthoni.

 

 

Typisch für Nahwärme sind kurze Transportwege. Jedes Gebiet, welches mit Nahwärme versorgt wird, erhält daher eine eigene Wärmezentrale. Die am Lübschen Mühlenberg versorgt bereits 30 Wohneinheiten städtischer Sozialwohnungen, 16 Reihenhäuser, vier Mehrfamilienhäuser sowie den Kindergarten „Jona“ und die Kindertagesstätte „Lümü“. Geplant ist, mindestens 20 weitere Mehrfamilienhäuser sowie 21 weitere Reihenhäuser anzuschließen.

 

 

„Wir wollen unseren Kundinnen und Kunden eine nachhaltige und bezahlbare Wärmeversorgung anbieten. Das stellen wir durch eine langfristige Sicherung des Biomethanbezugs sicher und leisten damit gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Stadt“, bestätigte SWNH-Vertriebsleiter Dirk Heckmann. Weitere Vorteile bei Nutzung der Nahwärme: Heizkessel, Öltank und Co. sind ebenso überflüssig wie deren Wartung und Reparatur. Durch die platzsparende Übergabestation im Keller gewinnt man also Raum für andere Dinge. (ab/red)


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