Marco Gruemmer

"Wir brauchen eine perspektivische Entwicklung"

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Christian Friedrich und Stefanie Friedrich-Suhr sind die Initiatoren der Unterschriften-Aktion. Ihr Ziel ist die Realisierung eines Bürgerentscheides.

Christian Friedrich und Stefanie Friedrich-Suhr sind die Initiatoren der Unterschriften-Aktion. Ihr Ziel ist die Realisierung eines Bürgerentscheides.

Dahme. Lange Zeit war es still um das angestrebte Bürgerbegehren um die Zukunft des Haus des Gastes in Dahme (der reporter berichtete). Dabei hatte den Initiatoren Stefanie Friedrich-Suhr und Christian Friedrich nicht nur Corona einen Strich durch die Rechnung und eine schnelle Umsetzung gemacht.
 
Nach dem ersten coronabedingten Lockdown nahm das Vorhaben schnell wieder Fahrt auf. Nach einem Gespräch mit der Kommunalaufsicht und der Klärung hinsichtlich der Fragestellung folgten weitere Abstimmungen mit dem zuständigen Ministerium in Kiel und der Verwaltung in Grömitz. Als man das Go erhielt, wurden Listen erstellt und ausgelegt. Doch trotz der Prüfung durch drei Behörden, stellte sich in der Fragestellung ein rechtlicher Formfehler heraus. Die Listen mussten wieder eingesammelt werden, das Prozedere begann von vorne. Für Stefanie Friedrich-Suhr und Christian Friedrich jedoch kein Grund, die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen.
 
„Wir hoffen weiterhin, mit dem Hotelprojekt in der Strandstraße und dem Verkauf des Haus des Gastes, das dem Hotel als öffentlicher Gastronomiestandort dienen könnte, den Beginn einer perspektivischen Entwicklung anzukurbeln. Hierzu zählen auch die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen durch das angestrebte Projekt. Der Ort muss zukunftsfähig sein. Dies auch vor dem Hintergrund, dass trotz 10 Jahren Leerstand bis heute kein schlüssiges Konzept für das Haus des Gastes vorliegt“, erklären die Impulsgeber und betonen, dass sie mit ihrer Initiative in keinster Weise persönliche Interessen verfolgen. Vielmehr habe man nach der damaligen Entscheidung der Gemeindevertretung, das Haus des Gastes nicht verkaufen zu wollen, die Stimmung im Ostseebad eingefangen und sei nach vielen Gesprächen, in denen seitens der Bürger*innen Unverständnis geäußert wurde, zu dem Entschluss gekommen, die Möglichkeit eines Bürgerentscheides zu prüfen. Noch habe man allerdings auch die Hoffnung nicht aufgegeben, mit der Politik an einen Tisch zu kommen.
 „Die Bürger sollen die Gelegenheit bekommen, Pro und Contra abzuwägen“, erklärt Stefanie Friedrich-Suhr in einem Gespräch mit dem reporter. Um einen möglichen Bürgerentscheid durchführen zu können, sind rund 300 Unterschriften nötig. Dabei möchte sie mit Unterstützung ihres Mannes ab Freitag, dem 4. Dezember im Ort von Tür zu Tür gehen. Zusätzliche Unterschriftenlisten liegen an der Tankstelle aus. (mg)


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