Alexander Baltz

„Phantastische und außergewöhnliche Ausstellung“ - Open Air-Gottesdienst mit „Besuchern“ aus Holz lockte an die St. Jürgen Kirche

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Grube. Es war ein ganz besonderer Freiluft-Gottesdient, zu dem die evangelische Kirchengemeinde Grube am vergangenen Sonntag geladen hatte. Der Gottesdienst auf der Wiese zwischen Gemeindehaus und St. Jürgen Kirche war nämlich gleichzeitig der Startschuss für das Ausstellungsprojekt „Ecce Homo - Siehe, der Mensch“ von Bildhauer Stephan Guber aus Hessen, dessen aktuell 16 Holzfiguren sich seit 2014 auf einer Wanderausstellung befinden und nun noch bis Ende Oktober auf dem Kirchengelände und in der Kirche zu sehen sind (der reporter berichtete).
 
Angefangen mit dem Projekt habe er 2012, so Guber, der die Figuren aus Pappel- oder Eichenholz realen Menschen nachempfindet. Je nach Ausstellungsort habe diese Figuren eine andere Bedeutung. Für die Kirchengemeinde Grube sollen die Figuren von ihren Sorgen und Nöten aus der Coronazeit berichten. Speziell dafür gibt es für jede Figur einen Paten, der oder die sich Gedanken zu diesem Thema gemacht hat, die Besucher auf einem der Figur beigelegten Infozettel nachlesen können.
 
Durch den gemeinsamen Gottestdienst mit dem Künstler Stephan Guber, dem Tourismus-Service, den Gruber Pfadfindern, dem Förderverein zum Erhalt der St. Jürgen Kirche und zahlreichen Besuchern führte Propst Dirk Süssenbach. In ihrem Grußwort bezeichnete Bürgermeisterin Kirsten Sköries (selbst Patin einer Figur) die Ausstellung als phantasievoll und besonders. „Grube punktet bei Gästen und Einheimischen mit außergewöhnlichen Kunst- und Kulturobjekten. Im Namen der Gemeinde bedanke ich mich besonders beim Tourismus-Service und der Kirchengemeinde für die Verwirklichung dieser Ausstellung.“
 
Am Ende konnte die Bürgermeisterin sogar noch eine frohe Botschaft verkünden, denn zwei der 16 Figuren sollen dauerhaft ihren Platz in der Kirche behalten dürfen, um an das Corona-Jahr 2020 zu erinnern. Der Verbleib einer Figur ist durch Unterstützung vom Förderverein bereits gesichert, für den Verbleib der zweiten Figur wurde vor Ort eine Kollekte unter den Besuchern des Gottesdienstes durchgeführt. Aber auch hier werde sich der Vorstand des Fördervereins finanziell beteiligen. (ab)


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