Seitenlogo
reporter Neustadt

Ausstellung „Die Sturmflut A. D. 1872“ - mit heutigen Bezügen

Die Sturmflut-Ausstellung kann in den Räumlichkeiten Am Ring 1 besichtigt werden.

Die Sturmflut-Ausstellung kann in den Räumlichkeiten Am Ring 1 besichtigt werden.

Bild: hfr

Kellenhusen. Der letzte Oktober hat es gezeigt: Sturmfluten sind zu allen Zeiten ein Thema. Der Tourismus-Service Kellenhusen zeigt in einer Ausstellung daher Bilder und Dokumentationen der Sturmflut von 1872, die durch Bilder des Hochwassers von 2023 ergänzt werden. Zu letzterem werden noch Fotos gesucht. Ferner baut der Tourismus-Service seine Führungen zum Thema Küstenschutz aus.

Seit März sind die Räume der ehemaligen Sparkasse Am Ring 1 in Kellenhusen durch den Auszug des Ladengeschäftes des „Küstenflitzers“ verlassen. Um aber Leerstand in der Ortsmitte zu vermeiden, wurde der gläserne Ausstellungsraum vorübergehend vom Tourismus-Service Kellenhusen angemietet.

Dort ist nun die Ausstellung „Sturmflut A. D. 1872“ aufgebaut. Sie wurde vor zwei Jahren, zum Jahrestag der Katastrophe, vom Verein für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz e. V. erworben. Auf 22 Schautafeln wird die bislang umfassendste Darstellung der damaligen Ereignisse gezeigt. Sie enthält historische Zeichnungen, Illustrationen, Fotos sowie Augenzeugenberichte, Tagebucheintragungen und Dokumente.

Ergänzt werden soll die aktuelle Ausstellung durch eine Bilddokumentation der Sturmflut vom 21. Oktober 2023. Hier bittet der Tourismus-Service Kellenhusen um Hilfe: „Wir freuen uns über gutes Bildmaterial der letzten Sturmflut, das wir dann den Gästen zeigen können“, sagt Tourismusleiter Raymond Kiesbye und ergänzt, dass insbesondere Bilder des Sturmflut-Tages hilfreich wären. Die Bilder können per E-Mail mit dem Betreff „Sturmflut-Fotos“ an marketing@kellenhusen.de gesendet werden.

Im Sommer hat der Tourismus-Service Kellenhusen weitere Veranstaltungen zum Thema Sturmflut und Küstenschutz geplant. Das Sturmhochwasser habe wieder einmal gezeigt, wie wichtig der Küstenschutz für die Ostseeorte ist. Das gelte mehr denn je, weil der Klimawandel den Meeresspiegel steigen lässt und mit heftigeren Stürmen gerechnet werde. „Wir freuen uns sehr darüber, den ehemaligen Fachbereichsleiter des LKN, Herrn Wolfgang Jensen für Führungen und Vorträge gewonnen zu haben“, ergänzt Kiesbye.

Ab dem 7. Juni ist die Ausstellung „Die Sturmflut A. D. 1872“ in den Räumlichkeiten Am Ring 1 täglich geöffnet. Der Eintritt ist frei. (red)


Weitere Nachrichten aus Neustadt in Holstein

UNTERNEHMEN DER REGION

Meistgelesen