Gesche Muchow

Corona: In den Laden mit Termin?

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Nach den Grundschulen öffnen ab dem 1. März in Schleswig-Holstein nun auch unter anderem Friseure und Gärtnereien.

Nach den Grundschulen öffnen ab dem 1. März in Schleswig-Holstein nun auch unter anderem Friseure und Gärtnereien.

Foto: Gesche Muchow

Kiel. Im schleswig-holsteinischen Landtag informierte Ministerpräsident Daniel Günther am heutigen Freitag (26. Februar) über die weiteren geplanten Öffnungsschritte in Schleswig-Holstein.
 
Wie bereits bekannt ist, können ab dem 1. März folgende Bereiche wieder öffnen:
 
• Elementare körpernahe Dienstleistungen (Friseursalons und Nagelstudios)
 
• Blumenläden, Gärtnereien und Gartenbaucenter (auch räumlich getrennte Gartenabteilungen von Baumärkten)
 
• Sportanlagen für den Individualsport (keine Schwimm- und Spaßbäder), keine Zuschauer erlaubt
 
• Außenbereiche von Tierparks, Wildparks, Aquarien, Angelteichen und Zoos (Begrenzung der Besucherzahl auf eine Person à 20 Quadratmeter)
 
• Prüfungen für zwingend erforderliche berufliche Qualifizierungen sind wieder möglich, sofern eine Online-Prüfung stattfinden kann.
 
Keine Öffnungen in den Hochinzidenzgebieten
Diese Öffnungen gelten nicht für Hochinzidenz-Gebiete. Wie die Landesregierung mitteilte, sei man angesichts des hohen Infektionsgeschehens im nördlichen Landesteil mit der Stadt Flensburg im Gespräch über die Fortsetzung der bisherigen Regelungen. Gleiches gelte für das unmittelbare Flensburger Umland im Kreis Schleswig-Flensburg.
 
Terminshopping im Einzelhandel
Außerdem stellte der Ministerpräsident in seiner Ansprache im Landtag weitere Öffnungen in Aussicht. Konkrete Informationen wird es hierzu jedoch erst nach der Bund-Länder-Konferenz am 3. März geben.
 
Läuft es nach dem Willen der Landesregierung gibt es weitere Lockerungen für den Einzelhandel. Mindestens das sogenannte Click&Meet-Terminshopping soll dem Einzelhandel weitere Öffnungen ermöglichen. Dabei können die Mitglieder eines Hausstandes bei einem Geschäft einen Termin ausmachen und dann den Laden zur Beratung und zum Einkauf betreten. Derzeit gibt es nur das sogenannte Click&Collect, bei dem man eine vorher telefonisch oder online bestellte konkrete Ware abholen kann.
 
Weitere Öffnungsschritte nach dem 1. März könnten sein:
• Einzelhandel darf wieder öffnen, mindestens Terminshopping
 
• Kontaktbeschränkungen lockern: Treffen von zwei Hausständen und mehr Personen im Außenbereich zulassen
 
• Weitere Klassen (zunächst die 5. und 6. Klassen) wieder in den Präsenz- bzw. Wechselunterricht holen
 
• Kindersport mit festen Gruppen von maximal 10 Personen erlauben
 
• Jugendtreffs o. ä. Institutionen sollen mit festen Gruppen wieder öffnen dürfen
 
Grundlage für die weiteren Öffnungen sei immer der schleswig-holsteinische Stufenplan und der Stufenplan des Robert Koch-Instituts, so Günther. Diese nehmen für die Öffnungsschritte die 7-Tage-Inzidenz zur Grundlage, weshalb es nach wie vor bei den Öffnungsschritten regionale Unterschiede geben könne. (gm)


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