Marco Gruemmer
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„Den letzten Strohhalm greifen“ - Einstimmig: Schönwalde sagt Ja zum Radweg

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Der längere Abschnitt des sieben Kilometer langen Radweges liegt auf Schönwalder Gebiet, die Kosten werden jedoch brüderlich mit Lensahn geteilt.

Der längere Abschnitt des sieben Kilometer langen Radweges liegt auf Schönwalder Gebiet, die Kosten werden jedoch brüderlich mit Lensahn geteilt.

Schönwalde. „Ich kann keine kostenlosen Badekarten für das Lensahner Waldschwimmbad austeilen und die Kinder dann einer solchen Gefahr aussetzen“, sagte Bürgermeister Hans-Alfred Plötner am vergangenen Montag, als das Thema Radweg an der L 57 zwischen Schönwalde und Lensahn auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung stand. Bereits bei einem Ortstermin in Wahrendorf im November 2017 sagte er, dass es kaum noch zu verantworten sei, die Strecke mit dem Fahrrad zurückzulegen.
 
Mit dem einstimmigen Beschluss, den Bau des Radweges zu realisieren und das Angebot der Gemeinde Lensahn, die finanziellen Mittel bei anschließender Ratenrückzahlung zunächst vorzufinanzieren, anzunehmen, kann das seit Jahrzehnten diskutierte Vorhaben nun doch zu einem guten Ende gebracht werden.
 
Die Kosten für den Radweg an der Landesstraße werden nur zu 50 Prozent vom Land Schleswig-Holstein getragen. Je 25 Prozent fallen auf die Gemeinden Schönwalde und Lensahn. Auf Schönwalder Seite kalkuliert man mit rund 360.000 Euro.
 
„Wir haben uns sehr kritisch mit diesem Thema befasst, zumal der Radwegebau keine Pflichtaufgabe der Gemeinde ist. Wir verstehen zwar nicht, warum das Land nicht die Gesamtkosten übernimmt und sehen die Chance, die uns die Gemeinde Lensahn jetzt bietet, als vielleicht letzten Strohhalm, den es zu Greifen lohnt“, sagte Michael Schumacher von der CDU-Fraktion. „Es ist sehr positiv, dass wir uns jetzt für den Bau des Radweges entschieden haben. Vor allem das Thema Sicherheit war ein elementar wichtiger Aspekt“, erklärte SPD-Sprecherin Bärbel Seehusen.
 
„Wir stehen zu unserem Wort, die Planungen für den gesamten Radweg federführend zu übernehmen und hoffen jetzt, beide Bauabschnitte in einem Rutsch umsetzen zu können“, sagte Lensahns Bürgermeister Klaus Winter. Die Hoffnung sei groß, Anfang 2019 mit den Arbeiten zu beginnen.
 
Elisabethturm: Mit einer Summe von 10.000 Euro beteiligt sich die Gemeinde Schönwalde an der Sanierung des Elisabethturms auf dem Bungsberg. Weitere Gelder fließen von Bund, Land, Kreis und Sparkassenstiftung in das 500.000 Euro-Projekt. Wie Bürgermeister Plötner erläuterte steht aktuell der Rückbau der Antennenanlage auf dem Elisabethturm an, der in den nächsten Monaten dann auch wieder für die Öffentlichkeit begehbar sein soll.
 
Bekanntmachungen: Hans-Alfred Plötner gab außerdem bekannt, dass man derzeit dabei sei, die Kosten zu ermitteln, um die Straßenlaternen Schritt für Schritt auf LED umzurüsten. Weiterhin solle in naher Zukunft in Kooperation mit den Stadtwerken Eutin eine E-Säule in Schönwalde installiert werden. Außerdem wird in Zusammenarbeit mit dem „Gemeindebeirat aktiv“ die Möglichkeit ausgelotet, auf dem Bungsberg eine Mountainbikestrecke zu realisieren. (mg)



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