Petra Remshardt

Nähcamp für den guten Zweck

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Scharbeutz. Im November haben sich in Scharbeutz in der Jugendherberge wieder viele nähwütige und stoffsüchtige Frauen eingefunden. Sie kamen um dem gemeinsamen Hobby, dem Nähen, in netter Gesellschaft nachzugehen. Angereist aus allen Himmelsrichtungen, viele aus der nahen Umgebung, aber auch Gäste aus Thüringen, Baden Württemberg, Berlin, Kassel und Hannover waren gekommen. Vereint in einen circa 120 Quadratmeter großen Pavillon.
Schnell wurde aus dem Seminarraum eine Nähfabrik, nach dem Aufbau begann direkt das Geratter der circa 60 Nähmaschinen. Von Unterhosen, über Wintermäntel zu Taschen und Patchwork Arbeiten ist so ziemlich alles entstanden, was man sich vorstellen kann. Die Altersspanne der Teilnehmerinnen streckte sich von 26 bis 66 Jahre. „Und genau das ist es, was unser Nähcamp ausmacht: Jeder näht was er möchte und es wird von den anderen Teilnehmern Wert geschätzt und bestaunt“, weiß die Initiatorin Luzie Linde.
Kost und Logis war durch die Jugendherberge Scharbeutz gewährleistet, so blieb den Teilnehmerinnen viel Zeit zum Nähen, ohne andere Verpflichtungen im Alltag, fern der Familie.
Es wurden untereinander Stoffe getauscht, man konnte sich von anderen Nähwerken inspirieren lassen, sich gegenseitig Tipps geben und viel gemeinsam lachen. Die Nähe zum Meer ließ einen Spaziergang im Wind zu und es wurde bis spät in die Nacht genäht.
Das Nähcamp wurde mit einer Charity-Tombola zugunsten des St. Antonius Hauses in Kiel abgerundet. Die großzügigen Spenden dazu wurden von Lillestoff, nähPark Diermeier, Fadenfactory, farbenmix, Shesmile DIY, Firlefanz, Print 4 kids, Sewera, mialuna, Strandgutraeuber, Glückpunkt.Shop, Edition Michael Fischer Verlag, Konfettipatterns, Schwalbenliebe, meine Herzenswelt, Miss Lilu, ApfelSchick, NipNaps, Danisch Pur, Küsten Kind, Punkedin & Co, stoffe.de, Tillabox und Lumali zur Verfügung gestellt.
Mit dem Verkauf der Lose konnte ein Erlös von 750 Euro eingenommen und zu 100 Prozent an das St. Antonius Haus in Kiel überreicht werden. Das Geld soll nun für die Ausbildung einer Palliativ Care Fachkraft verwendet werden, um den kleinen Patienten, die leider oft kein langes Leben erwartet, noch gerechter zu werden. Im nächsten Jahr ist wieder ein solches Nähcamp geplant, denn 1.000 Euro fehlen noch für die Palliativ Care Ausbildung. (red)


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