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40 Jahre Stiftung Oldenburger Wall e. V. - ein guter Grund zu feiern

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Die Vorstandsmitglieder Jutta Colschen, Arwet Jansch, Torsten Ewers und Dr. Stephanie Barth stellten am Donnerstag die Planungen der Aktivitäten anlässlich des 40. Geburtstages der Stiftung Oldenburger Wall e.V. und dem 30-jährigem Bestehen des Oldenburger Wallmuseums vor.

Die Vorstandsmitglieder Jutta Colschen, Arwet Jansch, Torsten Ewers und Dr. Stephanie Barth stellten am Donnerstag die Planungen der Aktivitäten anlässlich des 40. Geburtstages der Stiftung Oldenburger Wall e.V. und dem 30-jährigem Bestehen des Oldenburger Wallmuseums vor.

Oldenburg. (eb) Die Stiftung Oldenburger Wall ist am 7. Oktober 1978 aus der Idee entstanden, umfangreiches Fundmaterial (aus ersten Sondierungen 1953 und ab 1973 am Oldenburger Wall durchgeführten Grabungen) zu sichern. Mit derzeit 580 Mitgliedern ist die Stiftung einer der größten archäologischen Fördervereine im Land. Auf ihrer Initiative beruht auch die Gründung des Oldenburger Wallmuseum vor 30 Jahren, das die Lebenswelt der Slawen im alten Starigard abbildet und seit Anbeginn finanzielle und ideelle Zuwendungen durch die Stiftung erfährt. Damit bemüht sich die Stiftung Oldenburger Wall seit nunmehr 40 Jahren, Starigard in seiner Bedeutung als frühmittelalterlicher Fürsten- und Bischofssitz sowie als Hafen- und Handelsort in der Geschichte der Stadt und des Landes hervorzuheben. Neben finanzieller Unterstützung ist die Stiftung auch mit ihren Mitgliedern an vielen Museumsprojekten beteiligt und half beispielsweise aktiv bei der Erstellung der Hafenanlage mit dem Naust, beschaffte den originalen Nachbau des Slawenschiffes „Starigard“ und wirkte bei der Gestaltung der Heiligen Insel, des Rosengartens oder auch der Museumserweiterung um den Wallsee in jüngster Zeit mit. Auch für die figürlichen Darstellungen von Fürst und Krieger oder der Tauf- und Jagdszene in der Dauerausstellung war die Stiftung Impuls- und Ideengeber. In ihren Aktivitäten wird die Stiftung Oldenburger Wall durch den „Wissenschaftlichen Beirat“ begleitet, der nahezu zeitgleich mit der Stiftung gegründet wurde, um Pläne und Vorhaben der Stiftung auf ihren wissenschaftlichen Nachweis zu untersuchen.
 
Mit dieser Arbeit sind wertvolle Anstöße und eine Weiterentwicklung eines zeitgemäßen Museums sowie viele interessante Vorträge im Winterhalbjahr für Mitglieder und interessierte Gäste verbunden. Weiterhin ist die Stiftung Oldenburger Wall e. V. seit vielen Jahren mit zahlreichen Vereinen, Institutionen und Einrichtungen vernetzt und arbeitet als Partner in grenzüberschreitenden EU-Projekten sowie in der AktivRegion Wagrien-Fehmarn mit. Natürlich soll das Geburtstagsjahr, das am 7. Oktober im Oldenburger Schützenhof mit einem Geburtstagsempfang ab 11.00 Uhr seinen Abschluss findet, gebührend gefeiert werden. Die Geschichte Starigards in diesem besonderen Jahr lebendig zu vermitteln, ist erklärtes Ziel des Vorstandes, wobei vor allem auch Kinder in das Jubiläumsprogramm einbezogen werden. So sollen Jungen und Mädchen der 4. Klassen der Grundschule am Wasserquell eine Achse vom Schauenburger Platz über den Markt hin zum Ringwall und Museum mit dem Schwanen-Motiv der Stiftung am 4. Mai markieren und damit eine Verbindung zwischen Stadt und Wallmuseum optisch sichtbar herstellen. Einher geht diese Aktion mit einer Einladung an die Oldenburger Schulen zu einer Führung durch die Dauerausstellung. Präsent möchte die Stiftung auch zum diesjährigen Kindervogelschießen sein - geplant sind ein „Slawen-Stand“ und Vorführungen.
 
Als Dankeschön an andere Vereine für Verbundenheit und gute Zusammenarbeit vergibt die Stiftung Eintrittskarten für das Museum und ein bunter Bilderbogen zu 40 Jahre Stiftung und 30 Jahre Museum zeigt interessante Rückblicke bis hin zur jüngsten Geschichte. Zu sehen sein wird die Fotoausstellung zunächst im Juni im Rathaus, später dann in der Sparkasse und in der VR Bank. Eine erste Veranstaltung findet bereits am 17. April statt. An diesem Tag werden Professor Dr. Wolf-Rüdiger Teegen und Professor Dr. Michael Schultz sowie Dr. Ralf Bleile als Herausgeber das mit Unterstützung der Stiftung erschienene Buch „Die menschlichen Skelettreste“, Offa-Buch 86, aus der Reihe „Starigard/Oldenburg - Hauptburg der Slawen in Wagrien VII“ vorstellen. Zudem eröffnet an diesem Tag in der Remise des Museums die Ausstellung „Mit Feder und Schwert - Chronisten des wendischen Mittelalters“. Hierin wird vom Kampf um das kulturelle Überleben der letzten slawischen Minderheit in Deutschland, der etwa 60.000 Menschen sorbischer Nationalität in den Lausitzen Sachsens und Brandenburgs berichtet.
 
Ergänzt wird die Ausstellung, eine Leihgabe des Wendischen Museums Cottbus, mit der Ausstellung „300 Jahre sorbische Luther-Bibel“. Für Stiftungsmitglieder und ihre Partner wird es am Sonntag, den 1. Juli, ab 16.00 Uhr ein fröhliches Sommerfest mit handwerklichen Vorführungen, Musik, Essen und Trinken sowie Führungen durch das Museum und die Möglichkeit zur Ansicht vieler Bilder aus 40 Jahren Stiftungsgeschichte geben. „Wir hoffen auf großen Zuspruch und darauf, auch Mitglieder anzusprechen, die zu unseren Vorträgen und Exkursionen nicht kommen können, uns aber trotzdem die Treue halten“, äußerte Torsten Ewers als Stiftungsvorsitzender im Rahmen der Programmvorstellung letzte Woche und ergänzte schmunzelnd: „Natürlich würden wir uns auch über neue Mitglieder freuen“. Bezüglich der Exkursionen sind für dieses Jahr Fahrten nach Groß Raden (18. April) sowie nach Lüneburg und ins Kloster Ebstorf (1. September) geplant. Ausführliche Ausarbeitungen erfolgen wieder durch Anke Jahn-Frahm, für deren Engagement Torsten Ewers ein herzliches Dankeschön aussprach. Obwohl in diesem Jahr kein Wallfest veranstaltet wird, gibt es am Sonntag, den 19. August, unter Mitwirkung der evangelischen, der katholischen und der Freien evangelischen Kirchengemeinde Oldenburg einen ökumenischen Gottesdienst, der im Freien auf dem Ringwall stattfinden wird. Wie stets wird seitens der Stiftung auch zum Landmarkt eingeladen - der Termin hierfür ist der 30. September. Festgehalten wird alles Wissenswerte durch einen Redaktionskreis unter Leitung des Ehrenvorsitzenden Hans-Joachim Hahn in einer umfangreichen Geburtstagsfestschrift, auf die Mitglieder und Freunde der Stiftung gespannt sein dürfen.



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