Reporter Eutin

Preetz soll für drei Wochen zur „Fahrradstadt“ werden

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Preetz (kud). Wann immer es die Zeit erlaubt, schwingt er sich auf das Fahrrad. Manchmal, wenn es „schnell“ gehen muss, auch auf das E-Bike. Bürgermeister Björn Demmin ist damit den Preetzern ein Vorbild und will dies auch während der diesjährigen Aktion „Stadtradeln 2019“ bleiben. Dann will Demmin komplett auf das Auto verzichten.
Beim Blick in den Terminkalender ist das aber gar nicht so einfach so einfach zu organisieren. Denn es gibt einige Auswärtstermine, für die er mit dem Rad einen kompletten Tag brauchen würde. „Da werde ich dann auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen und mich auf Wartezeiten an irgend welchen Haltestellen einstellen.“ Er sieht es sportlich. Durchhalten will er allemal.
Schon im vergangenen Jahr hatten mehr als 400 Menschen an der Aktion teilgenommen. „Dieser Erfolg“, so Marret Baehr, bei der Stadt für das Klimaschutzmanagement zuständig, „hat uns ermutigt, für dieses Jahr wieder sehr viele schöne Touren auszuarbeiten, an denen die Bürger teilnehmen können.“ Sie selbst verzichtet, wann immer möglich möglich, auf den Einsatz eines Autos und besitzt auch selbst keins. Fliegen mag sie nicht, also verursacht sie auch in diesem Punkt keinen Umweltunrat.
Worum geht es eigentlich bei der dreiwöchigen Aktion? Marret Baehr: „ Wir als Stadt veranstalten einen Wettbewerb, zu dem sich jeder Bürger als Team anmelden kann.
Einzelpersonen können sich einem Team anschließen. Ziel ist es, in den drei Wochen so viele Radkilometer wie irgend möglich zu erradeln. Dazu muss man aber nicht Profi sein. Dabei sein ist alles.“ Björn Demmin: „Wir hoffen, in diesen Wochen vom 26. Mai bis 15. Juni möglichst viele Radfahrer auf den Straßen zu sehen und bitten auch die Autofahrer, sich darauf mit ihrem Fahrverhalten einzustellen.“ Geradelte Kilometer können mit Kilometerzählern, Radcomputern, der Stadtradel-App, einem Routenplaner oder per Schätzung ermittelt werden. Anmeldungen sind nur Online über www.stadtradeln.de/preetz/ möglich. Marret Baehr: „Wer mit dem PC nicht so vertraut ist, fragt am besten Angehörige oder Freunde oder kommt ins Rathaus, ich helfe gern.“
50 000 Kilometer schafften die Preetzer Radler im vergangenen Jahr. Und damit ersparten sie der Umwelt eine Belasung von acht Tonnen CO2. Bundesweit sieht die Bilanz noch beeindruckender aus. Da radelten 300 000 Menschen und sparten 8 600 Tonnen CO2.
Wer Lust hat, seine Touren in Gemeinschaft zu absolvieren, kann eines der vielen Angebote nutzen, die es in den drei Wochen als feste Ausflüge geben wird. Schon am Sonnabend, 11. Mai, geht es los mit einer Fahrradcodierungsaktion auf dem Marktplatz (Ecke Arko/ Volksbank). Von 10 bis 13 Uhr kann jeder Radbesitzer gegen Vorlage des Personalausweises und möglichst eines Kaufbelegs sein Fahrrad registrieren lassen. Für acht Euro gibt es dann einen besseren Wiedererkennungswert. ADAC-Mitglieder zahlen fünf Euro.
Am Montag, 20. Mai folgt ein Infoabend im Ratssaal der Stadt. Dort wird die Kampagne offiziell vorgestellt, damit auch Unentschlossene noch die Möglichkeit haben zu entscheiden, ob sie mitmachen möchten.
Am Dienstag, 21. Mai, heißt es: Ab in die Reparaturwerkstatt. Unter Anleitung der ortsansässigen Fahrradbetriebe können Radler ihr Zweirad fit machen für die neue Radelsaison. Ersatzteile gibt es zum Selbstkostenpreis.
Am Sonntag, 26. Mai geht es um 14 Uhr los mit der Auftaktrunde. Treffpunkt ist der Quellstein auf dem Marktplatz. Gastgeber ist die Schusteracht, die wie schon 2018 das Programm mit gestaltet und organisiert hat. Danach gibt es Runden wie „Mittagspause“, „Barrierefreie Tour“, „Eltern-Kind-Tour“ und eine reine „Frauentour“. Eine „Feierabendrunde“ leitet Bürgermeister Demmin. §Es soll eine Art kleine Stadtführung werden, zu der ich auch Neubürger herzlich einlade.“ In Planung ist derzeit noch ein Schnupperkurs für Fahrradneulinge. Seit April ist die Stadt auch Mitglied beim „Klima Bündnis“, dem bereits 1 700 Mitglieder (Städte und Gemeinden) in 27 Ländern Europas angehören. Bürgermeister Demmin: „Uns ist der Klimaschutz ein großes Anliegen.“ Spricht`s, holt Helm und Fahrrad und macht sich auf den Weg zum nächsten Termin.



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