Reporter Eutin

Alle sind interessiert, aber?…

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Schönberg (kud). Die neue Pausenhalle der Gemeinschaftsschule Schönberg ist überfüllt. Schüler, Eltern, Lehrer, Gewerbetreibende sind neugierig auf den „16. Ausbildungstag“, den Schule und Gewerbetreibende vor 16 Jahren ins Leben riefen, um jungen Schulabgängern möglichst viele Perspektiven für ihre berufliche Zukunft anzubieten. Vieles hat sich seitdem geändert.
Timo Hepp, neuer Leiter Gesamtschule, die inzwischen mit einer gymnasialen Oberstufe ausgestattet ist: „ Wir müssen als Schule das Bindeglied zwischen Schule und der echten Welt sein, die Schüler mit dem know-how ausstatten, das die Arbeitswelt von ihnen braucht. Schaut euch um, findet heraus, in welche Berufsrichtung ihr tendiert. „
Bürgermeister Peter Kokocinsky: „ Dies ist ein wichtiger Tag besonders für die, die noch nicht wissen, was sie später tun möchten. Aber: Egal, was Ihr beginnt: Bringt es zu Ende, bevor Ihr etwas Neues beginnt.“ Knut Lindau, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins Schönberg: „ Vor 16 Jahren ging es darum, die Schulabgänger gut versorgt zu wissen nach der Schulzeit. Heute könnt Ihr Euch mit einer guten Schulausbildung einen Ausbildungsplatz aussuchen, denn viele Betriebe können ihre Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen. Wichtig ist in jedem Fall ein gutes Zeugnis.“
Diese Warnung kam versteckt daher. Seit langem klagen Betriebe darüber, dass Schulabgänger nicht nur in den Bereichen Deutsch und Mathematik nur mangelhaft ausgerüstet sind. Und sie beklagen, dass junge Menschen weniger Bereitschaft zeigen, sich in Berufen mit ungünstigen Arbeitszeiten zu engagieren.
Erstmals seit 16 Jahren hat die Schülerselbstverwaltung mit ihrer Mentorin Maike Wuttke, die dieses ambitionierte Projekt seit 16 Jahren betreut, den „Ausbildungstag“ in die Hand genommen. Gina und Raik, die sich die Moderation an diesem Tag teilen, können zufrieden sein mit dem Interesse an diesem Tag.
Knut Lindau ist auch begeistert. „Inzwischen ist unsere Veranstaltung landesweit eine der größten Berufsmessen, die unter dem Motto `Schüler für Schüler` ausgerichtet wird. Seit gut einem halben Jahr bereiten 15 Schülerinnen und Schüler aus den elften bis dreizehnten Jahrgängen die aufwändige Veranstaltung vor.“
Die Schulen haben sich inzwischen auf den Dialog mit der Wirtschaft eingestellt und versuchen, die Schüler auf die Bedürfnisse der Wirtschaft vorzubereiten.
Mehr als 60 Berufsfelder boten sich an diesem 16. Jahrestag in der Schule dar, mit kompetenten Auskünften. Vor 16 Jahren sicher noch nicht dabei: Ein Stand, der für „Work & Travel“ warb. Schule, Abschluss, dann erst einmal die Nase in die Welt stecken und schauen, wohin die Reise beruflich gehen soll.



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