Reporter Eutin

Auch Mönkeberg will dabei sein

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Mönkeberg (kud). Die Schulaula füllt sich innerhalb weniger Minuten. „Eben dachten wir noch, es kommt niemand“, meint Bürgermeisterin Hildegard Mersmann. Auch ihre Stellvertreterin Claudia Zempel blickt zufrieden in den inzwischen vollen Saal, der sich zunehmend mit fröhlich tollenden Kindern und deren Angehörigen füllt. Mönkeberg möchte auch „Fairtrade Town“ werden. Das Treffen in der Aula ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Aber:
Um „Fairtrade Town“ werden zu können, müssen Kommunen mehrere Anforderungen erfüllen und sich alle zwei Jahre neu beweisen. Mönkeberg hat die ersten Schritte getan. Die Gemeindevertretung hat beschlossen, das Aufnahmeverfahren anzugehen und hat eine Kommission eingesetzt, die die einzelnen Schritte koordinieren soll. Claudia Zempel, stellvertretende Bürgermeisterin, managt das Projekt und hat zuerst die Schule ins Boot geholt. Dort haben Schulleiterin Kirsten Sandberg und ihr Pädagogenteam mit den Kindern erarbeitet, was „Fairtrade“ heißen könnte. An Stellwänden erfahren die Besucher, welchen Weg eine Banane gehen muss, bevor sie in Mönkeberg auf dem Esstisch landet, wie eine Kakaobohne zum verführerischen Getränk oder zum Schokoladenstück wird. Von der Fleißarbeit der Kinder erfahren die Besucher allerdings nichts. Die Redner der Infoveranstaltung haben die Redezeit bereits verbraucht und die Kinder inzwischen das Interesse verloren.
Am Rande des Saales haben Unternehmen Stände aufgebaut. „Edeka Ristow“ präsentiert Ergebnisse aus fair gehandeltem Kakao und Kaffee. „Rieckens Landmilch“ informiert über fair gehandelte Produkte aus der Region. Interessiert und gespannt warten zumindest die Eltern der Grundschüler auf Kerstin Riecken, die das Wort „Faitrade“ für schleswig-holsteinische Landwirte übersetzen und erklären soll, warum auch sie das Recht auf „Fairtrade“ in Sachen Milchpreis haben.
Die Hauptredner des Nachmittags erklären zunächst das Prinzip des „Fairtrade“-Gedankens: Markus Schwarz vom „Bündnis eine Welt in Schleswig-Holstein“ und Torsten Bell, Vorsitzender der Steuerungsgruppe Fair Trade Heikendorf. Erzeuger sollen für das Produkt, das sie erwirtschaften, angemessenen Lohn erhalten, der es ermöglicht, ihre Familien von der Arbeit zu ernähren.
Auf den Punkt bringt diese Forderung schließlich der Mönkeberger Pastor Martin Anderson. Er erzählt die Geschichte eines kleinen Mädchens, das nach einem Sturm lauter im Strandsand gestrandete Seesterne wieder ins Wasser wirft und sich auch nicht von einem Mann beirren lässt, der ihm zu erklären versucht: „Du wirst es nicht schaffen, alle wieder ins Wasser zu werfen, es sind zu viele.“ Das Mädchen greift sich den nächsten Seestern, befördert ihn ins Wasser und erwidert: „Für ihn ändert sich etwas!“.
In Mönkeberg haben sich dem Fairtrade-Gedanken bereits viele angeschlossen. Zum Beispiel die Bäckerei Wäger, die den Kuchen für diesen Nachmittag gespendet hat. Aber auch „Edeka Ristow“. Hier werden fair gehandelte Waren angeboten. In enger Zusammenarbeit mit dem inzwischen gut funktionierenden Netzwerk der „Fairtrade Town“ Heikendorf sollen jetzt auch Vereine und Verbände in Mönkeberg den Gedanken weitertragen.
Kirsten Sandberg, Leiterin der Grundschule Mönkeberg, entschuldigt sich bei „ihren“ Kindern für die lange Zeit des Wartens, bis sie endlich an der Reihe sind, ihre Gedanken zum Thema vorzutragen. Freudig platzieren sie sich vor ihren Plakatwänden, um den Besuchern etwas über Bananen und Kakao zu erzählen. Leider hat da die Kuchenschlacht schon begonnen. Und viele Besucher entschwinden in den sonnig-milden Frühlingstag.



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