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Ein Projekt mit Langzeitwirkung

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Spender und Empfänger: wieder 2500 Euro für das Kinder- und Jugendhaus.

Spender und Empfänger: wieder 2500 Euro für das Kinder- und Jugendhaus.

Schönberg (kud). „Kein Kind soll ohne Essen bleiben.“ Das ist die Devise des Schulverbandes Probstei und der Mitarbeiter des Kinder- und Jugendhauses Schönberg. Viele potentielle Spender haben sie im Laufe der vergangenen Jahre von ihrem Gedanken überzeugt, dass alle Schüler der Gemeinschaftsschule Schönberg und der Grundschule Schwartbuk das Recht auf eine mittägliche warme Mahlzeit haben sollen. Auch jetzt gab es wieder 2 500 Euro für die Kasse.

Schulverband und Mitarbeiter begrüßten Vertreter des Arbeitskreises „Sozialengagement“ der Ostseeklinik Schönberg-Holm, die den stattlichen Scheck in der Tasche hatten, nicht, ohne sich bei einem vorherigen Besuch der Mensa von der Attraktivität des Angebots überzeugt zu haben. Klinik-Geschäftsführer Thomas Fettweiß hatte Anfang des Jahres die Idee, der Region etwas „zurückzugeben“. Der Standort Schönberg-Holm ist ebenfalls ein Erfolgsmodell. Fettweiß motivierte die Mitarbeiter des Hauses, sich nach förderungswürdigen Projekten in der Gemeinde umzuschauen. Die Entscheidung fiel schnell. Die Freiwilligen engagieren sich für den Arbeitskreis ehrenamtlich. Es sind Jutta Schildknecht, Silke Sämer, Tanja Göttsch, Jaane Elsholz und Regina Müller. Heike Lohmar, Küchenleitung, und ihr Team kochen an jedem Schultag fast 300 Essen. Die Zahl stieg in den vergangenen Jahren immer weiter und machte Aus- und Anbauten der Mensa unerlässlich. Eine auch finanziell große Anstrengung für den Schulverband, der Träger des Kinder- und Jugendhauses ist. Lutz Schlünsen, Verbandsvorsteher: „Wir freuen uns sehr über die vielen Spenden, die wir jetzt jährlich bekommen. Damit können wir immer dann helfen, wenn Not an Mann ist.“
Was darunter zu verstehen ist, fasst der pädagogische Mitarbeiter der Einrichtung, Matthias Sieck, zusammen: „Es gibt auch heute noch Kinder, deren Eltern sich die monatlichen Kosten für den Mittagstisch nicht sicher leisten können. Diese Kinder sind praktisch Zaungäste, essen gelegentlich die Reste von den Tellern der anderen. Durch die Spenden können wir dafür sorgen, dass alle Kinder mittags eine gesunden Mahlzeit bekommen. Denn Essen ist nicht nur wichtig für den Körper. Das soziale Miteinander bei gemeinsamen Mahlzeiten ist ebenso wichtig.“ So beobachten die Mitarbeiter des Jugendhauses und die Küchencrew täglich, welche Schüler abseits stehen und sorgen in Gesprächen mit den Eltern unbürokratisch und schnell für Abhilfe.

Die Spenden ermöglichen aber auch die Umsetzung neuer Ideen. Heike Lohmar: „Wir denken über ein weiteres Angebot nach, ein Frühstücksangebot in der Zeit von 7.15 bis 7.45 Uhr. Es gibt immer noch zu viele Kinder, die ohne ein Frühstück in die Schule kommen.“

Die neue Spende wird nicht in einer Summe ausbezahlt, sondern in mehreren Etappen pro Halbjahr gezahlt. Lutz Schlünsen: „Damit wird unser Mittagstischfonds nachhaltig unterstützt und stellt, bezogen auf ein Schuljahr, die Verpflegung von 15 Kindern, die sonst dieses Angebot nicht nutzen könnten.“


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