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„Gewonnen!“

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Erster, Zweiter oder Dritter? Noch herrscht Spannung beim „Macherteam“ von „Grips“. Von links  Felix Mader, Urte Colmorgen-Kling, Amy – Chiara Gisinger, Fynn-Niklas Esch.

Erster, Zweiter oder Dritter? Noch herrscht Spannung beim „Macherteam“ von „Grips“. Von links Felix Mader, Urte Colmorgen-Kling, Amy – Chiara Gisinger, Fynn-Niklas Esch.

Schönberg (kud). „Gewonnen!“ Da ist sie, die erlösende whats app aus dem Kieler Landeshaus. Für das Team der „Grips-Redaktion“ aus Schönberg hat das Warten endlich ein Ende. Jetzt ist klar: Die Crew hat 2017 die beste Schülerzeitung aller Gesamtschulen in Schleswig-Holstein produziert, das hat die Jugendpresse Schleswig-Holstein beschlossen. Bis vor wenigen Minuten wussten die jungen Leute nur, dass sie zu den besten Dreien gehören. Dass sie nach nur einer sehr kurzen Anlaufphase für den Neustart ihres Blattes „Grips“ gleich Sieger werden würden, hätten sie nicht zu hoffen gewagt. Der Tag vor der erlösenden Nachricht: Pressegespräch in der Mensa der Gemeinschaftsschule Schönberg. Am Tisch: Felix Mader (13. Jahrgang), Fynn – Niklas Esch, Amy – Chiara Gisinger (beide 9. Jahrgang) und Urte Colmorgen-Kling, die Lehrerin, die den „Kopf hinhalten“ muss für alles, was die jungen Leute publizieren. Die Spannung ist spürbar. „Leider hat unsere Schülerzeitung einige Zeit auf Eis gelegen. Für die Macher mussten andere Projekte Vorrang haben. Und Abi bedeutet eben Stress“, erklärt Urte Colmorgen-Kling. Nach den Sommerferien war dann wieder Luft zum Neudenken. Felix erklärte sich bereit, trotz Abivorbereitung, in der Redaktionsleitung einzuspringen. Das Ergebnis: Gleich zwei Hefte, von denen „Schüler von einst“ nur träumen konnten. Hochglanz, eine munter-bunte Aufmachung. Früher: Per Hand zusammen getackerte Seiten Papier, die Texte auf der Schreibmaschine verfasst, Fotos: schwierig. Es macht einfach Spaß, sich durch „Grips“ hindurch zu blättern und dann zu lesen. Ein Aufenthalt in China mit ganz neuen Erkenntnissen, eine Begegnung mit Schülerinnen und Schülern aus dem Baltikum und Skandinavien (Englisch ist tatsächlich nützlich). Und genau das dürfte für die Jury ein wichtiges Entscheidungskriterium gewesen zu sein bei der Verleihung des Preises: „Grips“ denkt nicht in Schulhof-, nicht in Landesgrenzen, sondern global. Die Redaktion hat sich in sehr kurzer Zeit ein Netzwerk aufgebaut. Ehemalige, Geschwister von Schülern. Sie sind immer auf der Suche nach Menschen, die mit Schönberg und der Schule verbunden sind, aber ein Stück „Außensicht“ in die beschauliche Probstei bringen. Felix kann sich jetzt endlich auf sein Abi vorbereiten. Nach den Sommerferien weiß er „Grips“ in guten Händen, denn Fynn-Niklas, der nach dem Abi Journalist werden möchte, steht schon in den Startlöchern und schaut der Politik und Wirtschaft auf die Finger. Amy wird der neuen Redaktion ebenfalls treu bleiben und ihr Wissen in den Bereichen Kunst, Kochen und Leben einbringen. Aber da gibt es auch noch eine Reihe anderer Schülerinnen und Schüler, die mitgeholfen haben, „Grips“ zu einem Markenprodukt zu machen: Erik Gutzmann, Josie Dittmann, Bernd Hagen-Helms, Gina-Marie von Mandel, Lisa von der Heide. „Wir hoffen sehr, dass sie alle mit ihren Beiträgen Grips weiter bereichern werden“, hoffen Felix und der künftige Chefredakteur Fynn – Niklas. „Bisher hat es auch immer geklappt, wenn wir Autoren um Gastbeiträge gebeten haben. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir auch weiter auf diese Hilfsbereitschaft zählen könnten.“ Zweimal jährlich, ein ehrgeiziges Ziel, soll „Grips“ ab dem neuen Schuljahr erscheinen. Diesmal haben sich die jungen Zeitungsmacher gleich selbst übertroffen. Sie produzierten noch ein zweites Heft: „Grips_digital.“ Komplexe mediale Neuigkeiten so auf den Punkt gebracht, dass sogar „Oldies“ sie verstehen können. Urte Colmorgen-Kling lehnt sich in ihrem Stuhl zurück und strahlt. „Wir haben wirklich Glück. Die Grips-Crew ist ein herrliches Team.“ In vielen Sitzungen hat sie erfahren, dass die Jugendlichen den Begriff „Teamplaying“ tief verinnerlicht haben. „Wer zu einem Thema etwas weiß, der teilt es der ganzen Runde mit. So lernen alle.“



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