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Greenpeace-Schiff Beluga II informierte in Laboe über Antarktis und Meeresschutz

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Die Beluga II im Hafen von Laboe

Die Beluga II im Hafen von Laboe

Laboe (uwr). Am 7. Juni startete die Tour des Greenpeace-Schiffes Beluga II entlang der deutschen Ostseeküste. Sie steuert zehn Häfen an und informiert vor Ort über die Schönheiten und Bedrohungen der Antarktis.
Als erstes legte das Segelschiff am Laboer Hafen an. Schon von weitem sahen die Besucher das Banner mit der Aufschrift: „Greenpeace – Schützt die Antarktis“. Von außen sieht die Beluga II mit Steuerrad und alten Kompass wie ein Traditionssegler aus. Das 2003 extra für Greenpeace gebaute Schiff ist aber hochmodern. Im Inneren ist Platz für einen Container, so dass je nach Bedürfnissen ein Labor, mehr Schlafplätze oder ein Ausstellungsraum eingerichtet werden können.
Am Wochenende konnten Interessierte die Beluga II besichtigen. Ehrenamtliche Mitarbeiter von Greenpeace boten Führungen in kleinen Gruppen an. Sie verrieten Einzelheiten über die nordische Schönheit Beluga II, berichteten über das Leben an Bord, die Aktionen von Greenpeace, von den Auswirkungen der industriellen Fischerei, Klimawandel und Vermüllung. Christina Klubert von Greenpeace erzählt, dass sogar in den Schnee- und Wasserproben der Antarktis Mikroplastikfasern gefunden wurden, obwohl der Mensch gar nicht vor Ort sei. Für sie ein weiterer Grund sich aktiv für das Schutzgebiet im antarktischen Weddelmeer einzusetzen. Die Chance dazu bietet sich im Herbst, wenn die Antarktis-Kommission CCAMLR auf Initiative der deutschen Bundesregierung über ein 1,8 Millionen Quadratkilometer großes Schutzgebiet entscheiden wird. Wer sich mit Greenpeace für die antarktischen Meere einsetzen möchte, kann online oder direkt am Anleger die Petition an die Antarktis-Kommission unterzeichnen.
Im Aufenthaltsraum des Segelschiffes sahen die Teilnehmer während ihrer Führung den Film „Schützt die Antarktis“ mit dem Schauspieler Javier Bardem. Die Bilder der Eisbergpaläste und einzigartigen Schollen mit Pinguinen, Robben und Walen faszinierten die Zuschauer. Tief beeindruckt waren sie von der Schönheit der farbenfrohen Fische und Korallen in den Tiefen des Südpolarmeeres, dessen Nahrungsgrundlage unter anderen der Krill ist, welcher gern intensiv gefischt und für medizinische Zwecke verarbeitet wird.
Auch Prof. Dr. Walter Erdelen und seine Frau Amina nutzen die Gelegenheit sich während ihrer Wanderschaft das Schiff anzusehen. Beide wollen im August von Bayern nach Ostfriesland ziehen. Sie haben von der Tour aus der Zeitung erfahren und sich auf dem Weg gemacht. Auf Nachfrage erfährt der Biologe, dass Greenpeace auch eigene Wissenschaftler beschäftigt und bei Bedarf Kooperationen eingeht. Deutschlandweit gibt es 3500 ehrenamtliche Mitarbeiter und einhundert aktive Gruppen.
Zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern gehören auch Tabea und Valeria. Tabea kommt aus Trier und hat gerade Abitur gemacht. Sie möchte soziale Arbeit studieren. Schon in Trier hat sie Unterschriften für die Petition gesammelt, sich viel mit der Antarktis beschäftigt. Valeria studiert Umwelt-Geowissenschaften in Trier. Die beiden Zwanzigjährigen führen an diesem Wochenende unermüdlich Interessierte über das Greenpeace-Schiff. Sie werben für den Schutz und der Erforschung des Südpolarmeeres.
Schon am Samstag nutzten 250 Besucher das Angebot „Open-Ship auf der Beluga II“. Der Eintritt ist an allen zehn Häfen frei. Alle Tourdaten entlang der deutschen Ostseeküste und weitere Informationen sowie die Petition finden Interessierte unter www.greenpeace.de.



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