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Mühlentag in der Krokauer Mühle

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Die Krokauer Mühle

Die Krokauer Mühle

Krokau (kas). Über einen gut besuchten Mühlentag konnte sich der Verein zur Erhaltung Probsteier Windmühlen in der vergangenen Woche freuen. In seiner Funktion als ehrenamtlicher Helfer empfing Hans-Peter Stuhr die Besucher der Krokauer Windmühle. Im Rahmen einer fachkundigen Führung informierte Stuhr unter dem Knarrenden der großen Zahnräder über Geschichte und Technik des historischen Bauwerks. Ergänzend veranschaulichen viele Bildtafeln die harte Arbeit des Müllers. Viele Schulklassen kommen nach Krokau und lernen, dass das Mehl nicht aus dem Regal des Supermarktes kommt. Ältere Besucher erinnern sich gern daran zurück, dass sie selbst noch Getreide mit Pferd und Wagen zur Mühle brachten. Die Krokauer Windmühle steht an den Gemeindegrenzen von Krokau, Barsbek und Wisch. Erbaut hat sie Theodor Petersen 1872. Eine gewaltige Maschine, die nach wohl durchdachtem System arbeitet und die stets die ganze Aufmerksamkeit des Müllers und seiner Helfer erforderte. Viele alte Geräte sind im Innern der Mühle untergebracht und spiegeln die Vergangenheit wider. Hans-Peter Stuhr erzählt den Besuchern, dass vor mehr als 50 Jahren insgesamt 50 Arbeitsgänge für den Getreidebauern nötig waren, bevor das Korn zur Mühle kam. Und auch, dass ein Bauer früher für einen Sack Mehl kein Geld bekam, sondern ein „Matt“ Mehl, eine alte Maßeinheit in Form eines Henkeltopfes. Während sich die Mühle im Wind dreht, stehen in ihrem Inneren bereits die Säcke bereit. Von einer Rutsche fällt das geschrotete Korn hinein. Was sich beim Mahlvorgang tut, erklärt Max Otto Szidat in der oberen Etage, wo die großen Kammräder arbeiten, die an ein überdimensionales Uhrwerk erinnern, und sich ein großer Getreidetrichter mit dem sogenannten Rüttelschuh befindet. Hier ist das Knarren noch viel lauter und Max Otto Szidat muss sich ziemlich anstrengen, um das Geräusch zu übertönen. Die Läufer- und Bodensteine sind zum Teil abgedeckt und durch die kleinen Fenster sieht man, wie sich die Flügel und Klappen der Windmühle drehen. Früher waren die 27 Jalousienklappen pro Flügel aus Pappelholz und hatten eine „Lebenserwartung“ von maximal zwölf Jahren, erfahren die Mühlenbesucher. Später wurden die Jalousienklappen aus Sicherheitsgründen gegen Aluminiumblech ausgetauscht. Bis zu sieben Windstärken kann die 7,5 Tonnen schwere Flügelwelle verkraften. Die heutigen Windkraftanlagen zur Stromerzeugung sind die Nachfolger der Windmühlen.



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