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Reporter Eutin

Probsteier Kinder auf den Spuren unseres geheimnisvollen Erdreiches

Schönberg (t). Der Hort und die Schülerbetreuung am Schulzentrum in Schönberg öffneten am Samstag, 1. Juli ihre Türen für das Sommerforscherfest. Den neuen Schulanfängern und ihren Familien bot sich in diesem Rahmen die Gelegenheit, die Räume, die Fachkräfte und die pädagogische Arbeit des Hortes und der Schülerbetreuung näher kennenzulernen.
Mit Unterstützung des Fördervereins „Eltern für Kinder“ sorgte die Elternvertretung des Hortes für das leibliche Wohl. Während Eltern, Großeltern und interessierte Besucher bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch kamen, begaben die Kinder sich neugierig auf eine Forschungsreise an verschiedenen Stationen. Wie vielfältig ist der Boden unter unseren Füßen und wie fühlt er sich an? Barfuß erspürten die Kinder Sand, Blätter, Steine, Erde, Tannenzapfen und vieles mehr. Mit Händen und Schaufeln verwandelten sie sich in Archäologen und gruben aus verschiedenen Böden Knochen aus, die sich zu einem Dinosaurierskelett zusammensetzen ließen.

Im Werkatelier gingen die Kinder der Frage auf den Grund, was sich aus den verschiedenen Böden wie zum Beispiel Lehm herstellen lässt.
Neben einer riesigen Ameise entstanden viele kleine Tierskulpturen, die zu einem großen gemeinschaftlichen Kunstwerk zusammengesetzt wurden.
Auch die Wanddokumentationen im Treppenhaus erzählten davon, dass die Hortkinder sich bereits über einen längeren Zeitraum mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Sie machten die Lebendigkeit des Erdreiches deutlich.
Im Obergeschoss konnten die einzelnen Erdschichten nicht nur mit einfachen Lupen untersucht und mit Glück auch kleine Tiere und Regenwürmer entdeckt werden. Auch verschiedene Mikroskope gewährten den kleinen Forschern Einblicke in den lebendigen Boden.

In der Lernwerkstatt konnten die Kinder aus Erde verschiedene Farbtöne herstellen, mit denen sie anschließend kleine Kunstwerke malten. An einer weiteren Station wurde die Vielfalt der Steine sichtbar: viele viele Jahre alt und keiner gleicht dem anderen. Die Kinder suchten sich jeweils den schönsten Stein aus und verzierten ihn ganz nach Belieben.
Beim Naturbingo gingen die Kinder auf dem Schulhof auf Entdeckungstour und suchten den Boden unter ihren Füßen ab. Es entstand eine Collage aus Blumen, Stöcken, Blättern und - leider - auch Müll. Denn auch Abfall bedeckt den Boden, wenn wir nicht achtsam mit ihm umgehen.

Am Ende ihrer erfolgreichen Forschungsexpedition stellten die Kinder ihrer eigenen „Forscherbuttons“ her, die sie stolz an ihrer Kleidung trugen.
Eine kleine Aufführung, das Konzert der Regenwürmer, ein Sockentheater gespielt von Emma Haidl und Ina Schinz, rundete das Programm ab und zeigte, dass sich die Hortkinder auch musisch-schauspielerisch mit dem Thema auseinandergesetzt haben.
Ein besonderes Highlight war die Schätzaufgabe. Die Besucher gaben ihre Schätzungen ab, wieviele Steine sich in einem Glas befanden. Familie Runge kam der gesuchten Zahl 262 mit ihrer Schätzung von 252 am nächsten und kann sich nun über einen kostenlosen Besuch im Eiszeitmuseum im Nienthal bei Lütjenburg freuen. Dieses hat den Gutschein gespendet und freut sich, der Gewinnerfamilie mit seinen Exponaten weitere Einblicke in unser geheimnisvolles Erdreich zu ermöglichen.
Das Sommerforscherfest des Hortes und der Schülerbetreuung bot somit nicht nur den angehenden Schulkindern Gelegenheit, „Schulluft zu schnuppern“, sondern verdeutlichte zugleich die vielfältige Bildungsarbeit des Schönberger Hortes als zertifiziertes „Haus der kleinen Forscher“.

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