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Tag der offenen Tür bei Feuerwehr und Polizei

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Jeder Platz wurde für Vorführungen und das leibliche Wohl ausgenutzt

Jeder Platz wurde für Vorführungen und das leibliche Wohl ausgenutzt

Heikendorf (kas). Die freiwillige Feuerwehr in Heikendorf und die Polizei im Haus der Sicherheit freuten sich am vergangenen Sonnabend über reges Interesse und zahlreiche Besucher - auch aus dem Umland - beim Tag der offenen Tür.
Der Drehleiterwagen DLK 23-12 erwies sich dabei als „Eyecatcher“ unter den Fahrzeugen: Vor dem Gebäude waren die verschiedenen Einsatzfahrzeuge wie Einsatzleitwagen, Hubrettungsfahrzeug oder auch das Mannschaftstransportfahrzeug vorzufinden. In der Halle stand das Löschgruppenfahrzeug und auf einer freien Fläche lag eine lebensgroße Puppe. Hier wurden die Wiederbelebungs-Maßnahmen fachmännisch vorgeführt. Jung oder Alt konnten selbst Hand anlegen und die Ausführung einer Herzmassage üben. Hoch hinaus konnte man mit dem Drehleiterwagen, was Bürgermeister Alexander Orth (SPD) und Tade Peetz (CDU) auch ausnutzten. Was die Beiden in 30 Meter Höhe wohl zu besprechen hatten? Die große Hüpfburg wirkte natürlich auf die Kleinen wie ein Magnet. Kinder-Aktionen wie Dosen werfen oder Feuer löschen durfte natürlich auch nicht fehlen. In den Diensträumen der Feuerwehr konnten sich die Besucher ein Bild von der Technik machen, die zu einer Ausbildung und Wehrführung gehört. Der Gruppenraum der Jugendfeuerwehr war zum Theaterraum hergerichtet: Zahlreiche Kinder besuchten „Kasper“, für den sich mehrmals der Vorhang öffnete. Vorführungen, wie das Löschen eines einfachen Entstehungsbrandes oder eine Fettbrand-Explosion, die entstehen kann, wenn man brennendes Fett mit Wasser löschen will, sorgten für Aufsehen. Jugendfeuerwehrwart Nils Büchner kommentierte diese heißen Programmpunkte.
Die freiwillige Feuerwehr Altheikendorf präsentierte ihre neuen, erweiterten Räumlichkeiten. Doch ohne „Manpower“ nützen diese wenig: Vor allem die Mitgliederwerbung ist daher ein zentrales Thema der Wehr. „Die geburtenschwachen Jahrgänge kommen erst noch, und wir haben heute noch immer nicht unsere Sollstärke“, so Ortswehrführer Jörg Taube. Es werde von Jahr zu Jahr schwieriger, ehrenamtliche Mitglieder für den Feuerwehrdienst zu gewinnen. Nicht umsonst ist der neue Flyer mit dem Titel „Wir brauchen dich“ aufgelegt worden.
Auch die Heikendorfer Polizei hatte sich dem Aktionstag angeschlossen: Für den Leiter der Station Polizeihauptkommissar Jens Hamann war dieser Tag besonders wichtig, vor allem wegen des Kontakts zur Bevölkerung. Die Zusammenarbeit unter einem Dach klappe hervorragend, wie Haman und Taube berichteten. „Und so soll es auch sein!“
Die jüngsten Besucher interessierten sich mehr für das große Motorrad und durften auch mal probehalber darauf sitzen. Ältere Jugendliche stellten berufsbezogene Fragen über den Polizeidienst.
Johanna Audersch aus Schönkirchen wollte gern einmal die Sicherheitsausrüstung mit Schussweste, Helm und Schild ausprobieren. Sie war aber dann doch froh, dass Hamann sie von den insgesamt 20 Kilogramm Ausrüstung befreite. „Da bleibe ich doch lieber im Pflegedienst“ meinte sie nach nur rund zwei Minuten in voller Montur. Polizeibeamte sind oft stundenlang in dieser schweren Ausrüstung im Einsatz.


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