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Reporter Eutin

Tolle Moral nicht belohnt Holstein verliert „Elferdrama“ mit 2:3 gegen Hertha BSC

Kreis Plön (dif). Mit einem nach neunzig Minuten unnötigen 2:3 (0:2) gegen Bundesligaabsteiger Hertha BSC ging die KSV Holstein aus dem Zweitligaduell vom vergangenen Wochenende. Obwohl die erste Halbzeit an das 1:5-Debakel vor einer Woche auf dem Hamburger Millerntor erinnerte - der Gast verdient mit 2:0 in Front lag - fingen sich die Störche nach dem Pausentee immens. Benedikt Pichler (54.) und Steven Skrzybski (57., Elfmeter) drehten binnen drei Minuten auf ein 2:2.
Danach waren die Hausherren die bessere Mannschaft, verpassten aber den „Lucky Punch“ zu setzen. Ab Minute 88 wurde es dann dramatisch. Erst scheiterte der Berliner Tabakovic an Holstein Torhüter Timon Weiner mit einem Strafstoß. Doch nur sechzig Sekunden später zeigte der unsichere Schiedsrichter Badstübner erneut auf den Punkt. Diesmal trat der Ex-Storch Reese an und versenkte - wenn auch glücklich - das Leder zum Berliner Dreier. Seine übertriebene „Feierarie“ nach dem Treffer hätte sich der gebürtige Kieler aber schenken können. Damit hat sich der BSC-Neuzugang an der Förde viele Pluspunkte verscherzt und strich zurecht ein Pfeifkonzert ein. Vielleicht einmal an die Adresse von Fabian Reese: Das geht auch sportlicher. Torhüter Weiner machte trotz seines Patzers zum 0:2 ein starkes Spiel und vereitelte - neben dem gehaltenen Elfmeter - zwei weitere Berliner Großchancen. In den turbulenten Schlussminuten sah Holsteins Marvin Schulz, vor erstmals ausverkauftem Haus, noch „gelb-rot“. Trotz der zweiten Niederlage in Folge liegt Holstein in den gehobenen Gefilden der Liga, aktuell auf Position sieben. Beim Karlsruher Sport Club, 30.9. 23, 13 Uhr, darf allerdings mal wieder gepunktet werden, auch wenn der KSC als Geheimfavorit auf die Aufstiegsränge gilt. Das Team um Ex-Nationalspieler Lars Stindl patzte aber am letzten Spieltag mit 3:4 in Fürth. Mit der Moral und der Leistung aus Halbzeit zwei ist ein Punkt „Minimum“ machbar. „Oben“ siegte nur der FC St. Pauli (3:1 gegen Schalke 04). Ligaprimus bleibt auch nach dem vergangenen Sonntag Fortuna Düsseldorf (1:1 gegen Hannover 96).
In der Regionalliga Nord siegte die U23 Holsteins mit 3:1 gegen den Bremer SV. Zweimal Laurynas Kulikas und Stanislav Fehler trafen für Sebastian Gunkels Elf, die weiter auf Position zwei weilt. Phönix Lübeck, ein Spiel und einen Zähler mehr, siegte in Havelse mit 2:1. Die dritte Niederlage in Folge kassierte Neuling Kilia. Die Kieler unterlagen beim bisherigen Schlusslicht Spelle-Venhaus mit 0:2 und rangieren auf Ligaplatz sechzehn.
Für die Störche geht es nun kommenden Sonntag, den 1. Oktober 2023, um 15 Uhr beim VfB Oldenburg weiter. Der Drittligaabsteiger kämpft sich aktuell durch die unteren Tabellenregionen. Aufsteiger Kilia hat einen Tag zuvor den TSV Havelse ab 14 Uhr am Hasseldieksdammer Weg als Gäste. Ein Duell, bei dem es um jeden Zähler gegen den Abstieg geht.
In der Holstein-Landesliga gab es für den Preetzer TSV bei der U23 des SV Todesfelde vergangenen Freitag ein 2:2-Remis. Felix Ziebell (61.) und Maximilian Zimmermann mit dem Schlusspfiff egalisierten noch die 2:0-Führung der Gastgeber. Ein solider achter Platz im Mittelfeld der Tabelle ist damit der PTSV-Ertrag. Auf die direkten Abstiegsränge sind es aber nur zwei Pünktchen. Am 30. September kann die Truppe von Trainer Andreas Möller dann im Heimspiel gegen den Eichholzer SV nachlegen. Die Gäste kommen nach einer 0:1-Heimpleite gegen den SSC Hagen-Ahrensburg um 14 Uhr in die Schusterstadt und brauchen auch jeden Zähler.
Was ist bloß mit dem TSV Klausdorf los? Mit 3:6 ging die Auswärtsfahrt zu Spitzenreiter TuS Rotenhof „in die Binsen“. Das frühe 1:0 durch Lukas Hardrath brachte keine Sicherheit. Bis zum Halbzeittee stellten die Gastgeber auf 3:1, erhöhten nach Wiederanpfiff bis zur 77. Minute gar auf 6:1. Florian Kuklinski (78.) und erneut Hardrath (92) ließen das Endresultat noch ein wenig freundlicher aussehen. Für den Mitfavoriten auf den Titel ist nun erst einmal düsterer Abstiegskampf angesagt.
Besser machte es Aufsteiger Rot Schwarz Kiel. Mit einem 1:0-Erfolg kehrte das Team aus Dörpum vom Spitzenspiel zurück. Den goldenen Treffer konnte Björn Schmidt in der letzten Minute erzielen. Stark: Die Kieler sind Tabellenzweiter, nur drei Pluspunkte auf die Spitze entfernt. Mindestens dort bleiben will man auch nach dem nächsten Spieltag. Dann geht es am 30. 9. 23 ab 14 Uhr daheim gegen die SG Eckernförde/Fleckeby, die mit einem 3:5 gegen Slesvig IF in die Landeshauptstadt kommt. Für Klausdorf geht es am 29. 9. um 19 Uhr gegen Eidertal/Molfsee darum, den freien Fall zu stoppen. Das ginge am besten mit einem Dreier gegen die Spielvereinigung. Eidertal kickte am 9. Spieltag 5:5 gegen den TSV Altenholz. Dabei glich die Mannschaft in den letzten vier Spielminuten zweimal einen Rückstand aus. Die Moral stimmt also.

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