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35 Nachwuchs-Polizisten freuten sich über erfolgreiche Ende ihrer Ausbildung

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Foto: Foto: PD AFB Eutin

Altenkrempe/Eutin (t). Es war ein Moment, den 35 junge Polizeibeamtinnen und -beamte wohl nie vergessen werden. Bei einem Festakt auf Gut Hasselburg wurden die sichtlich erleichterten Nachwuchspolizisten zu Polizeiobermeistern ernannt. Mit der Ernennung zogen die Frauen und Männer einen Schlussstrich unter eine zweieinhalbjährige Ausbildung
Und auch die Rahmenbedingungen waren in Anbetracht der Corona-Krise so außergewöhnlich wie nie bei einem Ernennungsfestakt zuvor. So konnte der Stellvertretende Leiter der PD AFB Ralph Garschke neben den Auszubildenden und Ausbildern nur wenige Ehrengäste begrüßen. Und besonders schmerzlich für den Nachwuchs: Erstmals war Familienangehörigen und engen Freunden die Teilnahme verwehrt.
Jedoch ließ es sich Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack nicht nehmen, mit ihrer Teilnahme dem Festakt eine besondere Note zu verleihen und gleichzeitig dem Polizeinachwuchs ihre Anerkennung zuteilwerden zu lassen. In Ihrer Festrede unterstrich Sabine Sütterlin-Waack, dass die Auszubildenden auf den Dienststellen im Land als Verstärkungskräfte erwartet würden. Die Polizei habe im Land ein hohes Ansehen. „Und das Ansehen ist durch maßvolles, verantwortungsbewusstes Handeln, verbunden mit einem klaren Wertekanon, erarbeitet worden“, so die Ministerin.
Kritik äußerte Sütterlin-Waack am Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz: „Solch ein Gesetz brauchen wir für unsere schleswig-holsteinische Polizei nicht“, verdeutlichte sie. Und die Ministerin beruhigte, Polizistinnen und Polizisten, die möglicherweise in Berlin unterstützen müssten. Sie habe prüfen lassen, ob aus dem Gesetz irgendwelche persönliche Nachteile für die schleswig-holsteinischen Einsatzkräfte erwachsen könnten. „Das ist ausdrücklich nicht der Fall, Polizistinnen und Polizisten der Landespolizei können dort weiterhin unterstützen“, stellte die Ministerin fest.
Sabine Sütterlin-Waack verurteilte in ihren Worten außerdem die Vorfälle und Angriffe auf Polizisten in Stuttgart. Sie stellte sich hinter die Polizei und machte klar, dass solche Vorfälle als Gesellschaft nicht zu akzeptieren seien. “Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten ist verachtenswert. Wir können es nicht hinnehmen, dass die Menschen, die für unseren Schutz da sind, grundlos angegriffen werden“, befand die CDU-Politikerin. Die Polizei genieße in der Bevölkerung vielmehr ein hohes Ansehen und Vertrauen. Pauschale Vorverurteilungen seien wenig hilfreich. „In der Landespolizei wird konsequent gegen Rassismus vorgegangen und bei fremdenfeindlichen, rassistischen oder rechtsextremen Vorfällen eine Null-Toleranz-Linie verfolgt“, machte Sütterlin-Waack deutlich. Auch in der Ausbildung spiele das Thema bis hin zur Partnerschaft der PD AFB mit der Holocaust-Gedenkstätte Yad-Vashem eine herausgehobene Rolle. Und bewusst sei die PD AFB Mitglied bei „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“, so die Ministerin.
Und auch Landespolizeidirektor Michael Wilksen ermutigte den Polizeinachwuchs.
„Trotz aller Umstände ist das heute für Sie ein Tag der Freude“, sagte Wilksen. Der ranghöchste Polizist in Schleswig-Holstein verdeutlichte, dass die Ausbildung die Grundlagen für die Haltung von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten lege, verantwortlich und im Wertekanon zu handeln. Einen Blick zurück auf die zweieinhalbjährige Ausbildung warf der 23-jährige Mauricio Arndt (Foto r.), der auch als Jahrgangsbester geehrt wurde. „Die wichtigen Eigenschaften, auf die es im polizeilichen Alltag ankommt, sind uns während der Ausbildung beigebracht worden: Werte wie Toleranz und Fairplay, Charakterstärke und Menschlichkeit, Gerechtigkeit und eine große soziale Kompetenz, aber auch die Fähigkeit, sich in andere Menschen hinein zu fühlen, und so angemessen und emphatisch auf unsere Mitmenschen zuzugehen“, dankte Arndt den Ausbildern im Namen der ehemaligen Auszubildenden für die engagierte Unterstützung und Hilfe.


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