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Peter Hausberg stellt sich zur Wahl

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Foto: hfr

Eutin (aj/t). „Das Bürgermeisteramt in Eutin soll in gute Hände fallen“, dieses Anliegen formuliert Peter Hausberg als zentrales Motiv für seine Kandidatur zur anstehenden Bürgermeister*in
wahl im Herbst. Hausberg, der als Drilling im Sankt-Elisabeth-Krankenhaus schon mit seiner Geburt für öffentliche Aufmerksamkeit sorgte (Schlagzeile „Drei auf einen Streich“) will künftig als Verwaltungschef Themen setzen. Zunächst aber liegt für den 62jährigen das Hauptaugenmerk auf einem fairen und redlichen Wahlkampf: „Ich will mithelfen, einen guten Kandidaten zu finden“, betont er. Als parteiloser und unabhängiger Bewerber will er Schwerpunkte beim Klimaschutz setzen: „Die Stadt Eutin muss verantwortungsvoll an die nächste Generation übergeben werden. Hierbei muss aber aus meiner Sicht auch immer die soziale Gerechtigkeit in den Blickpunkt genommen werden.“ Weitere wichtige Themen für die Stadt macht er im Fortschritt der Digitalisierung, in der Zahl der verfügbaren Kitaplätze und der aktuellen Frage nach dem Schulstandort aus. „Besonders beim Schulstandort identifiziert er viele schwierige Sichtachsen verbunden mit sichtbaren Kommunikationsproblemen, die dringend aufgelöst werden müssen“, so Hausberg. Bezahlbarer Wohnraum und der Fachkräftemangel sind weitere Schlagworte seiner Vorstellung. Peter Hausberg ist 62 Jahre alt und in Eutin geboren. Er ist mit seiner Frau Katharina, einer Diplom-Ingenieurin, verheiratet und hat eine 22jährige Tochter. Zuhause ist er in der Blauen Lehmkuhle in Eutin. Er beschäftigt sich mit Geschichte, Schach, Oldtimermotorrädern und mag den SC Freiburg. Zudem ist er interessiert an der Pflege der plattdeutschen Sprache. Peter Hausberg, der in Süsel aufwuchs, ist gelernter Schornsteinfeger und hat unter anderem als Geselle auf St. Pauli gearbeitet. Nach dem Abitur studierte er von Ende 1984 bis Anfang 1990 Politische Soziologie und Psychologie an der Freien Universität Berlin. Nach dem Diplom-Studium war er fünf Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin in Lehre und Forschung tätig. Nach weiteren fünf Jahren im IT-Management in Hamburg ist er mit seiner Familie 2001 nach Eutin gezogen, um seiner Tochter ein Aufwachsen in der Holsteinischen Schweiz zu ermöglichen. Zunächst arbeitete Peter Hausberg bei der Stadt Eutin als Pädagogischer Mitarbeiter, inzwischen ist er seit 20 Jahren mit Konzepten zur beruflichen Integration benachteiligter Jugendlicher und junger Erwachsener befasst, davon 15 Jahre bei der Baugewerbe-Innung Ostholstein. Derzeitig leitet er beim Grone Bildungszentrum in Eutin ein interdisziplinäres Team, das im Auftrag der Agentur für Arbeit für Jugendliche und junge erwachsene RehabilitandInnen berufliche Anschlussperspektiven herstellt. Eine Politisierung habe bei ihm Mitte der siebziger Jahre stattgefunden. Die Befreiung von aus der Zeit gefallenen Strukturen verbunden mit dem Wunsch nach einer breiten gesellschaftlichen Veränderung habe ihn begeistert. Die gesellschaftlichen Umwälzungen führten bei Peter Hausberg „im Kraftfeld von politischen sowie sozialen Bewegungen, Jugendzentren und Mofas zwangsläufig zu einem gesellschaftspolitischen Engagement“. Mit Freude habe er die Etablierung notwendiger Reformen in der Sozialpolitik sowie in der Rechts- und Bildungspolitik als auch die Gleichberechtigung unterschiedlicher Lebensstile verfolgt. Ehrenamtlich engagiert er sich bei der Eutiner Hospizinitiative. In seiner Freizeit verfolgt er die Fußball-Spiele von Eutin 08. Die Mühle würde er gern erhalten wissen, dieser Ort sei vielen EutinerInnen ans Herz gewachsen. Nach dem coroanbedingten „Bruch die breit gefächerte Kulturvielfalt und wirtschaftliche Kraft Eutins voll zum Ausdruck zu bringen“ sei ihm ein wichtiges Anliegen.


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