Reporter Eutin

„Sie machen Ostholstein lebenswert”

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Eutin (ed). Wie alles in diesem Jahr war auch die Verleihung der Ehrennadel des Kreises Ostholstein ein bisschen anders als sonst – in den vergangenen Jahren immer im Kloster Cismar oder dem Schloss Eutin durchgeführt, um die Bedeutung des Ehrenamtes durch einen besonders festlichen Rahmen zu unterstreichen, fand sie dieses Jahr im Kreishaus statt. „Aber ich bin angesichts so vieler abgesagter Veranstaltungen in diesem Jubiläumsjahr froh und glücklich“, so Kreispräsident Harald Werner, „dass wir sie überhaupt durchführen dürfen.“ Neun verdiente EhrenamtlerInnen bekommen im 50. Jahr des Kreises die Ehrennadel verliehen – Ehrenamtler aus allen Bereichen der Gesellschaft vom Tierschutz über den Sport bis hin zur Kommunalpolitik. „Sie machen Ostholstein lebenswert“, so Harald Werner, „und Sie zeigen, wie reich und vielfältig das Ehrenamt im Kreis ist. Das Ehrenamt ist das Herz unserer Gesellschaft, es macht sie stark und hält sie zusammen – und es ist ebenso bunt und vielseitig wie unsere Gesellschaft.“ Menschen, die ehrenamtlich tätig sind, entscheiden sich freiwillig und motiviert, sich und ihrem Umfeld Gutes zu tun – und egal, in welchem Bereich des Lebens sie das tun, sie bereichern sich und die Gesellschaft. Ob Feuerwehr, Jugendtrainer, Tierschützer oder Kulturunterstützer, „Sie sind die stillen Helden, die Vorbilder, die wir in einer Welt mit vielen fragwürdigen Idolen wirklich brauchen.“, bedankte sich der Kreispräsident für das teilweise jahrzehntelange Engagement der Preisträger – so wie Arend Knoop, ohne den in Eutin vieles heute nicht so wäre, wie es ist, denn: Arend Knoop, 73 Jahre, aus Langenhagen setzt sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Belange der Stadt Eutin und der hier lebenden Menschen ein. Als Vorstandsmitglied der Wirtschaftsvereinigung Eutin e. V. war er maßgeblich an der Vorbereitung und Durchführung vieler Aktivitäten beteiligt: Autofrühling auf dem Marktplatz, das Aufstellen von Ostereier-, Mai- und Weihnachtsbäumen, die Weihnachtsbeleuchtung, die Rodel- und Schlittschuhbahn, um nur einige zu nennen. Immer stand er mit Rat und Tat und seinen Mitarbeitern und Gerätschaften und oft auch mit finanzieller Unterstützung bereit.
In die Entwicklung der Fußballabteilung von Eutin 08 hat er sich langjährig und intensiv eingebracht. Er übernahm viele verschiedene Funktionen im Verein, sei es Abteilungsleiter, Bauleiter, Parkplatzeinweiser, Kassierer, Verkäufer von Wurst und Bier oder als Müllsammler. Er war sich für nichts zu schade. Neben den aufgeführten Tätigkeiten war Arend Knoop maßgeblicher Sponsor und Mäzen.
Auch für die Neuen Eutiner Festspiele hat er sich eingesetzt. Seit der Gründung im Jahr 2011 bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 2018 war er Beiratsmitglied, Gesellschafter und Technischer Direktor der Festspiele, insbesondere auch in finanzieller Hinsicht. Nicht nur als Gesellschafter hat er großzügige Einlagen getätigt. Er hat den Festspielen die vielen Arbeitsstunden, die seine Angestellten für diese tätig waren, gar nicht oder immer zu Sonderkonditionen in Rechnung gestellt. Seinen eigenen Maschinenpark sowie auch seine Hallen in Langenhagen stellte er für den Bühnenbau unentgeltlich zur Verfügung. Und er selbst war viele Stunden in der Opernscheune tätig. In den Festspielwochen hat er den Schließdienst übernommen; er war zentraler Ansprechpartner für alles, was im Alltag dort angefallen ist: Abholung von ausgeliehenen Kostümen, bei Stillstand der EDV, Reinigung der Bestuhlung auf der Tribüne – und vieles mehr. Er hat Mitarbeiterfeste selbst organisiert. Arend Knoop war die Seele des gesamten Festspielbetriebes. Und: In seiner Heimatgemeinde Schönwalde/Langenhagen erinnert man sich gern und dankbar an das tatkräftige und humanitäre Engagement während der Hochphase der Flüchtlingskrise.
Auf die Frage, wieso er sich für die Stadt und ihre Menschen engagiere, hat Arend Knoop einmal in seiner ganz eigenen, herzlichen und liebenswerten Art gesagt, so als könne es gar nicht anders sein: „Weil ich Eutin liebe.“ Das glaubt man ihm uneingeschränkt – denn wenn man etwas liebt, dann setzt man sich dafür ein, und deshalb hat Arend Knoop diese Ehrennadel verdient. Ein bisschen überrumpelt sagt er auf die Frage, ob er sich freue: „Das hat mich total überrascht, aber ja, ich freu mich.“ Wir freuen uns mit und gratulieren sehr herzlich!
Neben Arend Knoop erhielten acht weitere Ehrenamtler die Ehrennadel des Kreises: Astrid Petersen, 79 Jahre, aus Klingberg, Jörg Bochnik, 69 Jahre, aus Heiligenhafen, Hans Jürgen Eckmann, 73 Jahre, aus Grammdorf, Carola, 69 Jahre und Hans-Detlef Stölken, 70 Jahre, Andrea Grose, 52 Jahre, aus Haffkrug, Eberhard Dörr, 82 Jahre, aus Cismar und Hans-Uwe Hartert, 78 Jahre, aus Grube. „Sie alle sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält“, so Kreispräsident Werner, „Sie bauen an dem Fundament, auf dem wir alle stehen. Und diese NAdel ist der sichtbare Dank und die Anerkennung dafür.“


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