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Aufsteiger Preetz mit gelungener Landesligahinrunde

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Foto: D. Freytag

Kreis Plön (dif). Halbzeit auch für den Preetzer TSV in der Fußball-Landesliga Mitte. Die Truppe von Trainer Andreas Möller ging als Verbandsligameister und Neuling in die Saison 2022/23. Kurz vor Ende des Jahres und mitten in der nun begonnenen Winterpause darf man in der Schusterstadt guten Mutes sein, auch nach dem Sommer 2023 in dieser Landesliga zu spielen. Auf einem starken 6. Platz der Tabelle liegend ging es unter den Weihnachtsbaum. Und so verlief die Liga: Mit 0:2 zahlte das Team am 1. Spieltag in Tungendorf noch Lehrgeld. Kurz nach der Halbzeit (49.) und zum Spielende hin (84.) fehlte die letzte Konzentration und die Gegentore fielen. Doch schon eine Woche später holte sich der Aufsteiger beim 3:1 über den TSV Altenholz seinen ersten Dreier und Heimsieg. Das 0:1 durch den Altenholzer Webessie (27.) konnte Max-Matthis Wichelmann im Gegenzug ausgleichen. Damit darf er sich als erster Landesligaschütze nach dem Aufstieg in die PTSV-Vita eintragen. Der schnelle Ausgleich setzte Kräfte frei. Neuzugang Melih Cerrah schoss seine Farben in Minute 47 in Front und Johannes Schütt machte die Akte mit dem 3:1 sieben Minuten später endgültig zu. Mit einem Zähler in der Fremde beim Gettorfer SC (0:0) wurde weiter gepunktet. Anfang September dann bereits das Rückspiel gegen Tungendorf. Diesmal hieß der Sieger Preetz. Die Revanche sollte schon nach 180 Sekunden und dem 1:0 durch Johannes Schütt starten. Doch dem Gästespieler Hagemann gelang schnell der Ausgleich (16.). Die letzten zehn Spielminuten wurden dann turbulent und nach 90 Minuten stand es in der Schusterstadt 3:1. Erneut Schütt (84.) und Moritz Danberg schossen den spätem Dreier heraus. Diese kleine Serie fand dann in Kronshagen ihr Ende. Das Match ging mit 1:2 verloren. Zwei Niederlagen gegen Kronshagen und Tungendorf, sieht man sich die Tabelle nach Abschluss der Hinserie an, so darf sich die Möller-Elf schon über diese Pleiten ärgern. Das verlorene Match drückte aber nicht auf die Leistung. Im Cup der Meister schossen sich die PTSVer den Frust aus den Schuhen und den TSV Selent, Aufsteiger in die Verbandsliga Ost, mit 6:2 aus dem eigenen Stadion. Ein wenig kurios verliefen dann die beiden folgenden Antreten. Gegen Eidertal holte man ein hohes 4:0 (Tore durch Schütt, Cerrah und zweimal Co-Trainer Jirka Heine), um dann sieben Tage später beim krisengeschüttelten SVE Comet in Kiel mit dem gleichen Ergebnis zu verlieren. Die gute Form sollte gegen den TSV Lägerdorf dann erneut herausgeholt werden. Mit 4:1 ging diese Begegnung an den Verbandsligameister. Einmal mehr Cerrah und Schütt, dazu Finn Busse und Maximilian Zimmermann, trafen für den PTSV, der auch noch den Lägerdorfer Treffer besorgte. Neil Helbing traf dabei ins eigenen Netz. Danach ging es zu den drei Top-Mannschaften der Staffel. Zuerst gab es beim 2:3 in Klausdorf keine Punkte. Zwar ging man nach 17 Minuten in Führung, kassierte dann aber drei Gegentore binnen 13 Minuten zum 1:3. Heine konnte nur noch auf 2:3 verkürzen. Danach war auch der MTSV Hohenwestedt bei der 1:4-Heimpleite (Tor Busse in zwei Minuten vor dem Abpfiff) zu stark. Doch Preetz raffte sich wieder auf und trotzte Tabellenführer Neumünster ein 3:3 bei den Veilchen an. In diesem Spiel zeigte man Moral. Der 0:2-Rückstand nach 12 Minuten wurde eindrucksvoll weggesteckt und durch Cerrah und einem VfR-Eigentor stand es 2:2. Zum Pausentee ging es aber mit einem 2:3-Rückstand, den Danberg noch ausgleichen konnte. Nach drei Spielen ohne Sieg war das 3:1 über den Heikendorfer Sport Verein mehr als wichtig und Balsam für die Seelen. Das „andere Gesicht“ zeigten die Möller-Kicker wieder beim Lübecker Vertreter SV Azadi, wo man im Meisterpokal mit 0:4 unterlag. Viel wichtiger war der eine Auswärtszähler in Altenholz (1:1), da man zum Abschluss 2022 dem Gettorfer SC mit 1:3 unterlag. Auch wenn es ergebnistechnisch doch einige Höhen und Tiefer in der Preetzer Saison gab, mit Tabellenplatz sechs hat sich der Verein eine solide Basis geschaffen, den Klassenerhalt zu realisieren. Auf Position vier sind es nur vier Zähler, allerdings ist auch der Puffer gen Abstiegsränge nur vier Pluspunkte groß. Die schlechte Platzierung gab es gleich am ersten Spieltag (Platz zehn), am höchsten stand das Team am 8. Spieltag als Vierter. Nichts desto Trotz und mit Blick auf die aktuellen Matches kann man sagen: In der Liga angekommen! Bester Torschütze ist Neuzugang Melih Cerrah mit sechs Toren, knapp vor Johannes Schütt, der auf fünf Treffer kommt.


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