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Tütenweise Tafelspenden

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Tütenweise Lebensmittel für die Tafelkunden: Tafel-Vorsitzende Renate Beck, Beiratsmitglied Reiner Wilhelm (v. l.), Schatzmeister Jürgen Weiser und REWE Marktleiter David Schnibben freuen sich über die große Unterstützung und Hilfsbereitschaft in der Schusterstadt.

Tütenweise Lebensmittel für die Tafelkunden: Tafel-Vorsitzende Renate Beck, Beiratsmitglied Reiner Wilhelm (v. l.), Schatzmeister Jürgen Weiser und REWE Marktleiter David Schnibben freuen sich über die große Unterstützung und Hilfsbereitschaft in der Schusterstadt.

Preetz (los). Die Preetzer haben geklotzt, nicht gekleckert: „Rund 250 Tüten haben wir innerhalb von zwei Wochen für die Tafel zusammen bekommen“, zeigt sich REWE Marktleiter David Schnibben, Fachmarktzentrum im Hufenweg von der Hilfsbereitschaft begeistert. „Das ist eine deutliche Steigerung zu den Jahren davor.“
Die Tüten sind alle mit gleichem Inhalt gefüllt. Pro Tüte zahlen die Kunden im Supermarkt 5 Euro. „Der Wert der Waren liegt aber über 5 Euro“, erläutert Schnibben. Diesen Teil stifte REWE dazu. Gesammelt wurde nicht nur im Hufenweg: Auch die Filiale am Preetzer Marktplatz beteiligte sich an der Tütenaktion. Ebenso stellten die REWE Märkte in den Ortsteilen Raisdorf und Klausdorf der Nachbargemeinde Schwentinental die gefüllten Spendentüten für die Preetzer Tafel bereit.
Die Tafelaktionswochen gibt es seit 2009. Doch der Bedarf an Unterstützung bleibt auch nach einem Aktionszeitraum bestehen. David Schnibben hat darum eine dauerhafte bestehende Sammelstelle im Kassenbereich organisiert, „so dass man auch weiterhin für die Tafel spenden kann“.
Die gespendeten Tüten haben die Vereinsmitglieder der Preetzer Tafel, Beiratsmitglied Reiner Wilhelm, Kassenwart Jürgen Weiser und Vorsitzende Renate Beck für ihre Kunden abgeholt. Erst im August 2020 hat sich der Vorstand nach den Mitgliederwahlen in allen Ämtern neu formiert und war gleich mit dringenden Aufgaben konfrontiert. Hierzu zählte die Reparatur des Vordachs (Zimmerei Axel Wenndorf) am Eingang der Tafel, das nach einem Brand beschädigt war, außerdem wurden für die Ausgabestation sowie der Kühlbereich mit Spuckschutz Corona-sicher präpariert und der beschädigte Ausgaberaum frisch gestrichen (Dieter Jensen, Jensen Raumausstattung).
145 Preetzer Tafel-Haushalte würden aktuell versorgt, berichtet Renate Beck über den derzeitigen Stand. Um die Abholung der Lebensmittel mit durchschnittlich rund 90 bis 100 Tafelkunden Corona-sicher zu organisieren und alle Abläufe zu entzerren, würden inzwischen zwei Ausgabetermine, dienstags und mittwochs angeboten (bislang mittwochs). „Es kommen auch nicht alle immer regelmäßig“, erzählt sie.

Fand die Abholung im Sommer noch im Freien statt, ist dies jetzt nicht mehr möglich. Damit alles zügig vonstatten geht, würden jetzt Tüten für die Abholer vorgepackt und ausgegeben. „So haben wir kurze Wartezeiten und der Abstand wird gewahrt.“ Auch die Helfer arbeiteten unter genügender Distanz zueinander und mit „Maske“. Zudem würden getrennte Helfergruppen mit zeitlichem Abstand zueinander sortieren und packen, so dass eine Fortsetzung auch im Quarantänefall möglich wäre. Rund 20 Aktive hat die Tafel für die verschiedenen Aufgabenbereiche Corona-sicher aufgeteilt und bei ihrer Arbeit in den vergangenen Monaten vor allem eins festgestellt: „In Preetz gibt es eine enorme Hilfsbereitschaft.“
Obwohl die Tafel nur ausgeben kann, was sie an Waren aus den Geschäften bekommt, werde versucht, persönliche Belange beim Packen zu berücksichtigen. „Wir versuchen zum Beispiel auch vegane Tüten zu packen und auf die Wünsche einzugehen“, erklärt Jürgen Weiser. Pro Ausgabe zahlen die Tafelkunden einen Euro an den Verein. „Das hat auch etwas mit Wertschätzung zu tun“, sagt Renate Beck.
Seit November bietet die Tafel einen Lieferservice an. Kunden, die nicht gut zu Fuß sind und weiter weg wohnen, erhalten so trotzdem ihre Lebensmittel. Vor allem ältere Kunden, die zu Corona-Risikogruppe zählten, seien so besser geschützt. Bezüglich der Fragen rund um die Gefahren einer Ansteckung und dem Schutz vor Covid ist der Schritt in eine neue Richtung gemacht. „Das muss neu organisiert werden“, verdeutlicht Renate Beck, „wir fangen daher langsam an damit.“ Die Tafel hatte wegen der Pandemie von März 2020 bis nach Ostern schließen müssen. „Und das möchten wir eben nicht noch einmal.“


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