Reporter Eutin

TV Grebin leidet unter der Corona Krise

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Grebin (t). Um die Vorgaben und Beschränkungen der Corona Verordnungen strickt einhalten zu können, fand die Mitgliederversammlung des TV Grebin unter freiem Himmel statt.
Bürgermeister Karl Schuch überbrachte die Grüße der Gemeindevertretung und betonte in seinem Grußwort, dass ein funktionierender und gut aufgestellter Sportverein für die Gemeinde Grebin unerlässlich sei. Er werde sich dafür einsetzen, dass der TV, notfalls durch Unterstützung durch die Gemeinde , die Herausforderungen der Krise meistern könne. Er hoffe, dass die Gemeindevertretung dies auch so sehe. Er wünschte der Versammlung, auch im Hinblick auf die anstehenden Wahlen einen guten Verlauf.

In der sich anschließenden Totenehrung durch den Ehrenvorsitzenden Günter Gudegast mussten die anwesenden Mitglieder von Karlheinz Kühl, Manuela Bieber, Barbara Podbielski, Gerda Waschull, Lisa Kahl und Lore Krumbeck Abschied nehmen.

In einem ausführlichen Bericht stellte der 1. Vorsitzende Joachim Burgemeister die Entwicklung des Sportvereins in den letzten beiden Jahren dar und gab einen umfassenden Überblick über die augenblickliche Situation des Vereins. Der TV Grebin befindet sich zur Zeit in einem Wandlungsprozeß von einem hauptsächlich durch den Fußball geprägten Verein hinzu einem Verein mit vielfältigen Angeboten für die Mitbürger*innen in Grebin und den umliegenden Gemeinden. Das zeige sich auch darin, dass das gemeindeeigene Sportheim für vielfältige andere Veranstaltungen genutzt werde.

Dazu gehöre zum Beispiel die Nutzung durch die Gemeinde als Tagungsraum für die Gemeindevertretung, den Geschäftsausschuß, den Kindergartenbeirat, Arbeitssitzungen mit Amt und Gemeinde sowie als Wahllokal und neuerdings jeweils Mittwoch und Samstags als Corona Testzentrum. Der Verein habe mit der Gemeinde einen neuen Mietvertrag vereinbart mit verbesserten Bedingungen für die Unterhaltung des Gebäudes.
Sportlich gesehen habe der Verein seit der letzten Versammlung 2019 einige Herausforderungen zu bestehen gehabt. Insbesondere die Fußballsparte habe durch neue Spieler und den neuen Trainer Marcel Kühn einen Aufschwung erlebt. Marcel Kühn, der sich den Mitgliedern kurz vorstellte, lobte die guten Trainingsbedingungen in Grebin und bedauerte das nach der vielversprechenden Aufnahme des Spielbetriebes der Lockdown die Saison abrupt beendet habe. Er hoffe auf einen guten Neustart im August.
Um während des Lockdowns trotzdem etwas anbieten zu können, habe der Vorsitzende kurzerhand im Obergeschoß ein “Fernsehstudio” eingerichtet und damit Zumba über einen Streaming Dienst im Internet übertragen. Dies war möglich, weil das Sportheim auch über einen Glasfaseranschluß verfügt.
Die Nordic Walking Sparte konnte als Outdoorveranstaltung auch während des Lockdowns unter Einhaltung der Corona Regeln weiterarbeiten, die Leiterin Ruth Mielke gab bekannt, dass jetzt 4 mal die Woche, jeweils Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag durch Grebin und Umgebung gelaufen wird.
Capoeira Gruppenleiterin Vera Höfermann konnte beim Start 2019 ein großes Interesse vermelden jetzt seien noch 15 Kinder in 3 Gruppen dabei. Sie hoffe, dass mit fortschreitenden Lockerungen zumindest bald wieder draußen mit dem Training begonnen werden kann.
Joachim Burgemeister gab bekannt, dass dann auch wieder das Bogenschießen aufgenommen werden kann.
Seinen Überblick über die wirtschaftliche Situation des Vereins begann der Vorsitzende mit einem herzlichen Dankeschön an die vielen Helfer und Förderer des TV Grebin. So habe der Förderverein eine neue Ausstattung für die Fußballabteilung finanziert. Der Verein hat 2mal erfolgreich bei Sterne des Sports der Volksbank erfolgreich mitgemacht und insgesamt 2100 € an Spenden bekommen. Die Fördesparkasse habe die Gründung der Bogensparte mit 2500 € unterstützt. Den allergrößten Dank aber richtet Joachim Burgemeister an die vielen Mitglieder, die trotz des Ruhens der sportlichen Aktivitäten nicht ausgetreten sondern dem Verein treu geblieben sind.
Trotzdem habe Corona tiefe Furchen in den Finanzen des Vereins gezogen. So sind zum Beispiel die Ausfälle durch nicht stattfindende Veranstaltungen sehr gravierender Art..Der amtierende Vorstand habe alle Einsparpotentiale genutzt und die Kosten zurückgefahren. Als besonderes Ärgernis bezeichnete der Vorsitzende die Heizölkosten. So habe der Sportverein das Haus großzügig zur Verfügung gestellt habe aber bis heute keinerlei Erstattung für die Heizungs- und Reinigungskosten bekommen. Da wegen der Coronaauflagen häufig gelüftet werden müsse, sind diese Kosten aus dem Ruder gelaufen und ein Grund dafür, das in diesem Jahr ein Loch von 6000 € im Haushalt klafft und somit den Verein in Existenznot bringen könnte. Joachim Burgemeister betonte, dass er alle Anstrengungen unternehmen werde, den Verein unbeschadet durch die Krise zu führen. Er und der amtierende Vorstand wurden von der Versammlung einstimmig entlastet.
Die anschließenden Vorstandswahlen brachten viele Veränderungen.
Joachim Burgemeister wurde als 1. Vorsitzender einstimmig in seinem Amt bestätigt. Des weiteren wurden auf seinen Vorschlag gewählt:
2. Vorsitzende Marlen Degner, Kassenwart Pascal Christiansen, Schriftwartin Kerstin Schellhorn, Beisitzer für 2 Jahre Sophie Siebelts, Marcel Kühn, Marcel Staude, Beisitzer für 1 Jahr Dennis Kallinowski, Sebastian Plack, Kassenprüfer Klaus Podbielski und Gerrit Band. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.
Besonderen Raum nahmen die Ehrungen für langjährige Mitarbeit und Mitgliedschaft ein. Als “Chefin” der Küche im Sportheim war Regina Bieber über 25 Jahre der Gute Geist des Sportheims, die immer dafür sorgte das alles reibungslos lief. Dafür dankten ihr mit kleinen Präsenten der 1. Vorsitzende Joachim Burgemeister und der Vorsitzende des Fördervereins, Peter Bünning.
Für langjährige Vereinstreue wurden geehrt: Sebastian Plack 10 Jahre – Heiko Willnow 15 Jahre – Kurt und Wiebke Scharmukschnis, Peter Grams 25 Jahre – Klaus Klünder, Iris Bünning, Karl Schuch 40 Jahre – Hedi Gudegast, Heinz Ehlers 50 Jahre und Heinz Paustian und Eckhard Krohn für stolze 60 Jahre


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