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Auf Kapitän Ralf Krogmann folgt Kapitän Michael Müller

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Michael Müller, seit 2004 Vormann der Seenotretter in Laboe, wechselt in den Landdienst. Er ist nun Ansprechpartner für Menschen, die sich in besonderer Weise mit Spenden für die DGzRS engagieren möchten.

Michael Müller, seit 2004 Vormann der Seenotretter in Laboe, wechselt in den Landdienst. Er ist nun Ansprechpartner für Menschen, die sich in besonderer Weise mit Spenden für die DGzRS engagieren möchten.

Foto: hfr/Die Seenotretter – DGzRS, Jörg Sarbach

Laboe (t). Ein Kapitän, der sich auf See bestens auskennt, verstärkt künftig das #TeamSeenotretter an Land: Michael Müller, Vormann des Seenotrettungskreuzers BERLIN der Station Laboe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), wechselt in den Landdienst. Er ist in nun Ansprechpartner für Menschen, die sich in besonderer Weise mit Spenden für die DGzRS engagieren möchten. Damit übernimmt er einen Großteil der Aufgaben von Ralf Krogmann, Repräsentanz Hamburg, der zum Jahreswechsel in den Ruhestand geht.
„Wir sind hier in Laboe immer sehr viel in Kontakt mit Spendern und Spenderinnen – und das gefällt mir. Ralf Krogmann habe ich schon häufig bei Veranstaltungen begleitet. Als er mich gefragt hat, ob ich mich für seine Nachfolge bewerben will, habe ich sorgfältig darüber nachgedacht und mich dann sehr gern dafür entschieden“, sagt Michael Müller.
Der 53-jährige ist seit 1998 bei der DGzRS und war seit 2004 Vormann der Station Laboe. Während seiner Zeit an Bord erhielt die Station durch ihre Lage an der Kieler Förde und auch durch das 2015 neu eröffnete Informationszentrum in Laboe viel Präsenz in den Medien. Dazu trug auch die mehrteilige NDR-Dokumentation „Seenotretter“ noch einmal bei: Die Gesichter der Besatzung sind in Laboe – und weit darüber hinaus – vielen Menschen bekannt – nicht zuletzt auch Vormann Michael Müller.
Der ehemalige Containerschiff-Kapitän hat seine Aufgabe immer in erster Linie als Hilfe für andere verstanden. „Wir lassen da draußen niemanden allein!“ ist einer seiner Grundsätze. Wie vielen Menschen er mit seiner Crew bis heute geholfen hat, kann Michael Müller nicht sagen – und auch nicht, wie oft er in seiner Zeit an Bord Medien von seiner ersten Begegnung mit den Seenotrettern erzählt hat. 14 Jahre war er alt und mit einem Freund auf einem Angelkutter draußen. Sein Freund wurde von einem Petermännchen, einem giftigen Fisch, gestochen und erlitt einen allergischen Schock. Der Seenotrettungskreuzer THEODOR HEUSS holte die beiden Jungen vom Kutter ab. Dass er selbst einmal Vormann auf einem Kreuzer werden würde, ahnte er damals keineswegs.
Dass die gesamte Arbeit der DGzRS ausschließlich durch Spenden finanziert wird, bedeutete Michael Müller stets nicht nur Freiheit, sondern auch Verantwortung. „Das kann ich Menschen sehr gut nahebringen, und dazu möchte ich in den nächsten Jahren beitragen“, begründet er seinen Schritt an Land. „Ich habe immer sehr gern mit den Kollegen an Bord zusammengearbeitet. Nun freue ich mich auch auf die Kollegen an Land!“
Kapitän Ralf Krogmann war zunächst zehn Jahre ehrenamtlich an Land und als Freiwilliger auf der THEODOR HEUSS für die DGzRS tätig gewesen. Seit dem 1. Oktober 1984 war er 37 Jahre lang hauptamtlich bei den Seenotrettern, einst ebenfalls an Bord wie Michael Müller, später in der SEENOTLEITUNG BREMEN und schließlich viele Jahre an Land tätig, darunter allein 30 Jahre von Hamburg aus.
Krogmann ist froh über seine maritime Nachfolge. „Die Seefahrt und die DGzRS liegen vielen Menschen sehr am Herzen. Ich bin sehr froh, dass mir jemand nachfolgt, der genau weiß, wovon er spricht, wenn er von der Arbeit der Seenotretter auf Nord- und Ostsee erzählt. Micha ist genau der Richtige, um Menschen weiter für die DGzRS zu begeistern.“


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