Reporter Eutin

Frühlingserwachen in Barsbek

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Barsbek (los). Frühjahrserwachen in Barsbek: Der ganze Dorfanger hat sich in eine blühende Wiese verwandelt. Vor allem Krokusblüten leuchten jetzt in weiß, gelb und violett. Biene Maja und Co. fliegen darauf, zählen doch die kleinen Frühblüher für sie zu den ergiebigsten Nahrungspflanzen. Völker bildende Insekten wie zum Beispiel Hummeln sind ganz besonders auf diese Blumen angewiesen, die mit dem reichen Angebot an Nektar und Pollen ihre Entwicklung in schwierigen Zeiten unterstützen. Die hübschen Krokusse überdauern den Rest des Jahres in kleinen Knollen und sind somit keine Zwiebelblumen. Im zeitigen Frühjahr nutzen sie das reiche Angebot an Licht und Bodenfeuchtigkeit, um vor der nachrückenden Konkurrenz unter Stauden, Wildkräutern und Gehölzen, die auf wärmere Tage warten, die ersten Bestäuber anzulocken. Wer für die umfassend bedrohte Insektenwelt etwas tun möchte, sollte die kleinen Knollen nicht außer Acht lassen: Ab September, wenn der ideale Pflanztermin für sie gekommen ist, werden verschiedene Sorten angeboten. Tipp: Wer die Krokusblüte noch weiter fassen und Insekten helfen möchte, sollte auch für die Herbstkrokusse einen Platz einplanen. Sie blühen spät im Jahr und versorgen Wildbienen, Falter und Schwebfliegen vor ihrer Winterruhe mit energiereichem Futter. Zu den im Herbst blühenden Spezies zählt übrigens auch der Safran-Krokus als uralte Kultur- und Würzpflanze. „Safran macht den Kuchen geel“, erinnert auch ein überliefertes Kinderlied an den vielfältigen Gebrauch der Safran-Fäden. Der Pollen war und ist zum Beispiel auch in vielen indischen Gerichten unverzichtbar. Wer allerdings eine hungrige Hummelkönigin Anfang November in der Safranblüte beobachtet, wird es wohl kaum übers Herz bringen, die Staubfäden für den eigenen Gebrauch abzuschneiden. Umso schöner sieht es aus, diese zarten Herbstblüher vor ganze Pulks zartvioletter Bergminze- und blauer Agastache- (Duftnessel-)Stauden zu setzen, die vom Sommer an bis in den November ständig Blüten öffnen. Auch diese Pflanzen werden von Insekten ständig angeflogen und lieben wie Krokusse - unabhängig, ob diese im Herbst- oder im Frühjahr blühende Sorten sind – sonnig bis halbschattige Plätze und humose, leichte und durchlässige Böden. Für die im Frühjahr blühenden Krokusse, unter denen einige Sorten schon im Februar zu blühen beginnen, sind Gruppen von Schneeheide (Erica carnea, auch Winterheide genannt) und Lenzrosen (Helleborus-Hybriden) blütenreiche Begleiter in dezenten Farben. Mit ihnen wird der Tisch für die Insekten im Garten noch reicher gedeckt. Nicht zu verwechseln mit der Winterheide sind die modernen Sorten der Besenheide (Calluna-Hybriden). Wichtig zu wissen: Nur ihre Wildformen sind für Insekten brauchbar. Denn die sogenannte „Knospenheide“ mit ihren züchterisch hoch entwickelten Sorten, die zur Blütezeit der Besenheide ab Hochsommer bis Herbst angeboten werden, stellt den Tieren weder Nektar noch Pollen zur Verfügung. Der Grund: die Knospen dieser Züchtungen sind nicht mehr fähig, sich zu öffnen. Das ist gewollt, denn unbestäubte Blüten verblühen nicht so schnell. Knospenheide zeigt sich daher fürs menschliche Auge – auch wenn dies bekanntlich im Auge des Betrachters liegt - lange von ihrer schönen Seite. Die Kehrseite der Medaille: Bienen und andere Blütenbestäuber auf Nahrungssuche gehen trotz des zahlreichen Blütenvorkommens bei der Knospenheide leer aus. Züchtungen mit gefüllten Blüten taugen für sie in der Regel genauso wenig.
Die jetzt blühende Winterheide - Angehörige einer anderen Gattung – kann ihr gegenüber punkten, denn Hummelköniginnen fliegen auf sie. Auch kann die Pflanze in durchschnittlichen Gartenböden neben niedrigen Stauden und Gruppen von Zwiebel- und Knollenblumen wie Krokus sehr gut gedeihen. Die Sorten der Knospen- beziehungsweise Besenheide benötigen hingegen eine saure Bodenreaktion, also Erde mit niedrigem PH-Wert. Und da sie nach der Jahresmitte blühen, wäre für sie eine Sommer blühende Begleitung in gestalterischer Hinsicht auch passender. So oder so: Der Krokus bleibt als leuchtender Eyecatcher sicherlich der Star in solchen Mischbeeten – ob im März oder Herbst.


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