Reporter Eutin

Holstein geht furios durch die 2. Bundesliga

Kreis Plön (dif). Wer im Sommer getippt hätte, die KSV Holstein steht Mitte Dezember auf dem 1. Ligaplatz, noch vor dem HSV, vor Hannover 96 und auch über Fortuna Düsseldorf, der wäre wohl milde belächelt worden. Doch auch nach dem Match in Regensburg kommt der Spitzenreiter vom Mühlenweg. Die Kieler steckten beim Jahn einen frühen Rückstand (17.) klasse weg und gingen noch vor der Pause durch einen Doppelschlag (32. und 37. Minute) ihres Koreaners Jae- Sung Lee mit 2:1 in die Halbzeit. Fin Bartels war es dann, der in Minute 66 mit einem Traumtor für das 3:1 und die Vorentscheidung sorgte. Damit krönte der Rückkehrer aus Bremen seine starke Gesamtleistung und verdiente sich die Note eins. Ein wenig Zittern war dann noch angesagt, als die Gastgeber in der 92. Minute auf 2:3 verkürzen konnten. Doch mehr passierte nicht, die Zähler gingen erneut an die KSV, die sich damit die Pole-Position zurückholten. Für Holstein geht es in der 2. Bundesliga aber nun langsam Richtung Winterpause und damit zum Ende des Sportjahres 2020. Bis dahin hat der Spielplan am 16. Dezember noch den 1. FC Nürnberg und vier Tage später den SV Sandhausen gesetzt. Das Pokalspiel gegen den FC Bayern München wurde ja auf Wunsch des Rekordmeisters auf den 13. Januar 2021 verschoben. Doch auch diese „Pause“ wird nur bis zum 3. Januar andauern. Corona sorgt dafür, dass bereist dann der VfL Osnabrück in Kiel vorstellig wird. Ein absolutes Novum also in Sachen Winterstopp. Hier kurz der Ausblick auf die beiden nächsten Aufgaben der Störche. Nürnberg kommt am folgenden Sonntag um 13.30 Uhr nach Kiel. Die Franken hatten sich den bisherigen Verlauf der Liga sicherlich anders vorgestellt. Auch wenn man im Vorjahr den Klassenerhalt erst in der wirklich letzten Sekunde (94. Spielminute) in der Relegation gegen den FC Ingolstadt sicherte, schien man doch zumindest mit einem Auge wieder die 1. Bundesliga im Visier zu haben. Das triste Mittelfeld, so scheint es, ist Momentan der Alltag beim FCN. Doch blickt man auf die Enge der Staffel, dann darf man die Nürnberger sicherlich nicht abschreiben. Das Manko der Gäste ist die zu hohe Zahl an Gegentoren. Im Angriff ist das Team von Coach Robert Klauß auf jeden Fall konkurrenzfähig. Hier steht übrigens Manuel Schäffler in vorderster Front. Ein Stürmer, der ja auch an der Förde kein Unbekannter ist. Ab der Spielzeit 2013/14 trug er zwei Serien das Trikot Holsteins, wurde dann aber quasi aussortiert. Hoffentlich will sich der Ex-Ingolstädter nicht dafür bei seinem alten Arbeitgeber „rächen“. Aktuell ist er der treffsicherste Angreifer beim 1. FC. Wir glauben aber, dass die KSV sich auch in diesem Duell durchsetzen wird und alle drei Pluspunkte am Mühlenweg festmacht. Die „Englische Woche“ bringt danach am Mittwoch eine Reise zum SV Sandhausen. Hier geht der Blick auch schon mal Richtung Abstiegszone. Auch beim SV stehen interessante Akteure in den Reihen. Diego Contento galt sogar bei den Bayern als Riesentalent, konnte dies aber bisher nie richtig bestätigen. Natürlich ist auch Dennis Diekmeier kein Unbekannter. Der Verteidiger tritt, nach langer Durststrecke, nun sogar als Torschütze in Erscheinung. Immer für einen Treffer gut ist auch Stürmer Daniel Keita-Ruel, der aus Fürth zum Gastgeber kam. Mit einem Erfolg in der Fremde kann sich die KSV ganz oben und richtig festbeißen und mit genug Selbstvertrauen ins neue Jahr gehen.
Sicher vom Punkt. Mit Mittelfeldmotor Alexander Mühling hat man in Kiel einen ganz sicheren Elfmeterschützen in den Reihen. Der ehemalige Sandhausener kehrt am 20. Dezember nicht nur zu seinem Ex-Verein zurück, sondern möchte auch seine Torquote weiter ausbauen. Bisher trat er für die Störche neunmal „vom Punkt“ an und versenkte alle Bälle sicher im Netz des Gegners. Zuletzt war der VfL Bochum beim 3:1-Sieg im Heimspiel „Opfer Mühlings“.


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