Reporter Eutin

Holstein kratzt weiter an der „40-Punkte-Marke“

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Holsteins Mühling traf gegen Bielefeld.

Holsteins Mühling traf gegen Bielefeld.

Kreis Plön (dif) Auch wenn die Partie beim Hamburger SV erst nach Redaktionsschluss gespielt wurde (eine ausführliche Berichterstattung des Derbys erfolgt dann in der nächsten Ausgabe) kann man bei den Störchen wohl langsam für eine neue Zweitligaserie planen. Die Geisterspiele liefen zwar bis dato alles andere als erfolgreich und die angestrebte Marke von 40 Pluspunkten wurde nach zwei Niederlagen in Folge noch nicht erreicht, aber auch die Konkurrenz geizt weiter mit eigenen Zählern. Noch sind gut fünf bis sechs Mannschaften zwischen der KSV und der Abstiegszone, ohne dass man sich aber nun völlig entspannt zurücklehnen kann.
2.Bundesliga: Nach den Stationen Stuttgart, Bochum, Bielefeld und Hamburg scheint zumindest von der Papierform her Wehen Wiesbaden als nächster Gegner leichter zu sein. Am kommenden Samstag (13 Uhr) wird es im Holsteinstadion ernst. Im Hinspiel gab es ja ein fröhliches, Tennis artiges Scheibenschießen, dass die KSV „im ersten Satz“ mit 6:3 für sich entscheiden konnte. Der Neuling, mit dem Ex-Kieler Schäffler im Sturm, steckt weiter ganz tief im Abstiegskampf und wird am Mühlenweg um jeden Meter Boden kämpfen. Holstein sollte aber gefestigter sein und die Paarung in einen Heimerfolg münzen können, auch wenn Wehen -wie etwa gegen den VfB Stuttgart- überraschte und drei Punkte holte.
Holstein „antik“: In dieser Ausgabe beobachten wir den Weg der KSV Holstein in der Amateuroberliga Nord in den Jahre 1989/90. Also in der Zeit als Deutschland 1990 in Rom zum 3. Male Weltmeister wurde. Die Kieler hatten mit Gerd Schild einen neuen Coach an der Seitenline stehen.
Dieser konnte sogar eine Profikarriere in Bremen und Dortmund, sowie bei Arminia Bielefeld vorweisen. Auch durfte man in der Serie erstmalig Michael Heintz im Angriff der Mühlenweg-Elf bewundern. „Heintzi“ sollte ja später zum Publikumsliebling in Kiel reifen. Immerhin gelangen ihm sieben Treffer in seiner Premiere Saison. Mit Bissendorf, Krüger und Wendorf gab es auch die drei ersten Akteure aus der DDR im Kader. Eggert Dolling hingegen verlies Holstein und schloss sich dem Hamburger Sport Verein an. Los ging es mit einem Paukenschlag für die Störche-allerdings im negativen Sinne. Gleich mit 0:7 unterlag man Meister Havelse beim Auswärtsauftakt. Debakel und letzter Platz-schlimmer hätte es kaum beginnen können. Wichtig dann der 1:0-Sieg im ersten Heimspiel unter Schild. Doch nach fünf Spieltagen standen ganze vier „Zählerchen“ auf der Habenseite. Natürlich viel zu wenig für die einmal mehr hohen Ambitionen an der Förde. Doch dann schien es langsam zu laufen, die Anweisungen von Gerd Schild zu fruchten. Auf Platz zwei, trotz einer 1:2-Niederlage gegen-einmal mehr- den TSV Havelse am 18. Spieltag, ging es in den Winter. Es kam, was quasi erwartet wurde: Der Einbruch erfolgte zur Mitte der Rückrunde. „Wie immer“, so ein enttäuschter Fan nach dem 0:1 beim späteren Absteiger TuS Esens. Holstein landete am Serienende auf dem Mittefeldplatz 7. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Passend dazu kam das Pokal-Aus gegen den SV Friedrichsort, wo man mit 1:2 im Halbfinale die Segel strich. Folge: Wieder kein Startrecht im finanziell lukrativen DFB-Pokal in Kiel. Titelträger wurde der VfB Oldenburg, drei Punkte vor dem nun entthronten Meister aus Havelse. Für Aufsteiger TuS Esens ging es wie erwähnt gleich wieder eine Liga tiefer und auch der FC Mahndorf musste absteigen. Torjäger Carsten Nemitz erzielte in seiner letzten Spielzeit in Kiel noch einmal 13 Tore und wechselte dann zum SC Norderstedt und auch Helmut Schweger konnte siebenmal „netzen“. Mit 2300 und 2200 waren die Heimspiele gegen den neuen Meister VfB Oldenburg, bzw. Ex-Titelträger Havelse am besten besucht. Traurig: Beide Matches gingen knapp verloren. Nur noch 150 wollten das finale Spiel gegen den VfL Herzlake sehen, in Mahndorf kamen noch einmal 100 weniger gegen die Störche.


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