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Holstein mit spätem Punktgewinn in Nürnberg

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Auswärts stärker als daheim: Die KSV Holstein.

Auswärts stärker als daheim: Die KSV Holstein.

Kreis Plön (dif). Die 2. Bundesliga liegt auf der Zielgerade. Im vorletzten Spiel gab es für Holstein Kiel beim 1. FC Nürnberg ein am Ende glückliches 2:2-Remis. Nach der herben Heimpleite gegen den VfL Osnabrück(2:4) bewiesen die Störche aber Moral und steckten auch nach einem 0:2-Rückstand nicht auf. Torjäger Janni Serra in der 77. Minuten und Verteidiger Stefan Thesker in der 3. Minute der Nachspielzeit drehten das Spiel beim Club noch und ließ die Anhängerschaft, die auch die weite Reise zu den Franken nicht abschreckte, spät jubeln. Kurios dass ausgerechnet Serra und Thesker, vor Wochen noch mit viel Skepsis bedacht, zu den Helden der Landeshauptstädter wurden. Das Duo spielt seit Wochen stark auf und gehört stets zu den herausragenden Kieler Akteuren.
 
Es fällt auf: Auf fremden Geläufen scheint es in der ersten Saisonhälfte einfach besser zu passen. Siege in Dresden, Stuttgart, Fürth oder Wehen belegen dies. Schwerer tat man sich in Kiel, wo gegen Hannover, den HSV, Regensburg oder Osnabrück viele Pluspunkte abgegeben wurden. Einen Tag später gab es am Mühlenweg allerdings eher weniger Grund zur sportlichen Freude. Der KSV-Nachwuchs unterlag im prestigeträchtigen Schleswig-Holstein-Derby dem VfB Lübeck hoch mit 0:5 und kassierte eine denkwürdige Heimniederlage in der Regionalliga Nord. Vor 1330 Besuchern lag man bereits zum Pausentee mit 0:3 im Hintertreffen. Am Ende gab es für KSV-Keeper Kornath, Stammtorhüter Weiner war mit der Liga nach Nürnberg gereist, gleich einen Fünferpack und weist nun ein negatives Torverhältnis auf. Die Störche schluckten damit die fünfte Pleite in den letzten sechs Spielen und verpassten es so, den starken Saisonauftakt zu untermauern. In die Winterpause geht die Mannschaft von Fabian Raue und Nicola Soranno nun am 22. Dezember gegen die SG Flensburg Weiche, die aktuell auf Platz drei der Liga rangiert.
 

Wir blicken nach vorne in die 2. Bundesliga: Die KSV Holstein trifft zum finalen Spiel des Jahres 2019 auf den SV Sandhausen, muss also erneut in die Fremde reisen. Ende Juli kam man im eigenen Stadion nur zu einem 1:1-Remis. Mit diesem einen Punkt wird man auch heuer gut leben können, zeigte der Gegner doch beim 1:1 gegen den Hamburger Sport Verein seine individuelle Klasse, auch wenn die Hanseaten das Match dominierten. Spielerisch sollten die Kieler einen Tick besser als der SV sein, müssten zudem als Gäste das Spiel nicht machen. Sollte Ole Werner und sein Team am Ende eine Position unter den besten 10 erreichen können, an der Förde wird man nach erheblichen Startschwierigkeiten doch noch auf eine vernünftige und solide Hinrunde blicken. Zu bedenken gibt es allerdings: Wenn ein Trainer und ein sportlicher Leiter quasi „über die Klinge springen mussten“ ist wahrlich nicht alles richtig gemacht worden. Ziel der Störche bleibt weiterhin zu aller erst der Klassenerhalt.
 

Das bisherige Hinrundenfazit der Holstein Reserve in der Regionalliga Nord: Bis zum Weiche-Match wurden jüngst zu viele Zähler abgegeben, das Debakel gegen den VfB Lübeck nagt hier sicherlich besonders an Mannschaft und Fans. In diesem Punkt, sprich Rückspiel, wird man einiges im neuen Jahr gut zu machen haben. Gelegenheit bietet schon der 22. Februar 2020 in Lübeck. Trotzdem wird es für die Störche eine ruhige Rückrunde geben, in der allerdings auch die sportlichen Ziele nicht mehr gegeben sind. Aufsteigen wird Holstein nicht mehr und auch in große Abstiegsnöte wird man bei normalem Saisonverlauf an der Förde kaum noch kommen. Es bleibt also genügend Zeit die Aktiven für höhere Aufgaben zu schulen und ihnen die nötige Spielpraxis ohne Druck zu vermitteln. Eben genau das, wozu sich die U23 versteht-als Ausbildungsmannschaft.


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