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In vier Minuten zum Weltrekord

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Foto: Dominik Pfau

Kiel (t). Beim internationalen Speaker Slam, der am 25. März 2022 stattfand, hat die gebürtige Heikendorferin Birgit Stülten einen beachtlichen Erfolg erzielt. Nach New York, Wien, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Wiesbaden und München fand der internationale Speaker Slam nun in Mastershausen statt. Es traten Redner aus 10 verschiedenen Nationen, darunter Eritrea, Spanien, Georgien, Italien, Österreich und Deutschland an. Mit 96 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde damit ein neuer Weltrekord aufgestellt.

Der Speaker Slam ist ein Rednerwettstreit, bei dem sich Redner mit ihren persönlichen oder beruflichen Themen miteinander messen.
Die besondere Herausforderung: Der Sprecher hat nur vier Minuten Zeit, sein Publikum mitzureißen und zu begeistern. Einen Vortrag so zu kürzen und trotzdem alles zu sagen, was wichtig ist, und sich dann noch mit seinem Publikum zu verbinden, das ist wohl die Königsklasse im professionellen Speaking. Nerven wie Drahtseile brauchen die Teilnehmer sowieso, denn nach genau vier Minuten wird das Mikrofon ausgeschaltet.

Das von Top-Speaker Hermann Scherer ins Leben gerufene Event begeistert mit vielfältigen Themen, die so bunt und abwechslungsreich wie das Leben selbst sind. Unter den Teilnehmern waren Bestseller-Autoren, mehrfach ausgezeichnete Unternehmer, Deutsche Meister verschiedener Sportarten und weitere Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen.

Birgit Stülten, die in Heikendorf aufwuchs und heute in Kiel lebt, stellte sich der Herausforderung und trat am Freitagabend nach einem Vorentscheid vor Publikum, Jury und Livestream an, um in kürzester Zeit Menschen in ihren Bann zu ziehen und zu inspirieren. Mit Erfolg: Für ihre Performance wurde sie direkt von der Jury mit dem Excellence Award ausgezeichnet.

Ihr Vortrag „Erfolgsbooster Positive Führung“ bot dem Publikum neben Einsichten in diesen Führungsstil auch konkrete Tipps für die Umsetzung. So gilt es beispielsweise, die Sinnhaftigkeit von Aufgaben zu vermitteln sowie die Stärken jedes einzelnen Teammitglieds zu fördern, statt sich zu sehr auf mögliche Defizite und das Ausmerzen vermeintlicher Schwächen zu konzentrieren. „Menschen, die ihre persönlichen Stärken Tag für Tag einsetzen können, sind nicht nur nachweislich gesünder, sondern auch bis zu 38% produktiver. Eindeutig eine Win-win-Situation“, so Stülten mit einem Augenzwinkern. Die Themenwahl lag bei den Slammern selbst. Sie schreiben ihre Texte eigenständig und mussten sich entscheiden, ob sie auf allgemeine gesellschaftliche Themen oder konkrete Fälle eingehen.

Die Herausforderung des Abends bestand darin, das Publikum und die fachkundige Jury genau dort abzuholen, wo sie sind, sie zu überzeugen und für das Thema zu begeistern – all das in nur vier Minuten.


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