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Mönkeberg soll mehr Besucher anlocken

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Mönkeberg (kud). In den Ferienorten entlang der Kieler Förde wird hinter den Kulissen schon fleißig gewerkelt, damit die ersten Urlauber der neuen Saison sich schon zu Ostern wohlfühlen. Mönkeberg, direkt vor den Toren Kiels gelegen, zählt nicht zu den touristisch erschlossenen Orten an der Förde, wünscht sich aber mehr Aufmerksamkeit zumindest von Tagesausflüglern. Bürgermeisterin Hildgedard Mersmann und die Gemeindevertretung haben im vergangenen Jahr durch eine Haushaltsbefragung und ein Bürgerforum viele Ideen gesammelt. „Wir haben mehr zu bieten als man denkt. Und wir können auch noch einige attraktive Ideen umsetzen“, ist sich die Bürgermeisterin sicher. Die Bestandsaufnahme zeigt: Mönkeberg ist ein ruhiger gemütlicher Ort, in dem es sich leben lässt. Viel Bebauung mit Einfamilienhäusern, Wohnungen für größere Familien, Kindergarten, Schule, Supermarkt, Friseur, Apotheke – eigentlich ist alles vorhanden, was das Leben angenehm macht. Und sogar einen kleinen Strand gibt es mit einem Fähranleger, optisch aufgewertet durch einen kleinen Yachthafen. Dennoch verirren sich nur wenige Ausflügler in den Ort.
„Wenn sich das ändern soll“, so Hildegard Mersmann, „müssen wir neue attraktive Angebote schaffen. Wir haben schöne Wanderwege. Radler können von hier aus bequem in die ganze Probstei fahren. Der Blick über die Förde ist zu jeder Jahreszeit herrlich. Eine Idee wäre, einen Parkplatz für Wohnmobile zu schaffen.“ Veranstaltungen am Strand oder auf der Germaniakoppel könnten während der Saison das touristische Angebot erweitern. Auch die frisch- bunte Gestaltung des Strandes mit Strandkörben könnte den Ort aufwerten.
Leider, so die Bürgermeisterin, gebe es in Mönkeberg kaum Übernachtungsmöglichkeiten. „Natürlich träumen wir von einem hübschen Hotel mit Gastronomie. Ob sich das aber rechnen würde, ist nicht sicher.“ Das Thema Gastronomie spielt dennoch eine Rolle bei der Frage, womit man Ausflügler locken könnte. Am Anleger gibt es zwar seit Sommer einen komplett sanierten Kiosk mit kleinem Speiseangebot. Aus Mangel an Innensitzplätzen ist dies ein rein Sommer-Schönwetter-Angebot.
„Mönkeberg könnte sich auch Eingang in die Probstei mit interessanten Angeboten behaupten“, so Hildegard Mersmann, „wenn wir die Ferienregion entlang der Förde als ein Gesamtprojekt betrachten würden, zu der jede Gemeinde etwas beisteuert.“ In Mönkeberg könnten dies beispielsweise Angelkurse sein. Der überschaubare Strand eigne sich bestens für Familien auch mit kleinen Kindern. Aus Kiel sei die Anfahrt auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Fördeschifffahrt schnell geschafft. Auch die Bürger des Ortes wünschen sich ein verschönertes Strandgelände. Schon im vergangenen Sommer hatte Hildegard Mersmann deshalb zu einem Treffen eingeladen. Thema: Verunreinigung durch randalierende Jugendliche. In Zusammenarbeit mit der Polizei soll es dazu in diesem Jahr nicht mehr kommen. Weitergehen sollen aber die Planungen der Gemeinde in Sachen Verbesserung der Tourismusqualität. „Hier neue Wege zu beschreiten, dazu benötigen wir die Unterstützung der Tourismusabteilung des Amtes Schrevenborn“, so Hildegard Mersmann. „Denn der nahtlose Übergang zum Kitzeberger Wald und Strand mit all seiner landschaftlichen Schönheit wäre schon ein guter Ansatzpunkt für gemeinsame Planungen“.


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