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Neue Küstenbewohnerin entdeckt: Seltene Wildbienen-Art erstmalig für Schleswig-Holstein nachgewiesen

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Eine seltene Küstenbewohnerin: Die Strandaster-Seidenbiene an der Blüte einer Strandaster.

Eine seltene Küstenbewohnerin: Die Strandaster-Seidenbiene an der Blüte einer Strandaster.

Foto: hfr / Monika Povel

Sehlendorf/ Hohwacht (t). Doppelt sensationell: Die Wildbienen-Expertinnen trauten ihren Augen kaum, als sie zwei Jahre nach dem Erstfund für Schleswig-Holstein bei St. Peter-Ording an der Westküste jetzt dieselbe Wildbienen-Art erneut an der Ostküste fanden. „Diese Entdeckung im Stiftungsland Sehlendorfer Binnensee im Kreis Ostholstein ist der erste Fund an der gesamten Ostseeküste überhaupt“, schwärmt Arne Drews vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR). Die Wildbienen-Experten Jorinde Klammer, Monika Povel und Michael Kuhlmann hatten sie bereits in 2017 und dann sicher in 2019 an der Eidermündung in St. Peter-Ording entdeckt und für Schleswig-Holstein erstmalig nachgewiesen. Nun konnten Arne Drews und Kay Adam den Fund an der Ostseeküste ergänzen.
Im Fachjargon heißt die sehr seltene Seidenbiene Colletes halophilus. Sie wird aber auch liebevoll „die Salzliebende“ genannt, weil sie vor allem an den Blüten der Salzaster Nektar und Pollen sammelt. Für ein echtes Draußen-Date mit der Rarität ist es jetzt leider schon zu spät im Jahr, denn die Strandaster-Seidenbiene fliegt nur von Mitte August bis Mitte Oktober. Und das auch nur dort, wo sie ausreichend fliederfarbene Strandastern findet, also auf Salzwiesen entlang der Küsten. Außerhalb Schleswig-Holsteins summt sie auch entlang der Küsten Niedersachsens, Dänemarks, Großbritanniens, Belgiens und der Niederlande bis Südfrankreich. Sie zählt damit zu den exklusiven Küstenarten, für die Schleswig-Holstein allesamt eine besondere Erhaltungsverantwortung hat. Bei dem kleinen westeuropäischen Verbreitungsareal besteht für die Strandaster-Seidenbiene sogar eine hohe internationale Erhaltungsverantwortung – diese Verantwortung übernimmt die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein als Eigentümerin ihres einzigen Lebensraums an der Ostseeküste gerne.
Die Neu-Schleswig-Holsteinerin sieht auf den ersten Blick aus wie eine gewöhnliche Honigbiene. Sie ist jedoch etwas kleiner und ihre Fühler sind im Vergleich deutlich länger. Zudem fallen bei ihr die deutlich weiß gefärbten Hinterleibs-Ringe auf.


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