Reporter Eutin

So kann man sich Sprache auch erobern

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Heikendorf (kud). Am Ende des sechsten Schuljahres steht in den Gymnasien für Schüler und deren Eltern traditionell die Frage an: „Welche zweite Fremdsprache wird ab der siebten Klasse auf dem Plan stehen – Französisch oder Latein?“ Im Heikendorfer Heinrich-Heine-Gymnasium wollten die drei Französisch-Lehrerinnen in Sachen Beratung und Entscheidung einmal andere Wege gehen.
Ihre Achtklässler, die nun zwei Jahre Französischunterricht hinter sich haben, entschlossen sich zu einem Projekt der besonderen Art. Sie selbst wollten die „Kleinen“ von „ihrer“ Sprache überzeugen. Und so trafen sie sich in kleinen Gruppen einen Vormittag lang und vermitteln ein wenig Grundkenntnisse. Und daran hatten alle Spaß.
Jutta Glänzer, Susanne Voss und Silvia Krey – die Lehrerinnen, sind begeistert vom Einsatz und Ideenreichtum ihrer Schüler. „Sie haben sich die einzelnen Spielstationen des Vormittags völlig allein ausgedacht.“ Und dabei kam dann zum Beispiel Folgendes heraus: Eine Gruppe hatte für die Sechstklässler einen Farbenwürfel gebastelt. Es darf geknobelt werden. Und am Ende wissen alle, dass „rot“ im Französischen „rouge“ heißt. Auch die anderen Farben sind in der Übersetzung schnell ermittelt und gespeichert. In einem anderen Raum geht es um die Zahlen bis zehn. „Es ist viel schöner für die Jüngeren, wenn sie von älteren Mitschülern lernen als von uns“, finden die Lehrerinnen. „Früher gingen wir durch die sechsten Klassen und stellten die Sprache vor. In diesem spielerischen Umfeld können die Kinder aber viel besser herausfinden, ob sie das Land und die Sprache interessieren könnte.“ Noch ein paar Jahrgänge früher gab es Elterngespräche. Entschieden wurde häufig nach einer simplen Faustregel: Kinder, die im mathematischen Bereich eine Begabung zeigen, sollten Latein wählen, die mit den musischen Talenten eher Französisch.
Auch ein Memory haben die Achtklässler gebastelt. Damit stellen sie den Jüngeren Sehenswürdigkeiten Frankreichs vor. Am nächsten Tisch ist auch noch ein wenig Landesgeschichte angesagt. Die Älteren haben sichtlich Freude daran, ihr Wissen weiterzugeben und auch die Begeisterung für das Thema. Und – berichten sie - „einige der Jüngeren haben schon nach diesem Vormittag entschieden, dass sie sich für Französisch entscheiden möchten.“


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