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Ukrainehilfe Kiel Region hat 15. Transport auf den Weg gebracht

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Foto: hfr

Kiel (t). Es war der 15. Transport der Ukrainehilfe Kiel Region: Zwei 40-Tonnen-Lkw einer ukrainischen Spedition haben Ende November dringend benötigte Waren und Hilfsgüter aus Kiel und Umland in insgesamt sechs Städte gebracht. Ihre Zielorte: Bachmut, Izyaslav, Kyiw, Saporischja, Schepetivka und Sumy. Die zusammengestellten Ladungen enthielten unterschiedliche Hilfsgüter wie Mittel zur Brandbekämpfung, Notstromaggregate, Verbandsmaterial, Campingkocher, Campinglampen und Gaskartuschen. Darüber hinaus waren die Transportfahrzeuge mit über 130 Betten, Decken und Bettwäsche, warmer, gut erhaltener Kleidung und Schuhen für Kinder und Erwachsene beladen sowie mit Hygieneartikel und vielen anderen Dingen, die zum Überleben notwendig sind. Mit nicht nachlassender Energie wird derweil weitergesammelt und gepackt. Über diese entschlossene Unterstützung freuen sich die Initiatoren ganz besonders. „Der Krieg in der Ukraine ist uns Menschen in der Kiel Region nicht gleichgültig - unzählige helfen auch neun Monate nach Kriegsbeginn unvermindert weiter“, hebt Frank Hornschu, Vorsitzender des DGB Kiel Region hervor. Er hatte die Ukrainehilfe Kiel Region angeschoben. Waren im Werte von rund 4,5 Mio. Euro seien in diesem Zeitraum von der Landeshauptstadt aus in die Ukraine befördert worden, schätzt er. „Auch wenn das Leben hier nicht gerade einfacher geworden ist, überwiegt doch die Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft“, stellt Hornschu fest. „Weil alle wissen, dass uns die Kinder, Frauen und Männer in der Ukraine dringender denn je brauchen.“ Deutlich mehr als sieben Millionen Menschen suchten aktuell in der Ukraine Schutz vor dem russischen Angriffskrieg, der seit dem 24. Februar 2022 wütet; mehr als eine Million Menschen sind derzeit vor Ort in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht.
In allen Teilen des Landes werden die Menschen seit neun Monaten direkt an Leib und Leben bedroht und somit in Angst und Schrecken versetzt. Innerhalb von kürzester Zeit müssen sie aufgrund des verbrecherischen Angriffs auf zivile Einrichtungen und Wohngebäuden Schutz in Kellern, Tiefgaragen und U-Bahnschächten suchen.
Die grundlegende Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser, Energie und Wärme wird durch die russische Aggression immer weiter vernichtet. Unter alledem leiden die Millionen Kinder am meisten.
Die Ukrainehilfe Kiel Region wurde am 28. Februar 2022, vier Tage nach Kriegsbeginn, von Frank Hornschu initiiert. Seitdem koordinierte und organisierte er die humanitäre Hilfe im Schulterschluss mit der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft e.V. und den rund 200 Sportvereinen in Kiel – inzwischen seit vielen Monaten. Rund 300 Helfer sind bei dem Hilfsprojekt im Einsatz. „Es ist gerade diese unerschütterliche Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit, die uns in unserem Bemühen um humanitäre Hilfe bestärkt und motiviert“, unterstreicht Frank Hornschu.
Die Sammlungen an Sachgütern werden fortgesetzt: Jeweils dienstags in der Zeit von 15 bis 17 Uhr sowie sonnabends von 11 bis 13 Uhr werden die Spenden am Blücherplatz (Blücherstraße 2) und in der Halle 7 in Kiel-Friedrichsort, Falckensteiner Straße 2, Tor 6a entgegengenommen (dort ist zu beachten, dass eine Anmeldung beim Werkschutz erfolgen muss).
Wer helfen will, sollte am besten Dinge wie warme, gut erhaltene Kleidung, Verbandsmaterialien und Hygieneartikel spenden, empfiehtl Frank Hornschu. Dringend benötigt würden aber auch haltbare Lebensmittel.
Letzte Gelegenheit, in diesem Jahr Spenden an den Blücherplatz und nach Friedrichsort zu bringen, ist am Sonnabend, 17. Dezember, danach machen die Helfer Weihnachtspause. Die Sammelstellen werden jedoch im neuen Jahr wieder ab Dienstag, 10. Januar 2023 regelmäßig geöffnet.


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