Gesche Muchow

Grillmarinaden: Das gewisse Etwas Aromatischer Alleskönner, schnell gemacht

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Je länger die Marinade Zeit zum Einziehen hat, desto intensiver wird später der Geschmack.

Je länger die Marinade Zeit zum Einziehen hat, desto intensiver wird später der Geschmack.

Foto: Gesche Muchow

Möchte man sich an die Marinade zum Grillen wagen, dann sollte die Eigenproduktion selbst für Kochmuffel keine Schwierigkeit darstellen. Eine Grillmarinade besteht in der Regel aus drei Komponenten, nämlich Gewürzen, Säure und Fett.
 
In welchem Verhältnis diese drei Komponenten gemischt werden, ist jedem selbst überlassen. Als Faustregel kann man sich merken: Je länger die Marinade Zeit zum Einziehen in das Grillgut hat, desto intensiver ist später der Geschmack. Genaue Zeitangaben sind schwierig, da es auch vom marinierten Grillgut sowie von individuellen Vorlieben in Sachen Intensität abhängt.
 
Häufige Fehler
• Ein hochwertiges Öl mit hohem Rauchpunkt verwenden (kaltgepresste Olivenöle sind ungeeignet).
• Sehr teures und edles Fleisch besser nicht marinieren – so geht der exklusive Eigengeschmack verloren.
• Kräuterreste der Marinade vom Grillgut vor dem Grillen entfernen, da diese auf dem Grill verbrennen und einen bitteren Geschmack hinterlassen.
• Überschüssige Grillmarinade abtupfen. Tropft Marinade in die Glut, entstehen giftige Dämpfe, die sich auf dem Grillgut ablagern. Auch bildet sich auf zu feuchtem Fleisch keine schöne Kruste.
• Keine Fertig-Gewürzmischungen mit Salz verwenden.
• Zum Marinieren keine Gefäße aus Gusseisen, Aluminium oder Kupfer verwenden – diese verfälschen den Geschmack.
• Fleisch, Fisch oder Gemüse gut abwaschen und mit Küchenpapier abtupfen. Erst dann geht es ab in die Grillmarinade.
 
Rezept: Feurig-scharfe Marinade
Zutaten:
• 4 EL Tomatenketchup
• 2 Knoblauchzehen
• 3 EL Honig
• 2 EL Balsamico-Essig
• 2 Limetten
• 1 TL Paprikapulver (edelsüß)
• ½ TL Cayennepfeffer
• 1 EL brauner Zucker
• Tabasco
 
Zubereitung: Knoblauch schälen, fein hacken und in eine Schüssel geben, Ketchup, Balsamico-Essig, Honig und Gewürze zugeben. Den Saft von 2 Limetten auspressen und zufügen. Masse mit einem Schneebesen vermengen und mit Tabasco abschmecken, bis die gewünschte Schärfe erreicht ist.
Guten Appetit! (gm)
 
Rub als Alternative zur klassischen Grillmarinade
Eine Alternative zur Grillmarinade stellt ein Rub dar. Bei diesem handelt es sich um eine trockene Marinade, ohne jegliche Flüssigkeit. Diese Gewürzmischung eignet sich besonders gut dafür, schnell Grillgut zu marinieren.
 
Ein Dry Rub hat den Vorteil, dass man diesen in großen Mengen herstellen und im Gegensatz zur Grillmarinade lange aufbewahren kann. Zur Herstellung werden die gewünschten Zutaten in einen Mörser oder Küchenmaschine gegeben und zu einem groben Pulver gemahlen.
 
Den Rub vor dem Grillen ins Grillgut einmassieren, das Fleisch kurze Zeit in Frischhaltefolie einwickeln und schon kann gegrillt werden.


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